In welchem Bundesland ist der Sprit besonders teuer, in welchem besonders günstig? Dieser Frage ist der ADAC in seiner aktuellen Auswertung nachgegangen und hat deutliche Preisunterschiede festgestellt.
Die Fahrt an die Tankstelle ist in Berlin und Brandenburg besonders teuer. Das geht aus der aktuellen ADAC-Auswertung der Kraftstoffpreise in den 16 deutschen Bundesländern hervor. Dabei verzeichnet Brandenburg die höchsten Benzinpreise, während Berlin beim Diesel die Spitze anführt. Im Gegensatz dazu sind die Preise im Saarland für Benzin und in Rheinland-Pfalz für Diesel am günstigsten.
Die Preisunterschiede zwischen den Bundesländern sind erheblich. Ein Liter Super E10 kostet im Saarland durchschnittlich 1,606 Euro, während in Brandenburg 1,688 Euro fällig werden – eine Differenz von 8,2 Cent. Beim Diesel ist der Unterschied noch größer: In Rheinland-Pfalz zahlt man im Schnitt 1,533 Euro pro Liter, in Berlin hingegen 1,629 Euro, was einer Differenz von 9,6 Cent entspricht.
Höchster Dieselpreis in Berlin
Besonders auffällig ist, dass Berlin, normalerweise aufgrund seiner hohen Bevölkerungs- und Tankstellendichte ein eher günstiges Bundesland, derzeit die höchsten Dieselpreise aufweist. Dies verdeutlicht das Potenzial für niedrigere Preise bei diesem Kraftstoff. Zudem ist die Differenz zwischen Super E10 und Diesel in Berlin mit nur rund zwei Cent besonders gering, während sie in anderen Bundesländern zwischen sechs und über zehn Cent liegt.
Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen und gezielt dort zu tanken, wo es am günstigsten ist. Das stärkt den Wettbewerb zwischen den einzelnen Anbietern.
Beim Tanken Uhrzeit beachten
Der Automobilclub rät zudem dazu, bei der Fahrt an die Tankstelle die Uhrzeit zu berücksichtigen. Wer in den Urlaub fährt, sollte am besten abends tanken, da die Preise dann rund 13 Cent niedriger sind als morgens.
An Autobahntankstellen zahlt man im Schnitt über 40 Cent mehr pro Liter als abseits der Autobahn, weshalb es sich lohnt, die nächste Ausfahrt zu nehmen und eine nahegelegene Tankstelle aufzusuchen. Für seine Erhebung hat der ADAC die Preisdaten am 14. August von mehr als 14.000 Tankstellen ausgewertet und den 16 Bundesländern zugeordnet.


