Dacia: Große Updates für Duster, Spring und Co

Dacia: Große Updates für Duster, Spring und Co
Der Dacia Spring wurde umfassend überarbeitet. © Dacia/Adrien Cortesi

Ein günstiger Preis allein bringt noch keinen Erfolg. Dazu gehört mehr – insbesondere muss die Qualität stimmen. Wie beides zusammen passt, dafür ist Dacia ein gutes Beispiel.

Dacia überarbeitet zum Jahresstart seine Modellpalette. Sandero, Sandero Stepway und Jogger erhalten neue Motorisierungen und ein frischeres Erscheinungsbild. Für Duster und Bigster gibt’s einen neuen Allrad-Hybrid mit LPG. Der E-Winzling Spring wird ein wenig leistungsstärker und effizienter.

Eine Million Fahrzeuge setzte die Renault-Tochter 2025 hierzulande ab. Zudem war 2025 das vierte Rekordjahr in Folge. Mit knapp 74.000 neu zugelassenen Fahrzeugen erreichte die Marke ihren bislang höchsten Marktanteil. Im Privatkundenmarkt belegt Dacia inzwischen sogar Rang fünf – hinter Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz und Audi.

Erfolg mit nur vier Kernmodellen

Bemerkenswert ist dieses Ergebnis auch deshalb, weil Dacia lange Zeit mit nur vier Kernmodellen antrat, während viele Wettbewerber deutlich breitere Portfolios anbieten: Spring, Sandero, Jogger und Duster. Freude macht den Rumänen aber nun der neue Bigster. Im zweiten Halbjahr 2025 erklomm das neue C-SUV im größten deutschen SUV-Segment Platz eins.

Bei den älteren Modellen setzt Dacia auf kontinuierliche Verbesserungen. Ganz besonders merkt man das etwa beim Elektro-City-Floh Spring. War der Wagen, der seit 2021 in China von Dongfeng produziert wird, in seiner ersten Variante mit 33 kW/45 PS und später 45 KW/60 PS kaum fahrtauglich, was auch an der asymmetrischen Positionierung der Batterie lag, ist der Kleinstwagen mittlerweile kaum mehr wiederzuerkennen.

Die neue Batterie (24,3 kWh) erstreckt sich jetzt über den Wagenboden, was für eine gänzlich neue Straßenlage sorgt. Es kommt mit dem 75 kW/100 PS leistenden Modell sogar so etwas wie Fahrfreude auf. Die vormals schwammige Lenkung bietet jetzt einen direkten Zugriff und manövriert den Spring recht agil über kurvige Landstraßen. Und wenn man die künftige E-Prämie vom Einstiegspreis mit 16.900 Euro (51 kW/70 PS) und in der Topversion 19.700 Euro abzieht, dann könnte der neue Spring richtig loslegen im A-Segment

Neue Motoren für Bigster und Duster

Die technisch spannendste Entwicklung betrifft die 2026er-Modelle von Duster (ab 18.990 Euro) und Bigster (ab 23.990 Euro): Die beiden SUV-Modelle haben jetzt die erste Motorenneuentwicklung von Dacia an Bord, den Hybrid-G 150 4×4 mit elektrischem Hinterradantrieb. Das System verbindet eine 48-Volt-Mildhybridtechnik mit bivalentem LPG-Antrieb und automatisiertem Getriebe. Die Gesamtleistung beträgt 113 kW/154 PS.

Der Dacia Bigster ist als Hybrid erhältlich. Foto: Dacia/Adrien Cortesi

Der Elektromotor übernimmt bei Bedarf den Allradantrieb und soll sowohl Traktion im Gelände als auch Effizienz im Alltag verbessern. Letzteres ließ sich bei einer ausführlichen Testfahrt verifizieren – wenn auch nicht die von Dacia benannte Reichweite von bis zu 1.500 Kilometern. Möglich machen dies zwei 50-Liter-Tanks. Damit sollen die Betriebskosten und der CO₂-Ausstoß gegenüber dem bisherigen 4×4-Benziner noch einmal spürbar sinken. Auch schwächere Motorisierungen sind erhältlich. Für LPG-schwache Regionen soll im Laufe des Jahres noch ein Mildhybridvariante ohne Flüssiggas hinzukommen.

Auch Sandero (ab 13.290 Euro), Stepway (ab 17.650 Euro) und Jogger (ab 17.990 Euro) warten mit einem optimierten Antrieb auf. Der neue LPG-Turbo ist ein 1,2-Liter-Turbodreizylinder mit 88 kW/120 PS (vormals 100 PS), der sowohl mit Benzin als auch mit Flüssiggas läuft. Erstmals verbindet Dacia einen LPG-Antrieb mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Größere Gastanks steigern die Reichweite deutlich; kombiniert mit dem Benzintank sind je nach Modell sogar bis zu 1.600 Kilometer möglich.

Weiterentwickelter Hybrid im Jogger

Zudem ersetzt im Jogger-Spitzenmodell (ab 26.590 Euro) künftig ein weiterentwickelter Vollhybrid mit 114 kW/155 PS die bisherige 103 kW/140-PS-Version. Das System kombiniert einen 1,8-Liter-Benziner mit zwei E-Maschinen und automatisiertem Getriebe. Verbrauch und Emissionen sinken so laut Hersteller um rund zehn Prozent. Im Stadtverkehr kann der Kompaktvan überwiegend elektrisch unterwegs sein.

Wenn unterm Blech schon so viel Neues steckt, dürfen auch optische Makeover und mehr Digitalisierung nicht fehlen. Eine neue Lichtgrafik an Front und Heck prägt künftig das Erscheinungsbild. Stepway und Jogger setzen zusätzlich auf robuste Kunststoffelemente aus teilweise recyceltem Material.

Im Innenraum hält ein 10,1-Zoll-Touchscreen mit Online-Navigation Einzug. Das digitale Kombiinstrument wurde überarbeitet. Neue Assistenzsysteme – darunter ein erweitertes Notbremssystem – sollen Sicherheit und Komfort erhöhen. Auch das Zubehör für Freizeitnutzer wird deutlich erweitert. Dacia positioniert sich allmählich als Lifestylemarke für Otto Normalverbraucher; mit Produkten wie einer 3 mal 3 Meter großen Dachmarkise für Modelle mit Dachträgern. (SP-X)

Keine Beiträge vorhanden