In Europa boomen E-Autos. Erstmals wurden in einem Halbjahr mehr als eine Million Stromer verkauft. Die Abhängigkeit von Rohstoffen steigt.
Die Elektromobilität befindet sich in Europa aktuell im Aufwind. Laut dem aktuellen „Electric Vehicle Sales Review“ der Marktbeobachter PwC Autofacts und Strategy& stiegen die Neuzulassungen reiner Elektroautos (BEV) in den fünf größten europäischen Märkten im ersten Halbjahr 2025 um 25 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024.
Zudem wurde erstmals in einem Halbjahr die Millionenmarke bei den BEV-Verkäufen in Europa überschritten, was einen neuen Halbjahresrekord darstellt. Speziell in Deutschland legten die BEV-Verkäufe sogar um 35 Prozent zu. Der Absatz von Plug-in-Hybriden (PHEVs) stieg um 55 Prozent. Damit ist Deutschland wieder der größte E-Auto-Markt Europas vor Großbritannien. Der klassische Verbrenner verliert hingegen weiter Marktanteile. Europaweit sanken die Verkäufe um 24 Prozent, was zu einem leichten Gesamtrückgang des Pkw-Markts um 1,3 Prozent führte.
Zuwächse in Europa, Verluste in China
Deutsche Hersteller steigerten ihren BEV-Marktanteil in Europa auf 37 Prozent, verloren jedoch gleichzeitig in China deutlich an Boden, wo ihre E-Auto-Verkäufe um 32 Prozent zurückgingen. In China legte der E-Auto-Absatz im ersten Halbjahr 2025 sogar um 42 Prozent zu. Damit konnten zum ersten Mal in einem Halbjahr mehr als zwei Millionen Stromer im Reich der Mitte abgesetzt werden.
Die Analysten sehen eine zunehmende Abhängigkeit von China bei kritischen Rohstoffen wie Seltenen Erden als Risiko für den weiteren Ausbau der Elektromobilität. Ein möglicher Versorgungsengpass könnte zur Achillesferse für die europäische BEV-Industrie werden. (SP-X)



