TU München zeigt Prototypen vom Elektroauto Mute

Kostengünstiger Kleinwagen

TU München zeigt Prototypen vom Elektroauto Mute
Das Elektroauto Mute der TU München wird auf der IAA präsentiert. © Wilden/TU München

Die Technische Universität stellt auf der IAA einen Elektroauto-Prototypen vor. Sollte der Mute in die Serienfertigung gehen, würde er kostengünstiger als ein Kleinwagen sein.

Das Elektroauto Mute der Technischen Universität (TU) München hat sich vom Forschungsfahrzeug zum fahrbereiten und formvollendeten Prototypen gemausert. Auf der Internationalen Automobilausstellung IAA (15. bis 25. September) steht «ein vollständiges und funktionsfähiges Auto, das die Grundbedürfnisse eines normalen Kunden erfüllt», sagte Prof. Markus Lienkamp vom Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TU München. Die Automobil- und Zuliefererindustrie habe großes Interesse an dem Konzept. Konkrete Produktionspläne gebe es aber noch nicht.

100 Kilometer Reichweite - garantiert

Der 3,55 Meter lange, 1,55 Meter breite und gerade einmal 500 Kilogramm schwere Mute bietet Platz für zwei Personen plus Gepäck und schafft Tempo 120. Der Elektromotor leistet 15 kW/20 PS. Den Strom liefert ein Lithium-Ionen-Akku mit rund 1200 Zellen. Von den Daten her ähnelt der Mute dem am Sonntag vorgestelten Audi urban concept. Außerdem hat der Wagen eine Zink-Luft-Reservebatterie an Bord. Die Entwickler garantieren 100 Kilometer Reichweite pro Akkuladung, also selbst bei Vollgasfahrten mit eingeschalteten Nebenverbrauchern wie den LED-Leuchten oder dem großen Zentraldisplay im Stil eines Tablet-PCs.

Sollte es der Mute eines Tages in die Serienproduktion schaffen, könnten Kunden damit besonders günstig fahren. «Mit der Vollkostenrechnung für den Mute unterbieten wir nach derzeitigem Stand die monatlichen Kosten für einen vergleichbaren Kleinwagen mit Benzinmotor», so Lienkamp. Die Fahrzeugentwicklung finanzierte die TU München weitgehend aus eigenen Mitteln. Für den Bau des Prototypen gab es Geld von der Bayerischen Forschungsstiftung. Außerdem unterstützen 20 Industriepartner das Projekt. (dpa/tmn)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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