9. Februar 2010

Fahrbericht Volvo S 60 Frischer Wind in Mittelklasse

Der Volvo S60.
Der Volvo S60. © Volvo

Volvo stellt auf dem Autosalon in Genf den neuen S 60 vor. Die Mittelklasse-Limousine soll ab dem Sommer beim Händler stehen.




Für frischen Wind in der automobilen Mittelklasse sorgt ab Sommer 2010 der neue Volvo S60, der auf dem Genfer Autosalon (4. bis 14. März) seine Weltpremiere feiert. Der Wettbewerber von Audi A4, Mercedes C-Klasse und BMW 3er soll im belgischen Gent vom Band laufen, Volvo rechnet mit einer Jahresproduktion von 90 000 Einheiten.


Fließende Formen

Außerlich zeichnet sich der Viertürer vor allem durch seine weichen und fließenden Formen und die coupéhafte Dachlinie aus. An der Front prangt ein großer Gitter-Kühlergrill und ein dreigeteilter Lufteinlass. Die großen Scheinwerfer in Klarglasoptik geben den Blick auf zwei Leuchten frei,
außerdem finden sich noch kleine Lichter zwischen Kühlergrill und Hauptscheinwerfern. Das Heck gibt sich knackig kurz. Die gegenläufig öffnenden Türen der Studie S60 Concept sind verschwunden.

Die Motorenpalette umfasst zum Marktstart zwei Benzinmotoren, einen 149 kW/203 PS starken 2,0-Liter-Vierzylinder mit Direkteinspritzung und einen 3,0-Liter-Sechszylinder mit 224 kW/304 PS. Der große Ottomotor wird serienmäßig mit einer Sechsgangautomatik und Allradantrieb ausgeliefert. Im Laufe des Jahres soll der 2,0-Liter-Motor auch in einer Version mit 176 kW/240 PS zur Verfügung stehen. Außerdem sind zwei 1,6-Liter-Direkteinspritzer mit 132 kW/180 PS und 110 kW/150 PS geplant. Alle 2,0-Liter- und 1,6-Liter-Versionen können mit einem Sechsgangschaltegetriebe oder mit einem Doppelkupplungsgetriebe geordert werden. Auf der Dieselseite stehen von Anfang an zwei Fünfzylinder mit 151 kW/205 PS oder 120 kW/163 PS parat. Später soll es auch noch einen 1,6-Liter-Selbstzünder mit 85 kW/115 PS geben, der lediglich 4,3 Liter Diesel je 100 Kilometer verbrauchen soll.

Viel Wert wird beim S60 auf Sicherheit gelegt. So feiert in dem Fünfsitzer ein Kollisions-Warnsystem Premiere, das neben anderen Autos erstmals auch Fußgänger erkennt und bis zu einer Geschwindigkeit von 35 km/h eine Kollision durch eine automatische Notbremsung verhindern kann. Auch bei höherem Tempo bremst der Fahrerassistent bei einem drohenden Unfall ab. Dann kann zwar ein Zusammenprall nicht mehr verhindert werden, aber durch die geringere Geschwindigkeit werden die Unfallfolgen gemildert. Preise sind noch nicht bekannt, dürften aber wie beim Vorgänger bei rund 28 000 Euro starten. (mid)






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