Die Batterie ist gerade im Winter anfällig. Damit man gut durch die kalte Jahreszeit kommt, sollte man den Akku einem Check unterziehen.
Eine schwache oder gealterte Batterie macht sich häufig erst bei niedrigen Außentemperaturen bemerkbar. Deshalb empfiehlt sich zum Start der kalten Jahreszeit ein Check und gegebenenfalls der Austausch des 12-Volt-Akkus.
Wer die Batterie selbst prüft, sollte nicht direkt nach der Fahrt messen, sondern ein paar Minuten warten. Liegt die Ruhespannung zwischen 12,4 und 12,7 Volt, ist der Akku in Ordnung, Werte unter 12 Volt sprechen für einen Austausch. Auch ohne speziellen Batterietester oder ein Multimeter (ab zirka 15 Euro) ist eine Prüfung möglich: Abblendlicht vor einer weißen Wand einschalten, während der Motor aus ist – wird es rasch deutlich dunkler, fehlt Strom.
Wenn nichts mehr geht, hilft nur noch Starthilfe
Versagt der Akku ganz, hört man beim Starten nur ein müdes Klacken von Anlasser oder Relais. Dann hilft Starthilfe: Zuerst beide Pluspole mit dem roten Kabel verbinden. Danach die schwarze Klemme an den Minuspol des Helferfahrzeugs, die zweite schwarze Klemme an ein blankes Metallteil im Motorraum des Pannenautos klemmen. Anschließend erst das Hilfsfahrzeug starten, dann das liegengebliebene Auto. Läuft dessen Motor, kurz einen starken Verbraucher (etwa das Gebläse oder die Heckscheibenheizung) einschalten, um Spannungsspitzen beim Abklemmen zu dämpfen. Zuerst die schwarzen, dann die rote Verbindung lösen. Eine anschließende kurze Fahrt um den Block lädt nach. Kehrt die Panne wieder, ist ein Batteriewechsel fällig.
Beim Ersatzkauf sollte man sich zunächst über die Bedürfnisse des eigenen Autos informieren. Moderne Fahrzeuge zapfen wegen umfangreicher Elektronik ständig Strom, Start-Stopp-Modelle benötigen zudem speziell ausgelegte Batterien (z. B. EFB/AGM). Orientierung bietet die „European Type Number“ (ETN): Sie bündelt Gehäuseform, Spannung, Kapazität, Kaltstartstrom und Polanordnung – eine identische ETN heißt, dass der neue Akku passt. Im Zweifel hilft ein Blick ins Handbuch.
Der Einbau unterscheidet sich je nach Fahrzeugalter. Bei vielen neueren Modellen muss die neue Batterie im Steuergerät registriert und angelernt werden – ohne Diagnosegerät drohen Fehlfunktionen oder Datenverluste. Im Zweifel also besser die Fachwerkstatt beauftragen. Alte Batterien gehört nicht in die Garage, sondern in den Handel – dieser muss sie zurücknehmen. Meist ist der Neukauf pfandgebunden; das Pfand gibt es bei ordnungsgemäßer Rückgabe zurück. (SP-X)

