28. Februar 2013

Fahrbericht Ab 24.740 Euro Hyundai Veloster Turbo: Wummern unter der Haube

Der Hyundai Verloster ist nun mit 184 PS unterwegs.
Der Hyundai Verloster ist nun mit 184 PS unterwegs. © Hyundai

Über zu wenig Leistung müssen sich die Käufer eines Hyundai Veloster keine Sorgen mehr machen. Nun ist das Modell der Koreaner mit 186 PS ausreichend motorisiert unterwegs.




In Zeiten, da die Verantwortlichen Hyundai zu einer streng CO2-orientierten Marke getrimmt haben, leuchten die verbliebenen Performance-Angebote in der Modellpalette umso heller. Eines ist ganz frisch, der Hyundai Veloster Turbo. Das Coupé der unteren Mittelklasse ist ein Exot: Nur 1500 Einheiten hat Hyundai im letzten Jahr abgesetzt von dem in Südkorea hergestellten Fronttriebler.

Mehr Einheiten sollen es auch dieses Jahr nicht werden, sagt der Deutschland-Geschäftsführer Markus Schrick. Und das, obwohl es jetzt mehr Auswahl gibt. Ab 24.790 Euro also bekommt der Käufer 186 PS und endlich keine lahme Kiste mehr, schließlich ist das 140 PS-Basistriebwerk mit ausgesprochener Drehmoment-Armut (167 Nm) doch etwas schwach auf der Brust – gerade in einer solch schnittigen Karosserie.


Veloster wird zum Spaßmacher

Wer die Papierwerte aufmerksam gelesen hat (8,4 Sekunden auf 100 und 214 km/h Spitze), ist umso überraschter bei der Probefahrt mit dem frischen Turbo. Denn der neueste Veloster macht richtig Laune und leidet nun wirklich nicht an Leistungsmangel. Dank wirkungsvoller Twinscroll-Aufladung stehen satte 265 Nm schon ab 1500 Touren zur Verfügung – das verspricht zusammen mit einer benzinertypischen Drehfreude ein kleines Emotionen-Feuerwerk. Dabei wummert es kräftig unter der Haube, während man schwarze Striche auf den Asphalt malt. Die Sounddesigner haben ganze Arbeit geleistet.

Das Cockpit im Veloster
Das Cockpit im Veloster © Hyundai

Gegen 1400 Euro Aufpreis gibt es statt Doppelkupplungsgetriebe wie beim Sauger eine weich schaltende Wandlerautomatik. Der subjektive Punch nimmt in diesem Fall nicht ab. Zudem überzeugt der starke Veloster trotz südkoreanischer Herkunft mit knackiger Lenkung und angemessen abgestimmtem Fahrwerk. Statt synthetischer Anmutung gibt es sauberen Fahrbahnkontakt und bei den Dämpfern einen guten Kompromiss zwischen drahtiger Ausrichtung sowie erträglichem Abrollkomfort.

Jüngere Kunde als Zielgruppe

Dass die Passagiere Querfugen merklich zu spüren bekommen, bleibt natürlich nicht aus, zumal der Koreaner auf 18-Zöllern durch die Gegend schnaubt. So ganz koreanisch ist die Turbovariante des ausgefallenen Coupés mit der unterschiedlichen Türenanzahl pro Seite übrigens doch nicht. Die kleine Kraftkur geht nämlich auf die Kappe der Rüsselsheimer Ingenieure.

Die Seitenline des Hyundai Veloster
Die Seitenline des Hyundai Veloster © Hyundai

Jetzt können also endlich auch jüngere Käufer unter 30 auf ihre Kosten kommen, die laut Marktforschung großes Interesse an stark motorisierten Kompakten haben, wie Geschäftsführer Schrick ausführt. Oliver Gutt, Leiter des Produktmanagements, schwärmt außerdem von der neu im Programm befindlichen modischen Matt-Lackierung (600 Euro), die ebenfalls zur Wunsch-Zielgruppe passt. Darüber hinaus ist der Turbo gut ausgestattet mit Klima, Radio, schlüssellosem Schließsystem und Sitzheizung. Ein großes Bildschirm-Navigationssystem wandert für 1520 Euro Aufpreis an Bord. Unverständlich bei einem Fahrzeug dieses Kalibers: Es gibt kein Xenonlicht. (SP-X)






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