12. Januar 2011

Fahrbericht Ab ins Gelände Suzuki Swift 4x4: Pfiffiger Kleinwagen mit Allradantrieb

Dank Allradantrieb erwarten den Suzuki Swift im Schnee keine Schwierigkeiten
Dank Allradantrieb erwarten den Suzuki Swift im Schnee keine Schwierigkeiten © Suzuki

Wenn es einmal rutschig wird, greift beim Suzuki Swift nun ein Allradantrieb. Die "4x4"-Version des japanischen Kleinwagens ist ab sofort zu Preisen von 14.490 Euro erhältlich.




Von Holger Glanz

Suzuki bietet den neuen Swift nun auch mit Allradantrieb an. Der Preis für den Kleinwagen steigt auf 14.490 Euro, was einem Aufschlag von 900 Euro gegenüber dem Fronttriebler entspricht. Den 4x4 gibt es ausschließlich mit dem 69 kW/94 PS starken Benziner.


Mühsamer Anzug

Der 1,2-Liter-Vierzylinder mit variabler Ventilsteuerung tut sich mit den 75 Kilogramm mehr Gewicht aber merklich schwer. Mit 1110 Kilogramm Fahrzeuggewicht erreicht er die 100-km/h-Marke erst in 13,4 statt 12,3 Sekunden, schafft aber mit 165 km/h die gleiche Höchstgeschwindigkeit wie der nur über die Vorderräder angetriebene Swift. Mit 5,5 Liter Super auf 100 Kilometern liegt der Normverbrauch einen halben Liter über dem Wert des Fronttrieblers.

Der Allradantrieb arbeitet mit einer Viskokupplung, die die Kraft bedarfsweise zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt und gleichzeitig die Aufgabe eines Mittendifferenzials übernimmt. Ein relativ einfaches System, das wegen seines geringen Gewichts und Platzbedarfs für kleine Allradautos bestens geeignet ist.

Gute Sicherheitsausstattung

Gut ausgestattet ist der Suzuki Swift 4x4 unterwegs
Gut ausgestattet ist der Suzuki Swift 4x4 unterwegs © Suzuki

Vier Türen und die gehobene "Club"-Ausstattung gehören beim 4x4 automatisch dazu. Klimaanlage, Sitzheizung, CD-Radio mit Lenkradbedienung, USB-Anschluss, höhenverstellbares Lederlenkrad, vier elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und elektrisch verstell-/beheizbare Außenspiegel sind dann ohne Aufpreis an Bord.

Der Schleuderschutz ESP mit abschaltbarer Traktionskontrolle ist ebenfalls Serie. Zu den sieben Airbags gehört auch ein Lenksäulen-Airbag für die Fahrerknie. Einziges Aufpreisextra ist der Metallic-Lack für 380 Euro.

Stahl- statt Aluräder

Kaum optische Veränderungen zum normalen Suzuki Swift
Kaum optische Veränderungen zum normalen Suzuki Swift © Suzuki

Unterschiede zum Frontantriebs-Swift: Der Allradler hat Stahl- statt Aluminiumräder, hinten Scheiben- statt Trommelbremsen und ist weder mit Start-Stopp-System noch mit Automatikgetriebe bestellbar. Der seit September vergangenen Jahres angebotene neue Swift zeigt sich äußerlich nur wenig verändert, obwohl er ein völlig neues Auto ist.

Im Innenraum hat man den Eindruck deutlich höherer Qualität und schaut auf eine moderne schicke Armaturentafel mit selbsterklärenden, logisch und übersichtlich angeordneten Bedienelementen. Das Sortieren der fünf Gänge macht Spaß. Nur der Rückwärtsgang lässt sich etwas schwer einlegen. Die Lenkung sollte nicht ganz so leichtgängig sein. Die Sitze sind genau richtig, das hohe Dach sorgt auf allen Plätzen für üppige Kopffreiheit.

Mühsames Kästenheben

Mit 3,85 Meter ist der neue Swift 15 Zentimeter länger als sein Vorgänger. Der Radstand beträgt nun 2,43 Meter, womit er immer noch zwölf Zentimeter kürzer ist als beispielsweise ein VW Polo. Im Fond geht es darum ziemlich eng zu. Auch der Kofferraum reicht mit 210 Liter Gepäckvolumen nur für das nötigste. Seine Kante ist mehr als zwei Handbreit hoch, weswegen man sich weit hineinbücken und beim Rausheben von Bier- oder Sprudelkästen mächtig anstrengen muss. (mid)






Mehr zur Marke Suzuki

Turbo statt SaugerSuzuki Swift macht anders Sport

Suzuki hat auf der IAA den neuen Swift Sport präsentiert. Beim agilen Ableger des Kleinwagen-Bestsellers hat sich nicht nur die Optik optimiert, auch die Leistungskraft ist dank zahlreicher Änderungen angestiegen.


Premiere auf IAANeuer Suzuki Swift kommt als Sportversion

Suzuki wird vom Swift auch wieder eine Sportversion anbieten. Der Kleinwagen der Japaner wird dann wohl 140 PS leisten.


Fragen an den Autopapst im Juli 2017

Probleme mit dem Auto? Der Motor springt nicht an? Sie wissen nicht mehr weiter? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler hilft Ihnen weiter. Heute geht es um einen Suzuki.



Mehr aus dem Ressort

VW vergrößert das Einsatzgebiet des Crafter
69 verschiedene Kombinationen des NutzfahrzeugsVW Crafter: Den Mount Everest ausgetrickst

Die Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen hat dem Crafter neue Derivate zukommen lassen. Der im vergangenen Jahr zum Van of the Year gewählte Transporter wird beim Angebot trotzdem weiter nachlegen.


Der Ford F-150 Raptor greift auf 450 PS zurück
Pickup mit 450 PSFord F-150 Raptor: Exotisches Raubtier

Eigentlich ist der F-150 Raptor nur dem amerikanischen Markt vorbehalten. Doch einige Exemplare von Fords Vorzeige-Pickup verirren sich auch mal in die „Alte Welt“.


Honda hat den Civic wieder neu konzipiert
Um 16 Zentimeter gewachsenHonda Civic: Chamäleon zwischen den Welten

Der Honda Civic hat im Laufe von zehn Generationen seinen Charakter immer wieder geändert. In der aktuellen Ausgabe muss der eigentliche Kompaktklässler auch noch die Aufgaben der eingestampften Mittelklasse erfüllen.