EU exportiert fast fünf Prozent mehr Autos als 2020

EU exportiert fast fünf Prozent mehr Autos als 2020
Der Nissan Leaf war jahrelang ein Dauerbestseller, hat nun aber an Boden verloren. © Nissan

Corona und Chipmangel haben den Autoherstellern weltweit zugesetzt. Der EU-Exportüberschuss ist mit fast 80 Milliarden Euro aber gestiegen.

Die EU hat ihr Außenhandelsplus bei Automobilen erhöht. Im vergangenen Jahr betrug der Wert der importierten Fahrzeuge laut dem Branchenverband ACEA rund 60,5 Milliarden Euro, exportiert wurden Autos im Wert von knapp 140 Milliarden Euro. Unterm Strich steht ein Plus von 79,5 Milliarden Euro in der Bilanz; gegenüber dem Vorjahr ist dieser Wert um 4,6 Prozent gestiegen. Der Hauptteil des Zuwachses entfällt auf die Pkw: 2021 führten die EU-Staaten Fahrzeuge für knapp 127 Milliarden Euro aus, 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr.


In Sachen E-Auto hat der Hersteller Nissan derweil seinen Pionier-Bonus in Europa eingebüßt. Waren die Japaner 2018 noch in 17 EU-Staaten die volumenstärkste Marke im Segment der Batterie-Autos, liegen sie laut dem Datendienstleister Dataforce nur noch in Lettland und Litauen an der Spitze der Verkaufscharts. Unter anderem wurden sie in Italien von Fiat verdrängt, in Norwegen und im mittlerweile ausgetretenen Vereinigten Königreich überholte sie Tesla.

Fanden sich vor vier Jahren neben Nissan nur noch Renault, VW, Tesla und BMW an der Top-Position in den jeweiligen Ländern, hat sich das Bild nun stärker differenziert. In Belgien etwa liegt Audi vorn, in Polen Kia, in den Niederlanden Peugeot, in der Slowakei Mercedes und in Tschechien Skoda. Die meisten oberen Podestplätze hat mit zehn Tesla inne. (SP-X)

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