Der Feiertag am 1. Mai sorgt auf den Autobahnen für eines der staureichsten Wochenenden des Frühjahrs. Bereits ab Donnerstag rechnet der ADAC mit starkem Reiseverkehr.
Das verlängerte Wochenende rund um den Tag der Arbeit sorgt in diesem Jahr erneut für ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen. Zum Feiertag am Freitag (1. Mai) nutzen viele Menschen die freie Zeit für Kurzurlaube, Ausflüge oder Familienbesuche. Der ADAC rechnet deshalb bereits ab Donnerstagnachmittag mit sehr starkem Verkehr. Erfahrungsgemäß gehört der Tag vor dem Maifeiertag zu den staureichsten des Jahres.
Besonders hoch ist die Staugefahr auf den Hauptreiserouten in Richtung Süden, zu den Alpen und an die Küsten sowie in andere beliebte Ausflugsregionen. Vor allem am Donnerstagnachmittag und -abend sowie am Freitagvormittag müssen Autofahrer mit teils erheblichen Verzögerungen rechnen. Auch im Umfeld größerer Städte und Veranstaltungsorte dürfte sich das Verkehrsaufkommen deutlich erhöhen.
Verkehr auch durch Frühlingsfeste
Zusätzliche Belastungen bringen zahlreiche Frühlingsfeste mit sich. In Stuttgart sorgt der Cannstatter Wasen noch bis zum 10. Mai für verstärkten Besucherverkehr und hohen Parkdruck. Ähnliche Effekte sind auch in anderen Städten zu erwarten. Am Sonntag, setzt insbesondere am Nachmittag Rückreiseverkehr ein. Vor allem Tagesausflügler und Kurzurlauber dürften dann die Autobahnen wieder stärker belasten.
Für eine leichte Entlastung sorgt an den Hauptreisetagen ein Lkw-Fahrverbot. Sowohl am Feiertag selbst als auch am Sonntag dürfen Lastwagen nicht fahren, wodurch sich die Verkehrssituation auf einzelnen Strecken etwas entspannen könnte.
Auf diesen Strecken ist mit Staus zu rechnen
• A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück; Euskirchen – Köln
• A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
• A3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt; Linz – Passau
• A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe; Chemnitz – Dresden – Görlitz
• A5 Karlsruhe – Basel; Kassel – Frankfurt
• A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
• A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel; Ulm – Füssen/Reutte
• A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
• A9 Berlin – Halle/Leipzig
• A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
• A44 Dortmund – Kassel
• A45 Dortmund – Hagen – Gießen
• A61 Mönchengladbach – Koblenz
• A81 Singen – Stuttgart
• A96 München – Lindau
• A99 Autobahnring München
Bei sehr hohem Verkehrsaufkommen können in Süddeutschland erneut Abfahrtssperren aktiviert werden. Betroffen sein könnten unter anderem Abschnitte der A7 im Landkreis Ostallgäu, der A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach sowie die A93 im Inntal. Auch auf den Bundesstraßen B2 und B23 rund um Garmisch-Partenkirchen sind Einschränkungen möglich. In Österreich sind derzeit keine Abfahrtssperren vorgesehen, eine kurzfristige Einführung ist jedoch nicht ausgeschlossen.
Angespannte Verkehrslage auch im Ausland
Auch im benachbarten Ausland bleibt die Verkehrslage angespannt. In Österreich sorgen vor allem Baustellen auf der A10 Tauern-Autobahn, der A12 Inntal-Autobahn sowie der A13 Brenner-Autobahn für Verzögerungen. In der Schweiz gelten die Autobahnen A1, A2 und A3 als besonders belastet, in Italien vor allem die Brennerroute A22 sowie mehrere alpine Täler.
Zusätzlicher Reiseverkehr wird zudem durch das Ende der Maiferien in den Niederlanden am 3. Mai, das Ferienende in Teilen Frankreichs und laufende Schulferien in einzelnen Schweizer Kantonen erwartet. Wegen der bestehenden Grenzkontrollen kann es bei der Einreise nach Deutschland weiterhin zu Wartezeiten kommen.

