Die chinesischen Hersteller steigern in Europa ihren Markanteil auf acht Prozent. In Deutschland sieht die Situation indes nicht so positiv aus.
Chinas Autohersteller haben ihren Marktanteil in Europa im ersten Quartal deutlich gesteigert. Für die ersten drei Monate 2026 errechnet die Unternehmensberatung Inovev einen Wert von 8 Prozent. Das sind zwei Punkte mehr als im Gesamtjahr 2025.
Die Marktbeobachter rechnen damit, dass die chinesischen Hersteller spätestens 2028 einen zweistelligen Anteil erreichen. Für 2030 erwarten sie 12 bis 15 Prozent. Die Zahlen beziehen sich jeweils auf EU plus Vereinigtes Königreich, Schweiz und Norwegen; Volvo wird nicht als chinesische Marke gewertet.
Drei Prozent Marktanteil in Deutschland
In Deutschland lag der Marktanteil chinesischer Hersteller im ersten Quartal nur bei rund 3 Prozent. Insgesamt kamen knapp 22.000 Pkw aus dem Reich der Mitte neu auf die Straße. Im Vereinigten Königreich, Norwegen und Spanien erreichen sie hingegen bereits deutlich zweistellige Quoten – auch aufgrund ihrer starken Präsenz im E-Autogeschäft.
Schaut man sich die aktuellen Zulassungszahlen der einzelnen chinesischen Marken in Deutschland an, kommt BYD mit 19.993 Neuzulassungen nach den ersten fünf Monaten des Jahres auf einen Marktanteil von 1,7 Prozent. Der Zuwachs bei den Zulassungen liegt dabei indes bei 330 Prozent. Mit 12.178 Neuzulassungen kommt MG auf einen Anteil von einem Prozent. Xpeng wird mit 2435 Einheiten mit einem Anteil von 0,2 Prozent ausgewiesen, doch in diesem Jahr will die Marke auch angesichts des Ausbaus der Händlernetzes weiter zulegen.
Leapmotor kommt auf 5740 Neuzulassungen, was einem Anteil von 0,5 Prozent entspricht. Dass es nicht für alle chinesischen Hersteller einen Aufwärtstrend gibt, zeigt Nio: die Marke konnte von Januar bis Mai gerade einmal zwölf Fahrzeuge zur Zulassungen bringen, ein Minus zum Vorjahreszeitraum von 88 Prozent. (FM/SP-X)



