14. Februar 2013

Fahrbericht Marktstart am 22. Februar Fahrbericht VW Beetle Cabrio: Warten auf den Frühling

Das VW Beetle Cabrio kommt im Februar auf den Markt.
Das VW Beetle Cabrio kommt im Februar auf den Markt. © VW

Noch denken wenige daran, mit einem Cabrio durch die Gegend zu fahren. Zu eisig sind die Temperaturen im winterlichen Deutschland. Doch der Frühling naht – und damit die Zeit für die offene Version des VW Beetle. Was er zu bieten hat, zeigt unser Fahrbericht.




Auch wenn der Blick aus dem Fenster etwas anderes zeigt und der Winter die Republik noch fest im Griff hat – der Frühling kommt so sicher wie die nächste Cabriosaison, der neue offene VW Beetle da gerade recht und vor allem rechtzeitig. Ab dem 22. Februar wird der Wolfsburger mit mexikanischem Migrationshintergrund (gebaut in Puebla) bei den heimischen Händlern stehen und ab 21.350 Euro zu haben sein.

Dabei ist der „neue Beetle“ nicht etwa der „New Beetle“, sondern der Nachfolger dieses zwischen 2003 und 2010 gebauten Modells, gleichzeitig eine Art „Enkel“ des VW Käfer Cabrio, dessen Erfolgsgeschichte 1949 begann, erst 1980 endete und jetzt von der dritten Generation fortgeschrieben werden soll.


Neuer Beetle ist länger geworden

Die hat im Vergleich zur zweiten Auflage nicht nur in den Abmessungen zugelegt, sondern vor allem optisch deutlich gewonnen. Mit seinen jetzt 4,27 Metern Länge überragt der „neue Beetle“ den „New Beetle“ gleich um 15 Zentimeter, in der Breite um ebenfalls 8,4 Zentimeter (nun 1,80 Meter ohne Außenspiegel), was bei gleichzeitig um 2,9 Zentimeter flacherer Dachlinie (1,47 Meter) zu richtig guten, weil fast schon sportlichen Proportionen führte.

Blick aufs Cockpit im Beetle Cabrio
Blick aufs Cockpit im Beetle Cabrio © VW

Sportlich, aber irgendwie auch störend, wirkt vor allem auch der serienmäßige Heckspoiler, der von unten in Schwarz, von oben in Wagenfarbe lackiert ist. Er ist aber nicht aus Design- sondern aus technischen Gründen dort platziert, kann ein neues Beetle Cabrio doch immerhin 223km/h schnell werden, wenn man sich für die Top-Motorisierung, den 147 kW/200 PS starken 2,0-l-Turbobenziner entschieden hat. Alternativen sind das auch den Einstiegspreis bestimmende Basisaggregat, der 1.2 TSI mit 77 kW/105 PS und ein 1,6-l-Motor mit 118 kW/160 PS, während es für die Dieselfans die TDI mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum sowie 77 kW105 PS und 103 kW/140 PS gibt.

Eine gute Wahl ist das für alle zur Verfügung, allerdings auch mit Aufpreisen von gut 2000 Euro in der Preisliste stehende Direktschaltgetriebe DSG, das je nach Motorisierung über sechs oder sieben Stufen verfügt. Eine weniger gute Wahl ist indes die Basisversion. Die hat nicht allzu viel zu bieten, ein CD-Radio mit diversen Anschlussmöglichkeiten für all die modernen Musikträger, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und die von VW bekannten und zu erwartenden Sicherheitsausstattungen sind schon an Bord, nicht aber eine heutzutage eigentlich kaum verzichtbare Klimaanlage. Aber die hatte der Urahn auch nicht.

Stoffdach öffnet unter zehn Sekunden

Für etwas mehr Geld gibt es jedoch fast alles, was das Autofahrerherz erfreut, vor allem jede Menge Individualisierungsmöglichkeiten, die die Zusammenstellung des persönlichen Beetle beinahe schon zu einer von jeglichem Plagiatsverdacht freizusprechenden Doktorarbeit werden lässt.

