Dacia: Haben mit Spring E-Mobilität revolutioniert

Eine Marke auf Erfolgskurs

Dacia: Haben mit Spring E-Mobilität revolutioniert
Der Dacia Spring sieht durchaus peppig aus. © Dacia

So etwas nennt man eine Erfolgsstory: In einem rückläufigen Marktumfeld konnte die Marke Dacia deutlich zulegen.

Im Vorjahr konnte die Renault-Tochter weltweit 573.800 Fahrzeuge absetzen. Das entspricht einem Wachstum von 6,8 Prozent. Noch besser fiel die Steigerung von Dacia in Deutschland aus. Hier konnte Geschäftsführer Thilo Schmidt zu einem neuen Allzeithoch führen: insgesamt verbuchte die Renault-Tochter im vergangenen Jahr auf dem deutschen Markt mit 60.390 Neuzulassungen einen Zuwachs von fast 50 Prozent.

Entsprechend zufrieden präsentierte Deutschlandchef Schmidt am Donnerstag die Absatzzahlen. Sie weisen für Dacia einen Marktanteil von 2,3 Prozent aus. „Er ist so groß wie nie zuvor“, freut sich Schmidt. In 2021 hatte der Marktanteil noch bei 1,7 Prozent gelegen.

Hoher Privatkundenanteil

Besonders wichtig sei der Anstieg im Privatkundenmarkt gewesen, berichtet Schmidt. So gingen mit 47.761 Einheiten allein 79 Prozent der abgesetzten Fahrzeuge an private Kundinnen und Kunden. „Wir kommen damit auf einen Privatkundenanteil von fünf Prozent. „Damit definieren wir unseren Erfolg“, so der Deutschlandchef.

Dacia-Deutschland-Chef Thilo Schmidt. Foto: Dacia

Mit Blick auf das Modellangebot war im Vorjahr der Dacia Sandero mit 18.500 Einheiten das erfolgreichste Modell. Dahinter folgen der Duster (16.100 Einheiten), der Spring (14.400 Einheiten) und der Jogger mit 9500 Einheiten. Der Jogger indes war erst im Frühjahr auf den Markt gekommen, stand also nur neun Monate im vergangenen Jahr zu Verkauf. Entsprechend hat der Jogger noch reichlich Absatzpotenzial. „Jedes unserer Modelle ist gut dafür, pro Monat mehr als 1000 Einheiten abzusetzen“, sagt Schmidt.

E-Mobilität revolutioniert

Zudem habe man mit einem Modell wie dem Spring die Elektromobilität mit Blick auf den Preis revolutioniert, so der Manager. Der Spring, der nun auch mit mehr Leistung angeboten wird, kostet 22.750 Euro vor Abzug der Kaufprämie. Das überzeugt die Kunden. Ihre Nachfrage bescherte dem Spring einen Elektromarktanteil von 3,1 Prozent; im Wettbewerbsumfeld rangiert er auf Platz acht im Segment aller Elektrofahrzeuge.

Auch wenn Schmidt die Preisgestaltung der Dacia-Modelle nicht als den wichtigsten Grund für die Attraktivität der Marke ansieht, spielt sie für den Erfolg neben dem neuen, moderneren Markenauftritt einen wichtigen Grund. Angesichts der Energiekrise und steigenden Rohstoffkosten steigen die Preise in der Branche deutlich. Viele Hersteller, so hatte Schmidt erst unlängst im Interview mit der Autogazette gesagt, würden sich mit ihrer Preisgestaltung immer weiter von den Kunden entfernen. Bei Dacia ist das nicht der Fall.

Günstige Leasingangebote

Den Dacia Jogger gibt es ab 2023 auch als Hybrid. Foto: Dacia

So verweist Schmidt beispielsweise auf günstige Leasingangebote der Marke. So können die Kundinnen und Kunden beispielsweise einen Jogger ab 169 Euro im Monat leasen, fürs E-Modell Spring werden mindestens 186 Euro fällig. Es sind leistbare Summen in Zeiten, in denen die steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten immer stärker belasten. „Es gibt Menschen, die sich heutzutage kein Auto mehr leisten können“, stellt Schmidt fest.
Dacia indes soll eine erreichbare Marke bleiben – und damit seinen Wachstumskurs fortsetzen, so Schmidt. Er selbst schaut optimistisch ins neue Jahr. Seine Zuversicht schöpft er unter anderen aus den hohen Auftragseingängen, die schon einmal die ersten drei Monate absichern.

Und, wie schauen die Wachstums-Ziele für 2023 aus? Konkret wird Schmidt da nicht. „Wir wollen und werden weiter wachsen.“ Wieder im Bereich von 50 Prozent? Das sicherlich nicht, sagt er, „aber zweistellig soll das Wachstum schon ausfallen“.

Vorheriger ArtikelHyundai Kona: Länger und optisch gefälliger
Nächster ArtikelNeuwagen: Fehlender Mut bei Autofarben
Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

Keine Beiträge vorhanden