Merecedes führt Liste der Rückrufe an

Rückrufdatenbank des ADAC

Merecedes führt Liste der Rückrufe an
Der CLA ist der große Hoffnungsträger bei Mercedes. Er wird als E-Version und als Hybrid auf den Markt kommen. © Mercedes

Die Hersteller rufen immer mehr Autos zurück in die Werkstätten. Allein im vergangenen Jahr gab es 532 solcher Rückrufe, wie der ADAC mitteilte. Allein 45 davon entfallen auf Mercedes.

Die Zahl der Rückrufe hat sich in den zurückliegenden Jahren deutlich erhöht. Gab es im Jahr 2010 noch 185 solcher Aktionen, registrierte der ADAC im vergangenen Jahr insgesamt 532. Nach der Auswertung des ADAC gab es die meisten einzelnen Aktionen im vergangenen Jahr mit 45 bei Mercedes-Benz. Zuletzt musste Mercedes den neuen CLA zurückrufen.

Die meisten Fahrzeuge betraf ein Rückruf von BMW: Rund 136.000 Autos mussten wegen eines Fehlers am Anlasser in die Werkstatt. Insgesamt ist die Zahl der betroffenen Fahrzeuge zuletzt kräftig gestiegen. 2024 zählte der ADAC insgesamt 2,84 Millionen Autos, bei denen nachgebessert werden musste. Das entspricht einem Plus von 48 Prozent gegenüber 2023.

Modellvielfalt gewachsen

Als Gründe für die Entwicklung sehen die Experten mehrere Faktoren. So seien Fahrzeugbestand und Modellvielfalt in den vergangenen Jahren gewachsen, zudem habe sich die Herstellerlandschaft verändert – mit mehr Marken und Baureihen, insbesondere aus Asien. Hinzu komme die zunehmende technische Komplexität in den Fahrzeugen, die das Fehlerpotenzial erhöhe. Gleichzeitig hätten sich Entwicklungszyklen verkürzt. Teils lägen zwischen zwei Modellgenerationen nur noch etwa fünf Jahre.

Einzelne Großaktionen treiben die Statistik zusätzlich nach oben. Beispiele sind der Dieselskandal und die Takata-Airbags, durch die in Deutschland jeweils mehrere Millionen Fahrzeuge zurückgerufen wurden. Positiv bewertet der ADAC, dass Hersteller heute offener mit Rückrufen umgingen und auch kleinere Mängel ab Werk korrigierten. Rückrufe seien vor allem eine Maßnahme der Qualitätssicherung, die Verkehrsteilnehmer schütze und Fahrzeughalter vor Wertverlust bewahre. Der Club empfiehlt deshalb, Rückrufaufforderungen grundsätzlich wahrzunehmen.

Wie der ADAC feststellte, würden die Autobauer dem Thema Rückrufe heute offener gegenüberstehen. So wurden Autos früher nur bei gravierenden Mängeln zurückgerufen, da die Hersteller einen Imageschaden befürchteten. Heute werden auch kleinere Fehler ab Werk über Rückrufe behoben. Der ADAC sieht in den Rückrufaktionen in erster Linie eine Qualitätssicherungsmaßnahme: Sie schützt alle Verkehrsteilnehmer vor unsicheren Fahrzeugen und die Eigentümer der Fahrzeuge vor ungewolltem Wertverlust. Deshalb rät der ADAC den Besitzern betroffener Fahrzeuge auch dazu, Rückrufe immer wahrzunehmen. (FM/SP-X)

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