Die preiswerteste Möglichkeit einen offenen VW zu fahren, bietet im Innenraum reichlich Platz für vier, auf den hinteren Plätzen gar 1,2 Zentimeter mehr Kopffreiheit als der Vorgänger. Das gut gedämmte Stoffdach lässt sich auf Knopfdruck in 9,5 Sekunden öffnen, das Schließen dauert 1,5 Sekunden länger, fordert hier doch die Verankerung im Windschutzrahmen ihren zeitlichen Tribut.

Dass beide Vorgänge auch während der Fahrt und dort bis Tempo 50 vonstatten gehen können, gehört zu den praktischen Seiten des offenen Käfers. Die Rücksitzlehnen lassen sich jetzt, anders als beim „New Beetle“, umlegen, was das Einladen auch längerer Gegenstände (im Werbefilm ist es gar ein Surfbrett) ermöglicht, das Kofferraumvolumen stieg um 24 auf 225 Liter. Egal, ob das Dach geschlossen oder geöffnet ist. Das Windschott ist empfehlenswert, erhöht die Rechnung aber um 325 Euro und findet bei Nichtgebrauch ein schönes, weil nicht störendes und zudem geschütztes Plätzchen im Kofferraum.

Steile Frontscheibe

Das Heck des VW Cabrio
Das Heck des VW Cabrio © vw

Fahrer und Beifahrer sind bei offener Fahrt mit der recht steil stehenden Frontscheibe vor und dem Windschott hinter sich bestens, weil relativ zugfrei untergebracht. Sie blicken auf ein je nach Ausstattung in Carbonoptik gehaltenes oder aber in Wagenfarbe lackiertes Armaturenbrett. Dieses hält noch ein besonderes Schmankerl bereit, ein kleines, nach oben öffnendes Handschuhfach wie einst beim Käfer.

Gefallen konnten im Testwagen auch Anordnung und Optik der drei aufpreispflichtigen Rundinstrumente (Öltemperatur, Stoppuhr und Ladedruckanzeige) auf der Armaturentafel und die Ambientebeleuchtung. Außer bei den Ausstattungslinien Sport und Sport Exclusive (dort leuchtet es nur in Weiß) lässt sich auf Knopfdruck und je nach Stimmungslage die Beleuchtung im Fahrzeug neben weiß auch in rot und blau vorwählen. (SP-X)






Mehr zur Marke VW

Trotz Kosten für AbgasskandalVW setzt sich ehrgeizigere Ziele

Der VW-Konzern hat seine Umsatzziele trotz der Kosten für den Abgasskandal erhöht. So soll der Umsatz bis 2020um 25 Prozent steigen.


Von 2018 bis 2022VW investiert 34 Milliarden Euro in Elektromobilität

Der VW-Konzern investiert massiv in die Elektromobilität und Mobilitätsdienste. Von 2018 bis 2022 werden es 34 Milliarden Euro sein.


Synergieeffekte über 1,9 Milliarden EuroVW erreicht Ziele des Zukunftspaktes früher

Die Marke Volkswagen hat ein Jahr nach dem Unterzeichnen des Zukunftpaktes ein positives Zwischenfazit gezogen. Dabei wurden die gesetzten Ziele knapp verfehlt oder sehr viel früher erreicht.



Mehr aus dem Ressort

Der Fiat Fullback Cross fühlt sich abseits der Straßen sehr wohl
Baugleich mit dem Mitsubishi L200Fiat Fullback Cross: Das Problem mit der Verwandtschaft

Das Segment der Pickups bildet noch eine kleine Community in Europa. Der Fiat Fullback Cross trifft dabei auf eine große multikulturelle Verwandtschaft der Lastenträger.


Ssangyong hat den Rexton komplett neu gestaltet
Vierte Generation des FlaggschiffsSsangyong Rexton: Neue Proportionen

Ssangyong fährt den Rexton in die vierte Auflage. Dabei hat das Flaggschiff eine komplette Umwandlung erhalten, bei der nur noch der Name übrig blieb.


Der Opel Insignia Country Tourer mag die rustikale Art
Dritte Variante des FlaggschiffsOpel Insignia Country Tourer: Ein wenig Freiheit und Abenteuer

Trotz des Booms bei den SUV gibt es auch noch Anhänger rustikaler Kombis. Opel schickt erneut die Offroad-Variante Country Tourer in den Schnee und Matsch.