Die Zahl der E-Scooter in Deutschland wächst stetig. Das hat Auswirkungen auf die Unfallstatistik. Vor allem junge Leute verunglücken.
Die Zahl der Unfälle mit E-Kickscootern hat 2024 erneut deutlich zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, registrierte die Polizei im vergangenen Jahr rund 11.900 Unfälle mit Personenschaden, was einem Anstieg von rund 27 Prozent gegenüber 2023 mit 9.425 Unfällen entspricht. Auch die Zahl der Todesopfer stieg: 27 Menschen kamen bei Unfällen mit E-Kickscootern ums Leben, im Vorjahr waren es 22.
10.886 oder 84 Prozent der Verunglückten sowie alle Todesopfer waren selbst mit dem E-Scooter unterwegs. Etwa ein Drittel (31,4 Prozent) der Unfälle mit Verletzten waren sogenannte Alleinunfälle ohne weiteren Beteiligten, darunter auch 14 Vorfälle mit tödlichem Ausgang. Bei den übrigen 66,5 Prozent war ein weiteres Fahrzeug beteiligt, meist ein Auto (5.302 Fälle).
Mehr Alkoholsünder als auf dem Fahrrad
Besorgniserregend ist der Anstieg von Mitfahrenden unter den Verletzten. 508 Personen (4,7 Prozent) verunglückten 2024 als Beifahrer auf einem E-Scooter, was einem deutlichen Anstieg gegenüber den 328 Fällen (3,9 Prozent) im Vorjahr entspricht. Das im Straßenverkehr häufig beobachtbare Mitfahren ist laut Straßenverkehrsordnung verboten.
Das häufigste Fehlverhalten von E-Kickscooter-Nutzern ist laut Polizeistatistik mit 21,2 Prozent die unsachgemäße Nutzung von Fahrbahn oder Gehweg. Danach folgt „Fahren unter Alkoholeinfluss“ mit 12,4 Prozent. Auffällig dabei: Bei Scooter-Fahren liegt der Anteil der Alkoholsünder deutlich höher als bei Fahrradfahrern (7,8 %) oder Nutzern von zulassungsfreien Krafträdern (5,9 %). Das Altersprofil der bei Scooter-Unfällen Verunglückten spiegelt die Hauptnutzergruppe wider: Fast die Hälfte der Verunglückten war jünger als 25 Jahre, 82 Prozent unter 45. (SP-X)






