Neuzulassungen 2021 um zehn Prozent eingebrochen

Deutscher Automarkt

Neuzulassungen 2021 um zehn Prozent eingebrochen
Ein Lkw transportiert Fahrzeuge von VW. © dpa

Der deutsche Automarkt musste 2021 deutliche Verluste hinnehmen. So ging die Zahl der Neuzulassungen um über zehn Prozent zurück.

Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Mittwoch mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 2,62 Millionen Autos neu zugelassen. Das waren 10,1 Prozent weniger als im Jahr davor.


Schon 2020 waren die Neuzulassungen aufgrund der Corona-Krise um fast 20 Prozent eingebrochen. In diesem Jahr geht der Rückgang vor allem auf die Lieferengpässe insbesondere bei Elektronikbauteilen zurück.

Eine Millionen Autos weniger seit 2019

Gemessen am starken Vorkrisenjahr 2019, als gut 3,6 Millionen Pkw neu zugelassen wurden, hat der Markt inzwischen rund eine Million Autos eingebüßt. Ausgenommen von der negativen Entwicklung waren unter anderem die alternativen Antriebe. Mehr als jedes zehnte (13,6 Prozent) neu zugelassene Fahrzeug war im vergangenen Jahr ein rein batterie-elektrisches. Fast 356.000 Autos waren laut KBA mit einem entsprechenden Antrieb ausgestattet, 85 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Plug-in-Hybride kamen auf 325.449 Neuzulassungen, ein Plus von über 62 Prozent.

Nach wie vor das beliebteste Segment bleiben die SUVs. Sie kommen auf einen Anteil von 25,4 Prozent. Dahinter folgen die Kompaktklasse (17,5 Prozent), Kleinwagen (14,3 Prozent), Geländewagen (10,7 Prozent) vor der Mittelklasse (10,3 Prozent). Angesichts der hohen Zahl von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben gingen die CO2-Emissionen um 15,1 Prozent auf 118,7 g/km zurück.

VDIK erwartet Erholung

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) geht davon aus, dass sich der Markt im gerade begonnenen Jahr erholen wird. Der VDIK rechnete im Dezember mit etwa drei Millionen neuen Pkw im Jahr 2022, ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum vergangenen.

„Der Pkw-Markt hat im vergangenen Jahr alle überrascht, leider nicht positiv. Statt einer Erholung nach dem Einbruch in der Corona-Krise sanken die Neuzulassungen weiter ab. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 verzeichnen wir insgesamt eine Million Neuzulassungen weniger“, sagte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel. (mit dpa)

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