Alfa Romeo: Voll im Wind

Sondermodelle Luna Rossa

Alfa Romeo: Voll im Wind
Alfa Romeo bietet vier Luna-Rossa-Sondermodelle an. © Alfa

Alfa Romeo legt gleich vier Modellw im Luna-Rossa-Look auf: Dazu gehören der Junior, Tonale, die Giulia und der Stelvio. Namensgeber ist die italienische Rennyacht Luna Rossa, die für den America’s Cup 2027 vor Neapel trainiert.

Luna Rossa heißt auf Deutsch „Blutmond“, wörtlich roter Mond. Und tatsächlich ziehen sich Rot, Schwarz und Grau, Kohlefaser und ungewöhnliche Materialien wie ein roter Faden durch die neuen Sondermodelle. Schon der Name klingt eher nach italienischer Oper als nach nüchterner Regattatechnik. Und nun trägt ihn auch eine ganze Reihe von Alfa Romeo.
Junior, Tonale, Giulia und Stelvio treten als neue Luna-Rossa-Sondermodelle an. Anlass ist die zweite Preliminary Regatta für den America’s Cup vor Neapel. 2027 wird der traditionsreiche Segelwettbewerb erstmals in Italien ausgetragen – ebenfalls unterhalb des Vesuvs.

Mehr als klassisches Sponsoring

Alfa Romeo und das Luna-Rossa-Team arbeiten seit 2025 zusammen. Die Kooperation reicht über klassisches Sponsoring hinaus; Alfa-Ingenieure steuern unter anderem ihre Erfahrungen mit Simulation und virtueller Entwicklung bei.

Weiß, Schwarz, Grau und natürlich Rot bilden die gemeinsame Farbwelt der Sonderedition. Junior und Tonale geben sich modischer, Giulia und Stelvio setzen stärker auf Kohlefaser, Leder und Exklusivität. Beim Junior und Tonale fällt eine eigens entwickelte graue Lackierung auf. Ihr Vorbild sind die Rettungswesten der Luna-Rossa-Crew. Alternativ gibt es Schwarz und Weiß. Eine Linie über der Flanke soll an ein vom Wind gespanntes Tau erinnern, das Alfa-Logo trägt Rot, Anbauteile glänzen schwarz. Der Junior steht auf 18-Zöllern, der Tonale auf 20 Zoll.

Im Innenraum führt Alfa mit beiden Modellen erstmals innerhalb des Stellantis-Konzerns Sitzbezüge in 3D-Knit-Technologie ein. Der Stoff wird mit einem durchgehenden Faden dreidimensional und ohne klassische Nähte gestrickt. Das erinnert eher an moderne Sportbekleidung als an traditionelle Autopolster und reduziert Materialeinsatz und Abfall. Grafiken, Ambientelicht, graue Nähte und rote Akzente holen zusätzlich etwas Segelatmosphäre ins Cockpit.

Vielseitiger Junior

Technisch bleibt der Junior vielseitig. Der Ibrida Luna Rossa kombiniert einen 136 PS starken Turbobenziner mit Elektromotor und kommt auf 145 PS Systemleistung. Der elektrische Junior leistet 156 PS und besitzt eine 54-kWh-Batterie. Beim Tonale reicht die Auswahl vom 175-PS-Hybrid bis zum Plug-in-Hybrid mit 270 PS und elektrifiziertem Allradantrieb. Und aufgrund des Strategiewechsels bei Alfa bleibt auch ein 130 PS starker Diesel im Angebot.

Giulia und Stelvio spielen im Luna-Rossa-Quartett die Eleganz-Karte. Kühlerwappen und Spiegelkappen bestehen aus Carbon, dazu kommen Luna-Rossa-Embleme, rote Alfa-Logos und dunkle Räder. Die Giulia steht auf 19 Zoll, der Stelvio auf mächtigen 21-Zöllern. Bei der Giulia erinnern Seitenschweller und Spoiler zudem an die Quadrifoglio.

Sichtbare Verbindung zum Meer

Innen wird die Verbindung zum Meer handfester. Neben Leder und Kohlefaser verwendet Alfa Econyl, ein vollständig recyceltes Nylon, das unter anderem aus geborgenen Fischernetzen hergestellt wird. Damit war zumindest ein Teil des Innenraums schon auf hoher See, bevor Giulia und Stelvio überhaupt das Werk verlassen.

Der Luna-Rossa-Liner zieht sich über die Sitze, Carbon schmückt Mittelkonsole und Armaturenbrett. Harman-Kardon-Anlage und elektronisch geregeltes Fahrwerk gehören ebenfalls zur Ausstattung. Bei Giulia und Stelvio Luna Rossa in Deutschland setzt Alfa erstaunlicherweise ausschließlich auf Diesel. Der bekannte 2,2-Liter-Vierzylinder leistet wahlweise 118 kW/160 PS oder 154 kW/210 PS. Die schwächere Variante fährt mit Hinterradantrieb, die stärkere verteilt ihre Kraft über alle vier Räder. Eine Achtgangautomatik ist jeweils serienmäßig. (SP-X)

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