Gebrauchter Kindersitz: Blindkauf nicht zu empfehlen

Gebrauchter Kindersitz: Blindkauf nicht zu empfehlen
Gebrauchte Kindersitze sollten nach Schäden wie diesen geprüft werden. © ADAC/Andreas Ratzek

Der Kauf eines guten Kindersitzes kann teuer sein. Doch nicht alle Eltern können es sich leisten, einige hundert Euro auszugeben. Wer nach einem gebrauchten Sitz schaut, sollte aber einiges beachten.

Sicherheit kostet Geld. Das ist auch bei einem Kindersitz nicht anders. Wer Geld sparen will, der kann einen Kindersitz für das Auto aber auch gebraucht kaufen. Um keine Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen, muss man aber einige wichtige Punkte beachten. Darauf weist der ADAC hin.

Eltern sollten zunächst einige Grundinformationen wie Alter und Zustand prüfen, rät der Automobilclub. Ein gut gepflegter Sitz ist oft viele Jahr nutzbar. Modelle, die bereits in einen Unfall verwickelt waren oder auf den Boden gefallen sind, sollte man jedoch nicht weiter nutzen. Manchmal ist das an kleinen Rissen, Brüchen, Quetschspuren oder Ausfransungen zu erkennen. Auf solche Angebote sollten Autofahrer nicht eingehen. Der ADAC weist darauf hin, dass selbst kleine, fast unsichtbare Beschädigungen dafür sorgen können, dass sich der Sitz bei einem Unfall löst. Im schlimmsten Fall kann das lebensgefährlich sein..

Materialien genau prüfen

Kaufinteressenten sollten neben Schale und Gurtschloss auch Bezugsstoffe und Gurtpolster prüfen. Einfache Verschmutzungen können ausgewaschen werden, Risse oder Löcher sollten aber nicht zu finden sein. Ein Austausch ist nicht einfach: Laut Gesetzgeber dürfen Kindersitze nur mit dem originalen Sitzbezug des Herstellers genutzt werden. Auch die Gurtverstellung muss noch funktionieren, nach Anziehen muss der Gurt in Position bleiben und darf sich nicht mit der Zeit von allein lockern.

Generell rät der ADAC vor dem Kauf eines neuen oder gebrauchten Sitzes zu einer Probemontage im eigenen Auto. Auch der Nachwuchs sollte testweise Platz nehmen. Ein Blindkauf sei nicht empfehlenswert. Bei Isofix-Systemen kann im Vorfeld über den Hersteller geprüft werden, ob der Sitz zur vorhandenen Basisstation passt. Nicht jeder Sitz passt automatisch auf die Isofix-Halterung, selbst dann nicht, wenn er vom gleichen Hersteller stammt. (AG/SP-X)

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