Breitreifen im Winter nicht zu empfehlen

Gefahr von Aquaplaning

Breitreifen im Winter nicht zu empfehlen
Breitreifen haben im Winter Nachteile. © ADAC

Wer im Winter mit breiten Reifen unterwegs ist, ist unsicherer unterwegs als mit schmaleren Pneus. Breitreifen erhöhen die Gefahr des Aquaplaning, teilt der TÜV Nord mit.

Für viele Autofahrer ist die Entscheidung bereits getroffen. Doch wer sich bei seinen Winterreifen für besonders breite Exemplare entschieden hat, sollte sich zur kalten Jahreszeit über deren geringere Haftung bewusst sein. Breitreifen am Auto sehen zwar sportlich aus und sind vor allem auf Alufelgen bei Reifenkäufern beliebt.

Nachteile im Winter

Im Sommer erhöhen sie auch die Fahrsicherheit, wie der TÜV Nord erklärt. Denn auf trockenem Asphalt bieten breite Reifen eine bessere Bodenhaftung als schmale Pneus, weil sich das Gewicht des Autos auf eine größere Gummifläche verteilt. Im Winter jedoch haben Breitreifen einige Nachteile.

Zwar sind breite Winterreifen für höhere Geschwindigkeiten zugelassen als schmale Modelle, etwa für 240 statt 190 km/h. Allerdings kommt es mit Breitreifen eher zu Aquaplaning, wenn sichSchneematsch und Wasser auf der Fahrbahn befinden. Der Wagen lässt sich dann nicht mehr steuern. Auch im losen und tiefen Schnee sind schmale Reifen meist besser: Sie fräsen sich tiefer in den Schnee hinein und bieten dann mehr Grip, weil der Druck pro Quadratzentimeter größer ist. Breitreifen geraten schneller ins Rutschen. (dpa/tmn)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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