EasyPark: Mit Smart-Parking Verkehr reduzieren

Kooperation mit Renault

EasyPark: Mit Smart-Parking Verkehr reduzieren
Die Park-App von EasyPark auf einem Handy. © EasyPark

Park-Apps auf dem Smartphone kennt fast jeder Autofahrer. Doch immer mehr Hersteller integrieren sie ins Infotainment-System ihrer Fahrzeuge. Das macht auch Renault und kooperiert mit EasyPark.

Wo steht denn nun der Parkscheinautomat? Wie hoch sind die Kosten? Für welchen Zeitraum muss ich ein Ticket lösen? Fragen wie diese kennt jeder Autofahrer, der in der Stadt sein Auto im öffentlichen Raum abstellen will.

Um sich das Parken zu erleichtern, nutzen Kundinnen und Kunden auf ihrem Smartphone Park-Apps. Doch statt sie wie bisher nur auf dem Handy zu nutzen, werden sie nach und nach bei immer mehr Herstellern Bestandteil des Infotainmentsystems des Fahrzeuges. Das In-Car-Payment wird für die Autobauer und Anbieter entsprechender Services immer interessanter.

Park-App im Megane E-Tech Electric

Nachdem bereits Volvo, Mercedes und Polestar die Park-App von EasyPark in ihre Fahrzeuge integriert haben, folgt nun auch Renault. Der französische Autobauer bietet diesen Service seinen Kundinnen und Kunden zunächst im neuen Megane E-Tech Electric an. Fahrerinnen und Fahrer dieses Elektromodells müssen die App von EasyPark nur auf dem Infotainment-System installieren, schon können sie den Parkvorgang über das Display ihrer Fahrzeuges verwalten. Damit entfällt die Bedienung über das Handy.

Renault hat die App von EasyPark ins Infotainmentsystem des Megane E-Tech integriert. Foto: EasyPark

Gestartet wird der Parkvorganges über einen Bestätigungsbutton auf dem Display. „Beendet wird der Parkvorgang indes automatisch, wenn das Auto die Parklücke verlässt“, berichtet Maurus Häfliger, Head of Partnerships bei EasyPark, bei der Vorstellung des Systems in Berlin. Um die App nutzen zu können, müssen sich die Kunden einmalig unter Angabe des Kennzeichens in der App registrieren.

Europaweit führender Anbieter

Deutschlandweit kann momentan bereits in 450 Städten mit der EasyPark-App geparkt werden, wie EasyPark-Deutschlandchef Nico Schlegel berichtet. Weltweit bietet das Unternehmen, das im Juni 2021 den Konkurrenten ParkNow übernommen hat, seinen Service mittlerweile in 25 Ländern und 3200 Städten an. EasyPark ist mit dieser Abdeckung der führende Anbieter von ParkApps in Europa. Für ihren Service verlangt EasyPark eine Servicepauschale von 15 Prozent der Parkgebühr, beziehungsweise mindestens 49 Cent (in einigen Städten weniger). Die Nutzung der App rechnet sich dabei für den Kunden, denn die Abrechnung der Parkgebühr erfolgt damit minutengenau.

Wie Schlegel berichtet, will EasyPark Deutschland seinen Service sukzessive erweitern. Dazu gehört, dass man in Kürze wie bei den skandinavischen EasyPark-Märkten auch Ladestationen für E-Autos in seine App integrieren will und die Ladevorgänge auch entsprechend abrechnen will. Dazu führen man entsprechende Gespräche mit den Anbietern von Ladeinfrastruktur. „Noch in diesem Jahr wollen wir unseren Kunden hier ein Angebot machen“, kündigt Schlegel an.

Verkehr reduzieren helfen

Dass immer mehr Städte sich darüber Gedanken machen, den Autoverkehr in der Stadt zu reduzieren und auch Wohnbereiche komplett autofrei zu machen, sei für EasyPark kein Problem, sagt Schlegel. „Wir helfen vielmehr dabei den Stadtverkehr zu reduzieren und damit die Umweltbelastung zu reduzieren“, sagt der Easypark-Chef. Er verweist darauf, dass laut aktuellen Studien heute allein zwischen 20 bis 30 Prozent des Stadtverkehrs auf die Parkplatzsuche entfällt.

Zur Entlastung des Verkehrs bietet EasyPark in seiner App eine Find-Funktion an. Wählt man diese Funktion aus, zeigt einem die App an, wo man mit großer Wahrscheinlichkeit einen Parkplatz findet. Wie Schlegel berichtet, funktioniert dieses „Parking Data as a Service“ so, dass beispielsweise Taxen oder Lieferfahrzeuge mit Scan-Technologie freie Parkplätze erfassen. Darüber hinaus weiß EasyPark über die eigene App, wo Parkplätze frei werden.

Bis 2023 weltweit 100 Millionen Nutzer

Zugleich, so berichtet Schlegel, werden den App-Nutzern auch Informationen über die genaue Anzahl von Stellplätzen in Parkhäusern bzw. Tiefgeragen angezeigt. Diese smarte Parkraumbewirtschaftung stände noch am Anfang der Entwicklung. Bei EasyPark ist man aber der Überzeugung, dass sie dazu beitragen kann, die Verkehrsbelastung und damit auch die Umweltbelastung in den Städten zu reduzieren.

Wieviele Nutzer in Deutschland derzeit bereits den Service von EasyPark nutzen, wollte Schlegel nicht sagen. Weltweit indes erwartet das Unternehmen bis 2030 100 Millionen Nutzerinnen und Nutzer.

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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