14. Juni 2013

Fahrbericht Ab 19.400 Euro Suzuki SX4: Eigenständig gewachsen

Der Suzuki SX4 ist um 16 Zentimeter gewachsen. Fotos ▶
Der Suzuki SX4 ist um 16 Zentimeter gewachsen. © Suzuki

Suzuki geht mit dem neuen SX4 eigene Wege. Die Abnabelung von Fiat hat der neuen Generation des Crossovers gut getan.




SUV, war da mal was? Die früher als in Blech gepresste Umweltsünden verfluchten Luxus-Geländewagen, sind still und leise zu Crossover-Modellen mutiert. Die neue Bezeichnung ist herrlich neutral und lässt sich überall anwenden, denn das einst dank einer Lücke in der US-amerikanischen Steuergesetzgebung entstandene Konzept großvolumiger Luxus-Geländewagen, die sich als Nutzfahrzeuge anmelden ließen, ist inzwischen in allen Segmenten angekommen und hat sich zu einer der am schnellsten wachsenden Klassen entwickelt. Einer der Pioniere bei den kompakten Crossover ist Suzuki, wo man bereits seit sechs Jahren erfolgreich mit dem SX4 in diesem Segment unterwegs ist und im September den Nachfolger des Erfolgsmodells zu Preisen ab 19.400 Euro vorfahren lässt.


Vorgängermodell bleibt als Suzuki SX4 Classic im Programm

Wie bisher bieten die Japaner den in Ungarn gebauten geländetauglichen Kompakten als Benziner und Diesel und mit Front- oder Allradantrieb an. Der bisher auch als Fiat Sedici angebotene Vorgänger "bleibt noch so lange als SX 4 Classic im Programm wie er seine Kundschaft findet", so ein Suzuki-Sprecher. Die Zusammenarbeit mit den Italienern ist inzwischen beendet worden.

Der neue SX4 ist in allen Bereichen gewachsen und im Vergleich zu seinem Vorgänger erwachsener geworden. Die wuchtige Frontpartie signalisiert eine Stärke, die der Wagen allerdings nicht immer einlösen kann. Das Design ist so dezent, als hätten die Kreativen den Plan verwirklicht, nirgends anzuecken. Irgendwie hat man das Gefühl, alles schon mal gesehen zu haben. Die äußere Form ist so unauffällig, dass sich der SX4 sich der Masse anpasst, ohne herauszuragen.

Suzuki SX4 16 Zentimeter länger als der Vorgänger

Praktisch ist der Zuwachs in der Länge (plus 16 Zentimeter) und beim Radstand (plus zehn Zentimeter), was sich im nun großzügiger wirkenden Innenraum bemerkbar macht. Vor allem die Fondpassagiere genießen deutlich bessere Platzverhältnisse. Das Gepäckabteil fasst jetzt 430 Liter oder drei Golfbags. Schließlich soll der SX4 nach dem Willen seiner Entwickler auch Familieneigenschaften besitzen und vor allem sportlich orientierte Familien ansprechen.

Der Fahrer profitiert von dem unaufgeregten Design des Innenraums. Alle Instrumente und Hebel sind da, wo man sie vermutet und stellen den Lenker nicht vor Rätsel. Die Materialien wirken zwar nicht hochwertig, strahlen aber dennoch eine gewisse Gediegenheit aus.

CVT-Getriebe für Suzuki SX4 ab Herbst

Suzuki SX4 mit unaufgeregtem Innen-Design
Suzuki SX4 mit unaufgeregtem Innen-Design © Suzuki

Auch beim Fahren zeigt sich der Suzuki von seiner dezenten Seite, wobei sich in die diesem Kapitel der 1,6-Liter-Benziner besonders unaufgeregt zeigt und seine 88 kW/120 PS äußerst dezent versteckt. Um sein Temperament zu wecken, sind hohe Drehzahlen und viel Schaltarbeit, notwendig, die sich dank des sauber schaltenden Getriebes allerdings sehr angenehm gestaltet. Bei der Markteinführung im Herbst wird Suzuki auch eine Version mit CVT-Getriebe anbieten.

Wesentlich dynamischer und angenehmer abgestimmt zeigt sich der von Fiat gelieferte Diesel (ebenfalls 1,6 Liter und 88kW/120 PS), der zusammen mit dem Sechsganggetriebe ein schaltfaules Fahren gestattet solange das Drehzahlniveau nicht unter 1500 Umdrehungen sinkt. Der Diesel ist auch angenehmer abgestimmt. Gegenüber dem Diesel hat der Benziner vor allem auf Querfugen seine Probleme.

Drei Ausstattungsniveaus für den Suzuki SX4

430 Liter fasst der Kofferraum des Suzuki SX4
430 Liter fasst der Kofferraum des Suzuki SX4 © Suzuki

Die Preisliste für den SX4 beginnt bei 19.400 Euro für den 1,6-Liter-Benziner mit Frontantrieb. Der preiswerteste Allradler einschließlich des neu entwickelten Antriebs Allgrip mit vier Fahreinstellungen kostet als Benziner 22.900 Euro. Die Diesel-Version ist mit Frontantrieb ab 24.490 Euro lieferbar.

Suzuki bietet den kompakten Crossover in drei Ausstattungsniveaus (Club, Comfort, Comfort+) an, wobei vor allem bei Comfort+ so gut mit allem, was man sich wünscht geliefert wird. Dazu gehört auch ein Panorama-Glasschiebehubdach mit Sonnenblende, das allerdings geöffnet eine extrem laute Geräuschkulisse liefert. Außerdem bietet die Topausstattung unter anderem eine Klimaanlage, Navigation und Rückfahrkamera. Einzig für die Metallic-Lackierung verlangen die Japaner 500 Euro Aufpreis. (SP-X)






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