Ladeinfrastruktur: Rund 210.000 Ladepunkte per Juli

Zahlen der Bundesnetzagentur

Ladeinfrastruktur: Rund 210.000 Ladepunkte per Juli
In Berlin-Zehlendorf wird Ende Juli eine Ladestation mit zwei Ladepunkten errichtet. © Mertens

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur nimmt weiter Fahrt auf. Zum 1. Juli gab es nach Zahlen der Bundesnetzagentur rund 210.000 öffentliche Ladepunkte. Das Gros davon sind Schnelllader.

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur gilt als mitentscheidend für Markthochlauf der Elektromobilität. Nach aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur steigen die Zahlen der Ladepunkte weiter: Per 1. Juli gibt es bundesweit 209.605 öffentlich zugängliche Ladepunkte, wie die Behörde mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein Anstieg von 16 Prozent.

Gros sind Normalladepunkte

Besonders stark legte die Gleichstrom-Infrastruktur zu: Die Zahl der Schnellladepunkte stieg um 29 Prozent auf 54.341. Bei den Normalladepunkten mit Wechselstrom gab es ein Plus von 13 Prozent auf 155.264. Die kumulierte Nennladeleistung der Ladeeinrichtungen erhöhte sich um 27 Prozent auf gut 9,0 Gigawatt.

Mit Blick auf die Bundesländer gibt es die meisten Ladepunkte in Nordrhein-Westfalen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland gab es zum 1. Juli insgesamt 41.309 Ladepunkte. Davon waren 31.174 Normalladepunkte, 10.135 Schnellladepunkte. Dahinter rangiert Bayern mit insgesamt 39.970 Ladepunkten vor Baden-Württemberg (35.346) auf Rang zwei. In Berlin gibt es im Vergleich dazu gerade einmal 7481 Ladepunkte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies indes ein Zuwachs von 22 Prozent. Im Nachbar-Bundesland Brandenburg sind es 5026 Ladepunkte. Mit Blick auf die Schnelllader bleibt die Ladeleistung angesichts der zunehmenden Ladepower von modernen Elektroautos mit teilweise über 300 kW noch überschaubar. Von allen Ladepunkten haben nur 19.015 Ladepunkte mehr Leistung als 299 kW.

Angaben darüber, wie viele Ladepunkte es mit mehr als 400 kW Ladeleistung gibt, gehen aus der offiziellen Statistik nicht hervor. Mittlerweile wird das Thema von Ladesäulen mit mehr als 400 kW immer relevanter. Chinesische Hersteller wie BYD oder Xpeng planen in Europa und entsprechend auch in Deutschland Mega-Watt-Ladestationen zu erreichten.

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