Die Preise für Benzin und Diesel steigen innerhalb einer Woche kräftig. Super E10 verteuert sich um 7,6 Cent, Diesel sogar um fast neun Cent je Liter.
Die Autofahrer in Deutschland müssen an den Tankstellen erneut deutlich tiefer in die Tasche greifen. Nach der aktuellen Wochen¬auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 bundesweit durchschnittlich 2,259 Euro. Gegenüber der Vorwoche entspricht das einem Anstieg um 7,6 Cent.
Noch stärker kletterte der Dieselpreis. Für einen Liter werden derzeit im bundesweiten Mittel 2,321 Euro fällig – fast neun Cent mehr als noch vor einer Woche.
Ölpreis ist angestiegen
Für den neuerlichen Preissprung gibt es nach Einschätzung des ADAC durchaus einen nachvollziehbaren Grund: Der Ölpreis ist gestiegen. Ein Barrel der Rohölsorte Brent kostet derzeit knapp 100 US-Dollar. Doch damit lässt sich das aktuelle Preisniveau an den Zapfsäulen nach Ansicht des Automobilclubs nur teilweise erklären.
Besonders beim Super E10 sieht der ADAC Klärungsbedarf. Der Preis erreicht immer neue Höchststände, obwohl der Rohölpreis noch deutlich von früheren Rekordwerten entfernt ist. Auch der Euro-Dollar-Wechselkurs könne die aktuelle Entwicklung nicht vollständig erklären. Für die Verbraucher sei diese Entwicklung nur schwer nachzuvollziehen. Der ADAC fordert deshalb mehr Transparenz bei der Preisbildung. Die Preisentwicklung müsse entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachvollziehbarer werden.
Autofahrer können zumindest beim Tankzeitpunkt Einfluss auf ihre Ausgaben nehmen. Der ADAC empfiehlt, möglichst kurz vor 12 Uhr zu tanken. Nach Beobachtung des Automobilclubs sind die Preise zu diesem Zeitpunkt im Tagesverlauf meist am niedrigsten. Rund um 12 Uhr steigen sie deutlich und gehen anschließend im Laufe des Tages wieder langsam zurück.


