Als einziger Großserienhersteller vertraut Ahorn Camp auf den neuen Renault Master als Basisfahrzeug. Drei Linien stehen zur Auswahl.
Der Pfälzer Reisemobil-Hersteller Ahorn Camp steht weiter auf dem Gaspedal. Und deshalb präsentiert Alexander Reichmann, Geschäftsführer des 1991 gegründeten und immer noch familiengeführten Unternehmens, zum Düsseldorfer Caravan-Salon (28. August bis 6. September) ein kleines Neuheiten-Feuerwerk. Alle Varianten des auf zwei Camper-Vans, sieben Teilintegrierte und drei Alkoven-Fahrzeuge angewachsenen Produktportfolios haben die gleiche Basis: den Renault Master. Der französische Transporter, dessen vierte Generation 2024 an den Start ging, ist das aktuell modernste Wohnmobil-Chassis auf dem Markt und für Alexander Reichmann der Erfolgsgarant. „Wir sind die Alternative zu den Stellantis- und Ford-Fahrzeugen“, sagt er.
Tatsächlich sorgt allein schon die markante, wuchtige Frontpartie des Renaults für einen stattlichen Auftritt der Reisemobile und macht die Ahorn-Fahrzeuge, egal ob Camper-Van oder Alkoven, zu echten Hinguckern. Die 2,0-Liter-Dieselmotoren erweisen sich auf ersten Testrunden laufruhig und verhältnismäßig leise. Serienmäßig ist in allen Modellen die 130-PS-Version des Selbstzünders an Bord. Optional sind Ausbaustufen mit 150 und 170 PS erhältlich, ebenso wie die für mehr Fahrkomfort sorgende Neun-Stufen-Wandler-Automatik von ZF.
Zwei Kompakte der Sechs-Meter-Klasse
Neu ins Rennen schickt Ahorn Camp zwei sechs Meter lange Kompaktfahrzeuge. Der Teilintegrierte T590 ist ein auf zwei Personen ausgelegtes Fahrzeug mit einem Längsdoppelbett im Heck und einem seitlich daneben platzierten WC-Duschraum, der erstaunlich geräumig ist. Die vordere Sitzgruppe mit L-Bank lässt sich zur Not noch in ein drittes Bett umbauen. Beim gleichlangen Alkoven-Modell A595 können sogar vier Personen bequem übernachten: zwei im Erker über dem Fahrerhaus und zwei ganz hinten im Quer-Doppelbett. Der Teilintegrierte wird ab 59.900 Euro angeboten, der Alkoven kostet 500 Euro mehr.
Am anderen Ende der Längenskala haben die Pfälzer ebenfalls etwas Neues zu bieten. So werden in der Teilintegrierten-Baureihe die 7,48 Meter langen Modelle TE740 mit Einzelbetten und Lounge-Sitzgruppe sowie TQ740 mit Queensbett um eine weitere Variante mit Längskojen erweitert, die im TL740 aber mit einer L-Sitzbank kombiniert werden. Preislich unterscheiden sich die drei Reisemobile nicht. Sie sind alle ab 65.900 Euro zu haben.
Mit zwei neuen Sonder-Editionen teilt Ahorn seine Modellpalette quasi in drei Klassen ein. Speziell für das Vermietgeschäft und Familien führt das Unternehmen aus Speyer die leicht abgespeckte Einsteiger-Serie Move ein. Gegenüber den Serienversionen bedeutet das eine Preisersparnis von rund 5000 Euro. Am anderen Ende der Preisskala ordnet sich die Eclipse-Edition ein, die sich mit schwarz lackiertem Fahrerhaus und diversen Annehmlichkeiten präsentiert. Der Aufpreis liegt bei etwa 4500 Euro. (SP-X)



