Von Aiways bis Volvo: Fünf interessante E-Autos

Von Aiways bis Volvo: Fünf interessante E-Autos
Die Elektrovariante des Fiat 500. © Fiat

Die Nachfrage nach Elektroautos steigt. Mittlerweile kommen auch immer mehr Modelle auf den Markt. Wir stellen fünf Stromer von Aiways, Ford, Fiat, Mercedes und Volvo vor.

Wer in diesen Monaten nach einem Elektroauto sucht, der sieht sich einem steigenden Angebot an Modellen gegenüber. Zwar ist das Angebot an Kleinwagen noch sehr überschaubar, dafür nimmt das Angebot in der Kompakt-, Mittel- und Oberklasse zu.


Dabei nehmen Hersteller wie Ford beispielsweise Anleihen an der Tradition und haben ihren Stromer als Mustang Mach-E auf den Markt gebracht. Wir haben für Sie fünf Modelle ausgewählt und stellen sie vor.

Ford Mustang Mach-E

Bei seinem ersten E-Auto hat Ford auf‘s Pferd gesetzt. Das Crossover-Coupé sortiert sich selbst in die wilde Muscle-Car-Ahnenreihe ein und unterstreicht das mit einem gnadenlos sportlichen Charakter. Wer eine bequeme SUV-Reiseschaukel sucht, ist hier definitiv falsch – der straff abgestimmte MIttelklässler stellt vor allem die längs- und querdynamischen Vorzüge der E-Mobilität in den Vordergrund – besonders in der bis zu 487 PS starken „GT“-Ausführung.

Aber auch schon das 269 PS starke Basismodell (ab 46.900 Euro) hängt beim Ampelstart die meisten konventionellen Sportwagen ab. Wem das alles viel zu dynamisch ist: Die zivileren Ford-Stromer stehen schon in den Startlöchern.

Mercedes EQS

Das Heck des Mercedes EQS mit seiner kleinen Abrisskante am Heck. Foto: Daimler

Fahrkomfort zählt seit jeher zu den Stärken von Mercedes. So passt es, dass auch das E-Auto-Flaggschiff der Marke diese Tugend hochhält. Das sanfte, aber keinesfalls weiche Fahrwerk, gepaart mit dem vibrationsfreien und geräuscharmen Antrieb hebt die Oberklasselimousine EQS selbst im direkten Vergleich mit der konventionellen S-Klasse auf ein neues Niveau.

Die fließenden Formen und ein ausgeklügeltes Aerodynamik-Konzept sorgen zusammen mit der extra großen Batterie für hohe Langstreckentauglichkeit. Der lange Radstand, ein riesiges Display im Cockpit und weitere Bildschirme für den Fond sorgen derweil für Bequemlichkeit und Unterhaltung. Mit einem Startpreis von 106.400 Euro ist der Elektro-Gleiter zwar kein Schnäppchen, aber auch nicht mehr viel teurer als die konventionelle S-Klasse. Wer weniger investieren will, zahlt rund 2.700 Euro im Monatsabo.

Volvo XC40

Der Volvo XC40 wird als Allradler als auch als Fronttriebler angeboten. Foto: Volvo

Ein rasanter Kavalierstart in einem Volvo? Eher ungewöhnlich und auch meist nicht besonders beeindruckend. Außer, man sitzt im elektrischen XC40 Recharge Twin. Das Kompakt-SUV sieht aus wie ein ganz harmloser Alltags-Crossover, wird beim Tritt auf das Gaspedal aber zur Rakete, die an der Ampel nicht nur auf den ersten Metern kaum einzuholen ist.

Als reifer Erwachsener testet man das Potenzial von 660 Nm Drehmoment ab dem ersten Millimeter Reifenweg natürlich nicht aus, freut sich aber darüber, dass man es jederzeit könnte. Wer immer noch denkt, E-Mobilität wäre eine lahme Angelegenheit, sollte sich einmal an das Steuer dieses Wolfs im Schafspelz setzen. Ob man den immerhin 56.200 Euro teuren Kauf in Betracht ziehen muss, oder ob nicht die 10.000 Euro günstigere, aber auch schwächere Single-Motor-Variante reicht, kann man dann immer noch entscheiden.

Fiat 500e

Die erste Generation des elektrischen Fiat 500 war noch ein Geheimtipp. Nummer zwei hat sich umgehend in die Spitzengruppe der besten City-Stromer gefahren. Das schicke Design der konventionellen Modelle wurde vorsichtig, aber wirkungsvoll modernisiert, Batterie- und Ladesystem sauber an die Anforderungen angepasst.

Vor allem der halbwegs realistische Normverbrauch von knapp 12 Litern überzeugt, genauso die daraus und aus dem nur 37,3 kWh großen Akku resultierende Reichweite von 321 Kilometern. Ein flotter Bordlader und ein Schnellladeanschluss sorgen dafür, dass der Kleinstwagen auch für Laternenparker ohne regelmäßige private Lademöglichkeit eine Option ist. Dass der Lifestyle-Stromer mit Preisen ab rund 31.000 Euro kein Schnäppchen ist, kennt man so auch schon von den ebenfalls selbstbewusst eingepreisten konventionellen Varianten.

Aiways U5

Der Aiways U5 ist optisch ansprechend gestylt. Foto: Aiways

Noch sind chinesische E-Autos hierzulande eine Seltenheit. Wieso sich das bald ändern dürfte, zeigt der Aiways U5. Denn das große Kompakt-SUV hat viele typische Vorzüge der fernöstlichen Stromer: Günstige Preise (ab 39.100 Euro), einen frischen Ansatz beim Design und taugliche Technik, die unter anderem 400 Kilometer Reichweite ermöglicht. Große Fehler leistet sich der sehr geräumige Fünfsitzer nicht, wenn man vom fehlenden Feinschliff im Detail absieht.

Als Schwäche könnte sich allenfalls das Vertriebssystem herausstellten – denn verkauft wird der U5 nicht wie in Deutschland gewohnt über einen Autohändler, sondern in Elektronik-Fachmärkten. Der Service erfolgt bei einer Werkstattkette. In Kombination mit der relativ neuartigen Antriebstechnik und dem fernen Firmensitz dürfte das den einen oder anderen Kunden abschrecken. Für andere könnte gerade das den Reiz ausmachen – denn mit einem Aiways zählt man antriebs- und vertriebstechnisch zur Avantgarde. (SP-X)

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