22. Januar 2013

Fahrbericht Fünf Jahre Garantie Subaru Forester: SUV statt Kombi

Der Subaru Forester kommt im neuen Gewand vorgefahren.
Der Subaru Forester kommt im neuen Gewand vorgefahren. © Subaru

Subaru hat den Auftritt des neuen Forester stark verändert. Das Design der vierten Generation gibt auch eher den Hinweis, in welchen Gegenden sich das Mittelklasse-SUV am liebsten aufhält.




Der Subaru Forester ist in Deutschland der Bestseller im Portfolio des japanischen Herstellers. Ende März tritt die vierte Generation des moderat gewachsenen Mittelklasse-SUV an. Sie streckt sich nun auf eine Länge von 4,60 Meter, damit vergrößern die Japaner den Abstand zum hausinternen Konkurrenzmodell XV. Und auch beim Preis haben sie zumindest auf den ersten Blick zugelegt. Mindestens 28.900 Euro muss man für das Fahrzeug investieren. Allerdings gibt es zur Markteinführung nicht die bisherige, knapp 25.000 Euro teure Einstiegsversion.


Subaru Forester mit SUV-Stilelementen

Waren die ersten beiden Generationen des seit 1997 erhältlichen Forester von einem kombiähnlichen Auftritt geprägt, setzen die Designer seit 2008 auf SUV-Stilelemente. Das ist auch beim neuen Modell so. Eine bullige Front unterstreicht den Allradcharakter. Das ist bei dem Japaner kein mehr oder weniger schöner Schein. Er ist kein Softie oder Pseudo-Macho, sondern liebt es, Matschbäder zu nehmen.

Mit dem Forester kann man sich tatsächlich abseits der befestigten Feldwege begeben. Steigungen und steile Abfahrten auf rutschigem Untergrund meistert er problemlos, hat man das X-Mode genannte Kontrollsystem an Bord, passt die Elektronik auf Knopfdruck Motorsteuerung, Drehmomentverlauf und Bremsleistung den Fahrbahnverhältnissen an, so dass der Fahrer sich ganz aufs Lenken konzentrieren kann. Apropos Elektronik: Ebenfalls an Bord sind nun eine Berganfahr- und eine Bergabfahrhilfe sowie ein Gespann-Stabilisierungssystem für Fahrten mit Anhänger. Bis zu zwei Tonnen dürfen an den Haken genommen werden.

Rustikaler Innenraum des Subaru Forester

Hausmannskost im Cockpit des Subaru Forester
Hausmannskost im Cockpit des Subaru Forester © Subaru

Im Interieur pflegt der Forester weiterhin sein rustikales Image. Es wirkt zwar aufgeräumt, doch auch Chrom-Applikationen sowie viele praktische Ablagen können nicht ganz dem vorherrschenden Eindruck von dominantem schwarzem Kunststoff entgegenwirken. Das Platzangebot ist für vier Passagiere jedoch gut. Die erhöhte Sitzposition ermöglicht dem Fahrer einen guten Rundumblick. Das Kofferraumvolumen reicht für das Urlaubsgepäck und stieg um 45 Liter auf nun 505 Liter. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen sind es knapp 1600 Liter, allerdings ist die Ladefläche nicht ganz eben.

Apropos rustikal: Das Navigationssystem agierte nicht unbedingt zeitgemäß. Es arbeitete zu langsam und die grafische Darstellung wirkte unübersichtlich.

Subaru Forester mit zwei bekannten Boxer-Motoren

Subaru Forester sieht jetzt mehr nach SUV aus
Subaru Forester sieht jetzt mehr nach SUV aus © Subaru

Wie gehabt gibt es für das SUV die zwei bekannten Boxermotoren, einen 2,0-Liter-Benziner mit 110 kW/150 PS sowie den gleichgroßen Boxer-Diesel mit 108 kW/147 PS. Für den Diesel dürften sich mehr als 70 Prozent der Kunden entscheiden. Der laufruhige Selbstzünder wurde überarbeitet und verbraucht nun durchschnittlich 5,7 Liter. Er ist serienmäßig an ein Sechsgang-Getriebe gekoppelt.

Der ebenfalls modifizierte Benziner – er verfügt nun über eine Start-Stopp-Automatik – kann gegen Aufpreis von 2000 Euro mit einem Lineartronic genannten stufenlosen CVT-Getriebe geordert werden. Das hemmt allerdings mit seiner typischen gummibandähnlichen Kraftübertragung in Tateinheit mit der fehlenden Rückmeldung der Lenkung den Fahrgenuss ganz erheblich. Wer außerdem auf unschöne Begleittöne beim Beschleunigen verzichten möchte, sollte ganz verhalten Gas geben. Dies kommt dann natürlich dem Verbrauch zugute. Mit sanftem Gasfuß ließ sich bei ersten Testfahrten der angegebene Durchschnittsverbrauch von 6,5 Liter zwar auch nicht erreichen, aber zumindest auf Werte mit einer 8 vor dem Komma drücken.

Neuer Turbo-Direkteinspritzer für den Subaru Forester

Der Subaru Forester fühlt sich im Gelände wohl
Der Subaru Forester fühlt sich im Gelände wohl © Subaru

Neu im Motorenprogramm ist ein 2,0-Liter-Twin-Scroll-Turbo-Direkteinspritzer mit 177 kW/240 PS und einem maximalen Drehmoment von 350 Nm. Serienmäßig sorgt bei der Top-Motorisierung ebenfalls ein CVT-Getriebe für die Kraftübertragung. Der Durchschnittsverbrauch von 8,5 Litern dürfte allerdings bei sportlicher Fahrweise nicht zu erreichen sein. Aber auch hier „hilft“ die Lineatronic, den Durst durch zurückhaltende Fahrweise einzuschränken.

Rund 5000 Einheiten des Forester sollen im diesem Jahr in Deutschland einen Käufer finden. Subaru setzt neben dem bewährten Allradantrieb auf gute Ausstattung sowie Sicherheit ab Werk. Schon die zurzeit angebotene Basisvariante verfügt über viele Komfortmerkmale. Beim NCAP-Crahstest hat das SUV eine Fünf-Sterne-Wertung erzielt. Außerdem gehört nun eine Fünf-Jahres-Garantie zum Serienumfang. (SP-X)






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