BYD und Co. mit starkem Wachstum in Deutschland

Nio weit abgeschlagen

BYD und Co. mit starkem Wachstum in Deutschland
BYD drängt mit günstigen E-Autos wie dem Dolphin und großzügigen Rabatten in den deutschen Automarkt. © BYD

Lange dümpelten die Absatzzahlen der chinesischen Hersteller in Deutschland vor sich hin. Doch die Zeiten gehen vorbei, die Wachstumsraten sind erstaunlich.

Chinas Autohersteller haben ihre Neuzulassungszahlen in Deutschland innerhalb eines Jahres verdoppelt. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) kamen in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 47.043 Pkw chinesischer Marken neu auf deutsche Straßen. Das sind knapp 23.800 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Damit erreichten sie einen Marktanteil von rund 2 Prozent und rangierten damit in der Nationenwertung nur noch knapp hinter Italien (2,4 Prozent). Zählt man Hersteller wie Smart, Polestar und Lotus zu den chinesischen Marken, kommt man auf 54.868 Neuzulassungen und einen Marktanteil von rund 2,3 Prozent.

MG mit höchsten Zulassungszahlen

Der MG HS wird jetzt auch als Hybrid+ angeboten. Foto: MG

Größte chinesische Marke in Deutschland war in den ersten zehn Monaten MG mit 21.049 Neuzulassungen und einem Plus von knapp 16 Prozent. Allein im Oktober legte MG mit 2788 Neuzulassungen um fast 95 Prozent zu. Damit spielt die einst englische Marke in einer Volumen-Liga mit Suzuki (19.338) und liegt nur noch knapp hinter Porsche (25832).
Es folgten BYD (15.171 Einheiten) und Leapmotor mit 5383 Einheiten. Die Stellantis-Tochter startete in Deutschland erst im vergangenen September, ließ aber bereits etabliertere Marken wie Great Wall Motors (2.314 Einheiten) oder Xpeng (2.214 Einheiten) hinter sich. Mit dem T03, B10 und C10 hat Leapmotor bisher drei Modelle im Angebot.

Bei BYD liegt das Wachstum nach zehn Monaten bei fast 610 Prozent. Im Einzelmonat konnte der weltweit größte Hersteller von New Energy Vehiceln 3335 Fahrzeuge zur Neuzulassung bringen, was einem Zuwachs von knapp über 866 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Mit dem bisherigen Absatz ist BYD zwar nach wie vor weit von dem von Europachefin Stella Li genanntem Absatzziel von 50.000 Einheiten in diesem Jahr entfernt, doch mit dem Ausbau seines Händlernetzes legt die Marke den Grundstein für ein entsprechendes Wachstum im kommenden Jahr. Derzeit hat Deutschlandchef Lars Bialkowski bereits mehr als 120 Händler für die Marke gewinnen können. Mittelfristig sollen es um die 400 Händler werden.

Eine Marke, die indes überhaupt keinen Fuß in Deutschland fasst, ist Nio. Der Hersteller kommt nach zehn Monaten gerade einmal auf 227 Neuzulassungen, eine Minus von fast 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. (mit SP-X)

 

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