30. Juni 2014

Fahrbericht Neue Designlinie für Coupé-Cabriolet Renault Megane CC: Aufgefrischt in den Sommer

Der Renault Megane CC hat die neue Designlinie erhalten.
Der Renault Megane CC hat die neue Designlinie erhalten. © AG/Flehmer

Renault hat das Coupé-Cabriolet der Megane-Baureihe mit der neuen Designlinie ausgestattet. Der offene Kompakte bietet besonders in dieser Zeit selbst mit einem Diesel viel Freude, wie unser Fahrbericht zeigt.




Von Thomas Flehmer

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Kombination aus Cabrio und Dieselmotor recht verpönt war. Ein zu lautes Nageln des Selbstzünders sollte nicht durch das geöffnete Dach in den Innenraum dringen und die angenehmen Momente des offenen Fahrens stören. Mittlerweile sind viele Diesel von der Geräuschkulisse gar nicht mehr von Benzinern zu unterscheiden. Der Weg ist also frei – auch für das Renault Megane Coupé-Cabriolet Energy dCi 130 Start & Stop eco2.


Renault Megane CC in 21 Sekunden offen

Dass das Lesen der sperrigen Bezeichnung des 4,49 Meter langen offenen Viersitzers die Zeit des Dachöffnens und –schließens überbrücken soll, entpuppt sich aber als Gerücht. Denn dieser Vorgang wird selbst von des Lesens nicht ganz Kundigen schneller überbrückt als die 21 Sekunden, in der elektrisch die Hecklappe aufgeht und das zweiteilige Panorama-Glasdach verstaut wird.

Dann aber kann der Sommer kommen – jedenfalls Schritt für Schritt. Denn der Vierzylinder-Diesel, der Kraft aus 96 kW/130 PS sowie 320 bei 2000 Umdrehungen anliegenden Umdrehungen Newtonmetern maximalem Drehmoment schöpft, fällt beim Spurt doch in ein recht deutlich spürbares Turboloch und benötigt so eine gewisse Drehzahl, um den Sprint in 10,8 Sekunden durchziehen zu können.

Wohlgefühle im Renault Megane CC

Innerhalb von 21 Sekunden öffnet sich das Verdeck des Renault Megane CC
Innerhalb von 21 Sekunden öffnet sich das Verdeck des Renault Megane CC © AG/Flehmer

Doch der Sprint ist beim Offenfahren ebenso unwichtig wie die Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Ein entspanntes Cruisen bei warmen bis heißen Temperaturen lässt Wohlgefühle erwachsen – vor allem auch dank eines gut austarierten Fahrwerks samt direkter Lenkung und einem guten Getriebe, dass sich mit den insgesamt sieben Gängen leicht schalten lässt: Das Leben kann auch schön sein. Und die guten 5,4 Liter Verbrauch für den immerhin 1,6 Tonnen schweren Franzosen verstärken die Wohlgefühle.

Weniger gut trifft es die beiden Personen auf den hinteren Sitzen an. Hier herrscht Platznot vor, sodass die beiden Sitze eher als Gepäckraum genutzt werden sollten. Denn bei geöffnetem Dach bieten sich gerade mal 211 schmal verteilte Liter Volumen an. Einen Koffer unterzubringen ist dabei ein Ding der Unmöglichkeit. Zudem aber möchte auch niemand bei offenem Verdeck die Plätze im Fond einnehmen, da die Verwirbelungen den hinten sitzenden Passagieren doch arg zusetzen.

Frisches Desgin für Renault Megane CC

Auch geschlossen wirkt der Renault Megane CC edel
Auch geschlossen wirkt der Renault Megane CC edel © AG/Flehmer

Vorne dagegen kann die Fahrt in vollen Zügen genossen werden. Die Sitze geben den nötigen Halt, die Instrumente sind auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Das neue R-Link Online-Mediasystem mit seinem sieben Zoll großen Touchscreen lässt sich einfach bedienen und beinhaltet neben Fahrzeuginformationen auch das Navi sowie eine Anzahl an Apps, deren Anzahl von Renault kontinuierlich erweitert wird.

Dass dabei die äußere Hülle auch noch aufgehübscht wurde, ist ein weiterer Pluspunkt, auch wenn das Design nicht jedem gefällt. In Bordeaux-Rot versprüht der Renault etwas Edles, dass sich mit dem Charme aus früheren Jahrzehnten beschreiben lässt, als Filmstar Grace Kelly mit schicken Kopftuch bekleidet über die Leinwände düste.

Renault Megane CC ab 28.100 Euro

Nicht viel kann im Kofferraum des Renault Megane CC verstaut werden
Nicht viel kann im Kofferraum des Renault Megane CC verstaut werden © AG/Flehmer

Weniger in der Vergangenheit schwelgen die Preise des Megane CC, die bei 28.100 Euro beginnen. Im Ausstattungsniveau Luxe mit R-Link, Comfort Paket mit Klimaautomatik und schlüssellosem System sowie einem Lederpaket und einer 35 Watt starken Radio-CD-MP3-Anlage sowie Metallic-Lackierung stehen 34.270 Euro unterm Strich, ehe die Fahrt in den Sommer beginnen kann.






Mehr zur Marke Renault

Vorgänger des TalismanGebrauchter Renault Laguna zumeist ohne Fortune

Der Renault Laguna gilt auch in seinen letzten beiden Auflagen nicht gerade zuverlässig. Den jüngeren Modellen sollte dabei der Vorzug gegeben werden.


9,6 Millionen Fahrzeuge verkauftRenault-Nissan-Allianz: Synergie-Effekte in Milliardenhöhe

Die Renault-Nissan-Allianz hat im vergangenen Jahr seine Einsparungen auf insgesamt fünf Milliarden Euro erhöhen können. Zudem ist die französische-japanische Partnerschaft auf dem Weg zum weltgrößten Automobilhersteller.


Kompaktsportler feiert Premiere auf der IAARenault Mégane R.S. mit Allradlenkung

Renault stattet den Mégane R.S. mit der Allradlenkung 4Control aus. Der Kompaktsportler feiert auf der IAA Premiere, wird aber erst im kommenden Jahr in den Handel kommen.



Mehr aus dem Ressort

Porsche Panamera Sport Turismo neu Aufmacher Porsche
Nach Limousine nun auch als KombiPorsche Panamera Sport Turismo: Der schönere Panamera

Braucht man das? Einen Kombi von Porsche? Braucht man nicht, ist die erste Reaktion. Doch wenn man erst einmal im neuen Sport Turismo gesessen hat, ändert man schnell seine Meinung. Auch wegen seines Designs.


Der Suzuki Ignis sticht aus der Menge heraus
Kleinwagen mit AllradantriebSuzuki Ignis: Feuer und Flamme in Kistenformat

Suzuki beweist Mut. Die Neuauflage des Ignis polarisiert durch ihr Erscheinungsbild, erzeugt aber im realen Alltag als praktischer Kleinwagen mit eigenem Outfit eine gewisse Wärme.


Die X-Klasse von Mercedes scheut keine Fahrten ins Gelände
Erster Pickup der MarkeMercedes X-Klasse: Komfortabel durch den Matsch

Mercedes fährt mit der neuen X-Klasse ganz komfortabel ins Gelände. Die Basis bildet der Nissan Navara – die Stuttgarter haben den Pickup aber noch weiter aufbereitet. Die Autogazette fuhr schon mal im Gelände mit.