Monat für Monat steigen die Zulassungszahlen von Elektroautos: Im April stiegen sie um über 41 Prozent. Damit ist jedes vierte neu zugelassene Fahrzeug rein elektrisch.
Der deutsche Automarkt ist im April leicht um 2,7 Prozent gewachsen. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) wurden im Vormonat insgesamt 249.163 Pkw neu zugelassen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Das Gros der Zulassungen war mit fast 65 Prozent gewerblich, der Rest entfiel auf Privatkunden.
Der Aufwärtstrend bei den Elektroautos setzte sich auch im April fort. Insgesamt wurden 64.350 batterie-elektrische Neuwagen neu zugelassen, was einem Zulassungsanteil von 25,8 Prozent bedeutet. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahresmonat beläuft sich auf 41,3 Prozent. Das ist der höchste Marktanteil seit dem Ende der gewerblichen Elektro-Kaufförderung vor über zweieinhalb Jahren. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 223.980 BEVs neu zugelassen, das entspricht einem Wachstum von 41,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Davon machten internationale Marken rund 43,2 Prozent aus. Der BEV-Marktanteil liegt in Summe der ersten vier Monate 2026 bei 23,6 Prozent.
Immer mehr Privatkunden bei E-Autos
„Privatkunden setzen inzwischen in gleichem Maße auf Elektromobilität wie bisher bereits Flottenkunden: Private BEV-Neuzulassungen sind im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 82,6 Prozent überdurchschnittlich gestiegen“, sagte die Präsidentin des Verbandes Internationaler Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Imelda Labbé. Zuwächse konnten auch Plug-in-Hybride verzeichnen. Mit 27.546 Plug-in-Hybriden kommen sie auf einen Anteil von 11,1 Prozent und einem Zuwachs von 13,3 Prozent.
Mit Blick auf die deutschen Marken konnte Smart mit 260 Prozent den stärksten Zuwachs erzielen. Die reinen Zahlen bleiben im April mit 972 Neuzulassungen aber überschaubar. Zweistellig zulegen konnten auch Mini mit 3441 Neuzulassungen (+23,7 Prozent/Anteil 1,4 Prozent) und Audi (18451/+19,0 Prozent/7,4 Prozent). Einstellige Zulassungssteigerungen entfielen auf Opel (12.241/+6,6 Prozent/4,9 Prozent) sowie Mercedes (23.291/+4,9 Prozent/9,3 Prozent). Einbußen gab es unterdessen für BMW (22.435/-0,5 Prozent/9,0 Prozent), VW (46.101/-6,7 Prozent/18,5 Prozent), MAN (119/-8,5 Prozent/0,0 Prozent), Ford (7786/-18,5 Prozent/ 3,1 Prozent) und Porsche (2330/-26,1 Prozent/0,9 Prozent).
Nach wie vor erfolgreichster Importeur mit mindestens fünfstelligen Neuzulassungszahlen bleibt Skoda (21.192 Pkw) mit einem Plus von 12,2 Prozent und einem Anteil von 8,5 Prozent. Seat (11.771 Pkw) musste indes einen Rückgang von 13,9 Prozent hinnehmen. Mit mehr als 5.000 Neuzulassungen konnten Hyundai (+6,1 Prozent/3,5 Prozent), Renault (+28,7 Prozent/2,2 Prozent), Dacia (+5,6 Prozent/2,2 Prozent) und Peugeot (+2,8 Prozent/2,2 Prozent) zulegen.


