9. Mai 2014

Fahrbericht Ab Juni Nissan Juke: Noch mehr Aufmerksamkeit

Nissan hat den Juke noch ein wenig auffälliger gestaltet.
Nissan hat den Juke noch ein wenig auffälliger gestaltet. ©

Der Nissan Juke fällt aufgrund seiner Proportionen auch dreieinhalb Jahre nach der Markteinführung immer noch im Straßenverkehr auf. Jetzt haben die Japaner den kleinen Crossover sogar noch stärker akzentuiert.




Der Juke ist neben dem Qashqai das erfolgreichste Modell im Nissan-Portfolio. Damit das so bleibt, haben die Japaner dem im Herbst 2010 vorgestellten kleinen Japaner nun ein Facelift gegönnt. Außerdem spendieren sie ihm einen neuen Motor und bringen deutlich mehr Farbe ins Spiel. Der Preis für die Basisvariante mit dem 69 kW/94 PS starken Benziner bleibt unverändert bei 15.450 Euro. Ab Ende Juni stehen die überarbeiteten Fahrzeuge beim Händler.


Viele Individualisierungsmöglichkeiten beim Nissan Juke

Nicht dass der Juke bislang ein unauffälliger Geselle gewesen wäre. Der Crossover, der sich sowohl aus SUV-, Coupé- sowie aus Kleinwagen-Stilelementen zusammensetzt und sich fast jeder Kategorisierungsanstrengung verweigert, dürfte nun noch mehr Aufmerksamkeit erhalten. Dafür sorgen neben einigen Modifikationen am Kühlergrill und an den Stoßfängern vor allen Dingen neue Außenfarben sowie die Möglichkeit, das Fahrzeug vielfältig zu individualisieren.

Wie beim Mini, Citroen DS3, Opel Adam oder Fiat 500 können die Käufer – natürlich gegen Aufpreis – aus einem großen Sortiment von Zubehör wählen. Leichtmetallfelgen in 16-, 17- oder 18-Zoll Größen, mit oder ohne farbliche Einsätze veredeln den Juke genauso wie kontrastierende Farben für Außenspiegelkappen, Seitenschweller, Dachspoiler und Türgriffe.

Nissan Juke mit praktischem Mehrwert

Damit nicht genug, auch die Türinnenverkleidungen, Mittelkonsole oder die Schaltknauf-Ummantelungen lassen sich je nach Geschmack und Farbenvorliebe gestalten. Auffallen um fast jeden Preis ist angesagt, über 300 Varianten sind laut Nissan möglich. Das Außentuning startet ab 650 Euro, die Innenraumverfeinerung ab 550 Euro.

Gutes Platzangebot im Nissan Juke
Gutes Platzangebot im Nissan Juke © Nissan

Immerhin haben sich die Verantwortlichen bei Nissan nicht nur auf den schönen – oder besser gesagt - extravaganten Schein beschränkt. Es gibt auch einen praktischen Mehrwert. Das Gepäckteil mit einem zweiteiligen Boden wurde überarbeitet, das Kofferraumvolumen beträgt nun in der Grundstellung 354 Liter, das sind 40 Prozent mehr als zuvor.

Geblieben ist das vergleichsweise gute Platzangebot für Fahrer und Beifahrer. Die hinteren Passagiere müssen sich im in Verzicht üben. Besonders Sitzriesen leiden durch die von der abfallenden Dachlinie verursachte eingeschränkte Kopffreiheit. Immerhin gelingt der Einstieg in den Fond dank der zwei zusätzlichen Türen einfach.

Optionale Assistenten im Angebot des Nissan Juke

Neuer Benziner für den Nissan Juke
Neuer Benziner für den Nissan Juke © Nissan

Neu im Programm ist das Angebot optionaler Fahrerassistenzsysteme. Dazu zählen Spurhalte- sowie Totwinkelassistent und der Helfer, der beim Rückwärtsausparken vor herankommenden Verkehr naht. Ebenfalls möglich: Das einfache Anbinden von Smartphones. Zudem ist ein neues Navigationssystem erhältlich. Im fünf Zoll großen Farbdisplay können alle fahrrelevanten Informationen abgerufen werden.

Für den Vortrieb offeriert Nissan nun zusätzlich einen 1,2-Liter-Benzindirekteinspritzer mit 85 kW/115 PS. Dieser kommt unter anderem beim Qashqai zum Einsatz. Das neue Triebwerk ist an ein Sechsgang-Getriebe gekoppelt. Durchschnittlich fließen 5,6 Liter durch die Leitungen (CO2-Ausstoß: 129 g/km). Man kommt sich meist schneller vor als man tatsächlich unterwegs ist. Der kleine Turbo agiert dank eines Drehmoments von 190 Nm recht spritzig, ist dabei auch leise.

Straff abgestimmter Nissan Juke

Über bis zu 190 PS verfügt der Nissan Juke
Über bis zu 190 PS verfügt der Nissan Juke © Nissan

Wie gehabt ist der kleine Crossover straff abgestimmt. Überfahrene Bodenwellen geben recht ungefiltert Rückmeldung über die Straßenbeschaffenheit. Das neue Aggregat wird wohl Volumenmotor im Juke. In Verbindung mit der dritten Ausstattungsstufe Acenta (unter anderem mit Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und Geschwindigkeitsregelanlage) kostet der Juke so ab 18.800 Euro.

Für Vielfahrer bietet sich als Alternative der 1,5-Liter-Diesel mit 81 kW/110 PS an. Er verbraucht durchschnittlich vier Liter. Wer mit dem Juke nicht nur optisch auffallen, sondern auch fahrerisch Ausrufezeichen setzen möchte, sollte den leicht überarbeiteten 1,6-Liter mit 140 kW/190 PS wählen. Mit ihm gelingt der Standardspurt in 7,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 215 km/h erreicht. der Durchschnittsverbrauch liegt bei sechs Litern. Die 190 PS-Variante ist auch mit dem Allradsystem All-Mode-4x4-i erhältlich. (SP-X)






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