Caravan Salon: Eine Branche im Wandel

Kaufverhalten der Kunden ändert sich

Caravan Salon: Eine Branche im Wandel
Vor der ersten Ausfahrt empfiehlt sich bei Campern ein bisschen Pflege. © Dethleffs

Die Deutschen sind nach wie vor an Wohnmobilen und Caravans interessiert. Doch ihr Kaufverhalten ändert sich, wie der „Focus Caravaning Business Report 2025“ zeigt.

Der diesjährige Caravan Salon (noch bis 7. September) in Düsseldorf steht im Zeichen einer sich im Wandel befindlichen Branche. Dies zumindest deutet der „Focus Caravaning – Business Report 2025“ an, den die GSR Unternehmensberatung gemeinsam mit den Marktforschern von MiiOS erstellt hat. Die Studie sieht ein weiterhin hohes Marktpotenzial von rund 19 Millionen Caravaning-Interessierten, doch Zielgruppen und Kaufverhalten verändern sich.

Wer sich für Wohnmobile und Caravans interessiert, ist im Durchschnitt jünger, einkommensstärker und digitalaffiner als die Gesamtbevölkerung. Zudem sind Familien mit drei oder mehr Personen überdurchschnittlich häufig vertreten.

Hoher Frauenanteil bei Kundschaft

Auffällig ist außerdem ein hoher Anteil sogenannter Early Adopter. Der Frauenanteil liegt inzwischen bei über 40 Prozent. Auf rund 50 Prozent gestiegen ist unter den Caravaning-Interessierten der Anteil derjenigen, die auf ökologische Aspekte achten. Mittlerweile geben 40 Prozent an, dass ihnen elektrische Antriebstechnik wichtig seien. Deutlich ist der Trend (+47 Prozent) hin zu kompakten Fahrzeugen wie Campervans und Kastenwagen.

Ebenfalls im Trend sind gebrauchte Wohnmobile. Während Neuzulassungen von Reisemobilen und Wohnwagen zuletzt rückläufig waren (minus 4,6 bzw. 9,8 Prozent), legte der Gebrauchtmarkt kräftig zu: Die Zahl der Besitzumschreibungen stieg um 4,7 Prozent bei Reisemobilen und um 2,7 Prozent bei Wohnwagen.

Damit verschiebt sich das Geschäft zunehmend von Neuwagen zu günstigeren Gebrauchtfahrzeugen. Das trifft vor allem auf Erstkäufer zu, die laut Studie fast 60 Prozent der potenziellen Käufer ausmachen. Für das Jahr 2025 werden rund 100.000 Neuzulassungen erwartet, jedoch doppelt so viele Besitzumschreibungen. Als Gründe für diese Entwicklung werden hohe Preise, steigende Unterhaltskosten und die angespannte Abstellplatzsituation genannt. (SP-X)

Keine Beiträge vorhanden