Die neue Kaufprämie für Elektroautos sollte den Absatz von E-Autos ankurbeln. Aber noch warten Interessenten mit einem Kauf noch ab.
Die angekündigte Kaufprämie für Elektroautos hat bislang nur begrenzte Auswirkungen auf das Kaufverhalten privater Autointeressenten. Zwar beschäftigen sich viele potenzielle Kunden durch die Förderung stärker mit E-Mobilität, die Mehrheit wartet aber zunächst ab, bis die Prämie tatsächlich beantragt werden kann, wie aus einer Umfrage der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) hervor.
Die im Januar vorgestellte Förderung soll private Neuwagenkäufer unterstützen und sozial gestaffelt sein. Beantragt werden kann sie voraussichtlich ab Mai, dann rückwirkend für seit Jahresbeginn gekaufte förderfähige Fahrzeuge. Der Umfrage zufolge haben bislang aber nur rund 19 Prozent der Autofahrer, die aktuell ein neues Fahrzeug suchen, ein förderfähiges Auto vor der Antragstellung bestellt oder erworben.
Geteilte Meinung zur Förderung
Die Förderung wird insgesamt ambivalent bewertet. 80 Prozent sehen mindestens einen positiven Aspekt, besonders häufig die soziale Staffelung und die finanzielle Entlastung beim E-Auto-Kauf. Gleichzeitig nennen 75 Prozent Kritikpunkte. Am häufigsten bemängelt wird, dass gebrauchte Elektroautos nicht gefördert werden und die staatlichen Mittel nur einer vergleichsweise kleinen Käufergruppe zugutekommen.
Stärker als die Förderprämie wirken nach DAT-Einschätzung aktuell die hohen Kraftstoffpreise. Sie haben bei 57 Prozent der Neuwagen- und 42 Prozent der Gebrauchtwagenkaufplaner zu einer intensiveren Beschäftigung mit E-Autos geführt. Die neue Elektroautoprämie der Bundesregierung sieht je nach Haushaltseinkommen eine Förderung bei der Anschaffung reiner Elektrofahrzeuge von bis zu 6000 Euro vor. Die Mindestförderung sieht 3000 Euro vor. Wer sich einen Plug-in-Hybrid zulegt, kann mit 1500 Euro rechnen. (FM/SP-X)

