Europa auf dem Weg zur Batterie-Großmacht

Europa auf dem Weg zur Batterie-Großmacht
Die Produktionskapazitäten für E-Auto-Batterien sollen massiv steigen © Bosch

Ohne Akku geht beim E-Auto nichts. Für den wachsenden Bedarf ziehen die Hersteller in Europa gewaltige Produktionsstätten hoch.

Europa soll zu einem Zentrum der Batterie-Produktion werden. Zahlreiche Unternehmen haben bereits große Akku-Werke auf dem Kontinent angekündigt: Werden die Pläne realisiert, liegt die Jahresproduktion 2030 bei 1.309 Gigawattstunden, wie Wissenschaftler des Lehrstuhls „Production Engineering of e-Mobility components“ an der RWTH Aachen berechnet haben.


Rund 478 Gigawattstunden entfallen allein auf Deutschland, wo Tesla (200 GWh), Northvolt (60 GWh) und Volkswagen (24 GWh) die ehrgeizigsten Pläne haben. Zum Vergleich: Die weltweite Batterieproduktion für E-Autos betrug 2021 geschätzte 286 GWh. Größter einzelner Hersteller war der chinesische Konzern CATL mit 87,8 GWh vor LG und Panasonic.

Unterdessen hat Nissan angekündigt, ab 2028 Festkörperbatterien für E-Autos zu bauen. Ab 2024 soll im Werk Yokohama eine Pilotanlage starten. Mit Hilfe der neuartigen Akkus sollen die Batteriekosten bis zum Serienstart auf 75 Dollar pro Kilowattstunde sinken, ein Jahr später sollen es 65 Dollar sein. So will Nissan die Anschaffungskosten eines E-Mobils auf Verbrenner-Niveau senken. Aktuell liegen die Kosten für konventionelle Lithium-Ionen-Akkus mit Flüssig-Elektrolyt oberhalb von 100 Dollar je Kilowattstunde. Der japanische Konzern hat in der Allianz mit Renault und Mitsubishi die Federführung bei der Feststoffbatterie-Entwicklung, andere Autohersteller forschen ebenfalls an der Technik. (SP-X)

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