Autofahrer brauchen am kommenden Wochenende starke Nerven. Der Ferienbeginn in sechs weiteren Bundesländern sowie zahlreiche Urlauber aus dem In- und Ausland lassen den Reiseverkehr deutlich anschwellen.
Mit dem Ferienbeginn in sechs weiteren Bundesländern rollt am ersten Juli-Wochenende die nächste große Reisewelle über Deutschlands Autobahnen. Autofahrer müssen sich vom 3. bis 5. Juli auf erheblich mehr Verkehr und längere Verzögerungen einstellen. In Niedersachsen, Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen beginnen die Sommerferien, während Urlauber aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland bereits unterwegs sind. Zusätzlich sorgt der Ferienstart in mehreren Nachbarstaaten für ein weiter steigendes Verkehrsaufkommen.
Ab Freitagnachmittag geht’s los
Nach Einschätzung des ADAC wird der Reiseverkehr bereits am Freitagnachmittag deutlich anziehen. Vor allem die Fernstraßen in Richtung Süden sowie die Verbindungen zur Nord- und Ostsee werden stark belastet sein. Am Samstagvormittag dürfte schönes Wetter zusätzlich viele Tagesausflügler in Richtung Alpen, Mittelgebirge, Seen und Küsten locken. Mit erhöhtem Rückreiseverkehr aus den Naherholungsgebieten ist vor allem am Samstag- und Sonntagabend zu rechnen.
Neben dem Ferienreiseverkehr wirken sich auch mehrere Großveranstaltungen auf die Verkehrslage aus. Rund um den Norisring in Nürnberg ist wegen des DTM-Rennens von Freitag bis Sonntag mit hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Ebenfalls für volle Straßen sorgen Musikfestivals wie das Splash!-Festival in Ferropolis bei Leipzig. Im Ruhrgebiet kann die Fahrradsternfahrt am Samstag zeitweise Sperrungen und Verkehrsbehinderungen verursachen. Zusätzlich erschweren bundesweit rund 1.050 Autobahnbaustellen eine zügige Fahrt und erhöhen das Staurisiko.
Diese Strecken sind besonders staugefährdet
• A1 Köln – Dortmund – Münster – Bremen – Hamburg – Lübeck
• A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Berliner Ring
• A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt sowie Passau – Linz
• A5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel
• A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
• A7 Hamburg – Hannover – Kassel sowie Ulm – Füssen/Reutte
• A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
• A9 Berlin – Halle/Leipzig – Nürnberg – München
• A10 Berliner Ring
• A24 Hamburg – Berliner Ring
• A81 Singen – Stuttgart
• A93 Inntaldreieck – Kufstein
• A95 München – Garmisch-Partenkirchen
• A99 Autobahnring München
Auch auf den wichtigsten Urlaubsrouten im Ausland ist Geduld gefragt. In Österreich gelten die Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn sowie die Fernpass-Route als Stauschwerpunkte. An der Luegbrücke auf der Brennerautobahn kommt es wegen laufender Sanierungsarbeiten weiterhin zu Einschränkungen. In der Schweiz bleibt die Gotthard-Route der größte Engpass, hinzu kommen stark belastete Autobahnen im Raum Bern, Zürich und Chur. In Italien müssen Reisende insbesondere auf der Brennerautobahn sowie auf den Zufahrten nach Mailand und Genua mit stockendem Verkehr rechnen. An den deutschen Grenzen können die bestehenden Grenzkontrollen ebenfalls für Wartezeiten sorgen.
Um zu verhindern, dass Ausweichverkehr durch Ortschaften rollt, werden auf verschiedenen Strecken Abfahrten gesperrt. Betroffen sind unter anderem die A7 im Landkreis Ostallgäu, die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach sowie die A93 und die Bundesstraßen B2 und B23 im Raum Garmisch-Partenkirchen. Auch in Tirol bleiben an Samstagen, Sonn- und Feiertagen zahlreiche Landesstraßen für den Ausweichverkehr gesperrt.



