Fünf Elektroautos mit kleinem CO2-Rucksack

Von Fiat 500 bis Dacia Spring

Fünf Elektroautos mit kleinem CO2-Rucksack
EIn Fiat 500 wird an einer Wallbox geladen. © Fiat

Wer sich ein Elektro-Auto mit großer Batterie kauft, trägt einen entsprechend großen CO2-Rucksack mit sich herum. Aber es gibt mittlerweile auch viele effiziente Modelle.

Sie sind in der Lage, mit ihren emissionsfreien Antrieben Umwelt und Klima zu schonen. Dem gegenüber stehen Modelle mit teilweise riesigen Akkus, energiehungrigen Performance-Antrieben; vom grünen Versprechen bleibt mit ihnen einiges auf der Strecke.


Wer auf die alternative Antriebsart umsteigen und damit auch ernsthaft Klimaschutz zu betreiben will, sollte deshalb idealerweise nach besonders effizienten Modellen Ausschau halten. Hier fünf besonders sparsame Stromer, die mit vergleichsweise wenig Energie und Ressourcen auskommen.

Hyundai Kona Elektro

Mit 14,3 kWh auf 100 Kilometer gehört Hyundais kompaktes SUV-Modell Kona Elektro zu den sparsamsten E-Autos am Markt. Dabei handelt es sich um die Einstiegsversion mit kleinerem 39-kWh-Akku und einem 136 PS starken E-Antrieb. Immerhin erledigt der 1,6 Tonnen schwere Stromer damit den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 9,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 155 km/h.

Zum Modelljahr 2021 wurde der Hyundai Kona Elektro in einigen Details überarbeitet. Foto: Hyundai

Trotz des kleineren Batterieformats, den Kona gibt es alternativ auch mit 64 kWh, sind laut WLTP über 300 Kilometer Reichweite möglich. Auch mit seinem Platzangebot und einem 332 bis 1.114 Liter großen Kofferraum ist der Alltagsnutzen auf bereits gutem Niveau. Mit 35.650 Euro vor Umweltprämie bleibt der Kona außerdem bezahlbar.

Tesla Model 3 RWD

Performance und Effizienz müssen kein Widerspruch sein, wie Teslas Model 3 in der abgespeckten RWD-Version zeigt. Hier werden allein die Räder der Hinterachse mit allerdings üppigen 325 PS angetrieben, was einen Sprit aus dem Stand auf 100 in 6,1 Sekunden sowie maximal 225 km/h erlaubt.

Wer es geruhsam angeht, wird laut WLTP-Messung mit 14,0 kWh auf 100 Kilometer auskommen. Zugleich bietet das mit einem Preis von rund 43.000 Euro günstige Modell des US-Autobauers eine großzügig dimensionierte 60-kWh-Batterie, die stolze 491 Kilometer Reichweite ermöglichen soll.

Dacia Spring

Der Dacia Spring ist das günstigste E-Auto auf dem Markt. Foto: Dacia

Im Fall des aus China stammenden Dacia Spring steht hingegen maximaler Verzicht im Vordergrund. Der hochbeinige Fünftürer fällt mit 3,74 Meter Länge nicht nur kompakt aus, mit rund einer Tonne Gewicht und einem 44 PS starken Antrieb ist er zudem ein Leichtfuß.

In der Summe sorgt dies für einen günstigen Verbrauch von 13,9 kWh pro 100 Kilometer.
Sparen lässt sich in diesem Fall auch beim Preis, denn die Basisversion ist bereits für 20.490 Euro zu haben. Abzüglich E-Prämie sind das weniger als 11.000 Euro. Und immerhin bietet der 27,4-kWh-Akku 230 Kilometer Reichweite. Hinsichtlich Ladezeiten, Technik, Komfort und Fahrverhalten sollte man allerdings keine allzu hohen Ansprüche haben.

Hyundai Ioniq Elektro

Wiederum deutlich mehr Auto, Komfort und Reichweite bietet der Hyundai Ioniq Elektro, der zwar einen mit dem Kona Elektro nahezu identischen Antrieb bietet, dank seiner aerodynamischeren Form jedoch ein wenig ressourcenschonender bleibt. Hier sind es 13,8 kWh auf 100 Kilometer, was dank der 38 kWh großen Batterie für 311 Kilometer WLTP-Reichweite sorgt.

Zudem bietet der Koreaner einen mit 357 bis 1.417 Liter üppig dimensionierten Kofferraum sowie eine mit 165 km/h sogar ordentliche Höchstgeschwindigkeit. Mit 35.350 Euro vor Prämie bleibt der Preis erfreulich niedrig.

Fiat 500e

Dass Fiat mit der 2021 eingeführten Neuauflage des 500 ein großer Wurf gelungen ist, zeigt sich unter anderem am offiziellen Verbrauch von 13,0 kWh pro 100 Kilometer. Damit handelt es sich um den aktuell mit Abstand effizientesten Vollblutstromer. Allerdings muss es dann die bescheidenere Basisversion Action mit der kompakten 23,8-kWh-Batterie sein.

Diese bietet einen immerhin 95 PS starken und damit bereits spritzigen Antrieb sowie eine ordentliche Ausstattung. Der 3,63 Meter lange Zweitürer ist mit 190 Kilometer zwar kein Reichweitenriese, doch die Basisversion hat Schnellladetechnik für bis zu 50 kW Gleichstrom an Bord. Ein Trip von Hamburg nach Berlin wäre also mit einem kurzen Tankstopp möglich. Zwar ist der 500e Action mit 26.790 Euro ein vergleichsweise günstiges E-Auto, sein Platzangebot fällt – typisch Kleinstwagen – allerdings bescheiden aus. (SP-X)

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