Die Sommerferien lassen auf sich warten, die nächsten Staus nicht. Reisende müssen sich laut der ADAC-Stauprognose am Wochenende auf viele Verzögerungen einstellen.
Wer am kommenden Wochenende mit dem Auto unterwegs ist, braucht Geduld. Obwohl die Sommerferien in Deutschland noch nicht begonnen haben, rechnet der ADAC zwischen Freitag und Sonntag mit zahlreichen Staus auf den Fernstraßen. Ausflügler, Kurzurlauber, mehrere Großveranstaltungen und rund 1000 Autobahnbaustellen dürften vielerorts für zähfließenden Verkehr sorgen.
Besonders am Samstagvormittag erwartet der Verkehrsclub eine hohe Belastung auf den Strecken zu beliebten Ausflugszielen. Vor allem die Verbindungen in Richtung Alpen, Küstenregionen, Mittelgebirge und Seen könnten sich zeitweise zusetzen. Hinzu kommen zahlreiche Rückreisende, die am Samstag- und Sonntagabend für zusätzlichen Verkehr auf den Heimreiserouten sorgen.
Großveranstaltung sorgen für starken Verkehr
Für Engpässe sorgen nicht nur Urlauber. Am Lausitzring gastiert am Wochenende die Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM), was insbesondere auf der A13 zwischen Dresden und Berlin zu einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen führen dürfte. Auch das Hurricane Festival in Niedersachsen wird die An- und Abreisewege rund um Scheeßel belasten.
Am Sonntag könnten zudem Fahrradsternfahrten in mehreren Großstädten für Einschränkungen sorgen. In Hamburg, Stuttgart und Köln sind zeitweise Straßensperrungen geplant, die sich auch auf das Umland auswirken können.
Besonders staugefährdete Autobahnen
• A1 Fehmarn – Hamburg – Bremen – Köln
• A2 Oberhausen – Hannover – Magdeburg
• A3 Arnheim – Köln – Frankfurt sowie Passau – Linz
• A4 Aachen – Köln – Olpe sowie Chemnitz – Dresden – Görlitz
• A5 Kassel – Frankfurt sowie Karlsruhe – Basel
• A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
• A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel sowie Ulm – Füssen/Reutte
• A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
• A9 Berlin – Halle/Leipzig
• A10 Berliner Ring
• A13 Dresden – Schönefelder Kreuz
• A23 Hamburg – Heide
• A99 Autobahnring München
Auch jenseits der deutschen Grenzen müssen Reisende mit längeren Fahrzeiten rechnen. Besonders betroffen sind die wichtigen Urlaubsrouten durch Österreich, die Schweiz und Norditalien. Auf der Brennerautobahn kommt erschwerend hinzu, dass die Sanierungsarbeiten an der Luegbrücke weiterhin den Verkehrsfluss beeinträchtigen. Auch die Gotthard-Route in der Schweiz dürfte zu den bekannten Nadelöhren zählen.
Um Ausweichverkehr durch Ortschaften zu verhindern, greifen in mehreren Regionen erneut Abfahrtssperren. Betroffen sind unter anderem Strecken im Allgäu, im Raum Rosenheim sowie rund um Garmisch-Partenkirchen. Wer flexibel planen kann, sollte die verkehrsreichsten Zeiten am Samstagvormittag sowie die Rückreisewellen am Wochenende möglichst meiden.



