10. Februar 2014

Fahrbericht Mehr Nutzlast möglich Ford Transit: Ein Motor für alles

Auch die überarbeitete Frontpartie unterscheidet die Transitvarianten
Auch die überarbeitete Frontpartie unterscheidet die Transitvarianten © Ford

Nach der 2012 neu aufgelegten kleineren Baureihe des Ford Transit Custom folgt nun der große Transporter. Er kann bis 2200 Kilogramm Nutzlast bewegen.




Ford Transit? Wurde doch schon 2012 neu aufgelegt. Stimmt zwar, ist aber nur die halbe Wahrheit. Der Autohersteller hat das ohnehin schon komplexe Modellprogramm weiter diversifiziert und unterscheidet bei dem seit 1965 unter dem Namen Transit laufenden Ladeexperten nun zwischen kleiner und großer Baureihe. Der kleinere Transporter mit dem Namenszusatz "Custom" verfügt über bis zu einer Tonne Nutzlast, während der jetzt vorgestellte klassische Transitbis zu 2200 Kilo schleppen darf. Außerdem kommt der Kasten jetzt mit markant gestalteter Front daher.


Verschiedene Varianten eines Motors

Beim Antrieb allerdings stehen die Zeichen ganz auf Effizienz und Nutzwert. Es gibt hierzulande nur einen einzigen Dieselmotor mit vier Zylindern – er leistet entweder 74 kW/100 PS, 92 kW/125 PS oder 114 kW/155 PS. Die Verbräuche belaufen sich auf 6,4 bis 9 Liter Diesel je 100 Kilometer für den schweren 470 L4 mit langem Radstand und der höchsten Nutzlast, was 169 respektive 236 g CO2/km entspricht.

Die Preise für das Grundmodell liegen zwischen 32.368 und 34.986 Euro (brutto), die Spitzenversion kostet ab 45.041 Euro.

Volumenmodell mit 125 PS

Sven Ludwig, Produktmarketing-Leiter Nutzfahrzeuge, sieht die Hälfte der Käufer in der 92 kW/125 PS-Variante unterwegs. Und das Triebwerk reicht in der Tat, um den Fahralltag zu bestreiten. Ein Beschleunigungswunder ist der wahlweise mit Front- oder Heckantrieb lieferbare Ford jedoch kaum, doch schon früh anliegende 350 Nm (ab 1.450 Touren) packen ordentlich an. Subjektiv wirkt die 114 kW/155 PS-Ausführung nicht deutlich spritziger.

Ford Transit wird zwischen 5,53 Meter und 6,70 Meter lang angeboten
Ford Transit wird zwischen 5,53 Meter und 6,70 Meter lang angeboten © Ford

Ein Blick in das Datenblatt erklärt, warum: Mit 35 Newtonmeter fällt das Drehmoment-Plus nämlich keineswegs üppig aus – da dürften viele Interessenten lieber weitere 1.071 Euro in Sicherheitstechnik (Auffahr-Warnsystem und aktiver Tempomat) investieren.

Im Gegensatz dazu gibt es ein elektronisches Stabilitätsprogramm mit umfangreichen Funktionen wie Anhängerstabilisierung und Überrollschutz serienmäßig. Ein bisschen Pkw-Komfort bietet die Version "Trend" mit Klimaanlage und Tempomat in der Basis ab 34.510 Euro brutto.

Möglichkeiten auf der Optionsliste

Durchschnittsverbrauch laut Hersteller: 7,2 Liter auf 100 Kilometer
Durchschnittsverbrauch laut Hersteller: 7,2 Liter auf 100 Kilometer © Ford

Der Grundpreis des Transit liegt 774 Euro (brutto) höher als bisher. Aber wer mit 0,8 Tonnen Nutzlast auskommt, spart gar deutlich über 1000 Euro, sofern er auf die Sparvariante verzichtet, die laut NEFZ etwa einen Liter weniger konsumiert, was in der Praxis bekanntermaßen erheblich abweichen kann.

Ein Allrad-Antrieb wird noch folgen. Ein Start-Stopp-System kann auch für die konventionellen Versionen ohne Econetic-Badge geordert werden und schlägt mit 190 Euro zu Buche. Moderne Entertainment-Systeme mit großem Bildschirm und MP3-Player sind auch bei einem Transporter selbstverständlich; bei der Basis werden jedoch 416 Euro extra fällig. Dann ist auch eine Bluetooth-Freisprechanlage enthalten. (SP-X)






Mehr zur Marke Ford

Plugin-Hybrid-Variante folgt 2019Ford schickt Transit Custom in die Moderne

Ford hat den Transit Custom überarbeitet. Der Kleintransporter erhielt neben einer neuen Front vor allem die Techniken, die vor Unfällen schützen – und auch im Innenraum hat sich einiges getan.


Vierte Generation der MittelklasseFord Mondeo: Die Leiden des Dienstwagens

Der Ford Mondeo verfügt über die typischen Dienstwagen-Qualitäten. Doch besonders benutzte Mittelklassemodelle leiden dann auch unter den typischen Dienstwagen-Beanspruchungen.


Neues AusstattungspaketFord schärft Focus RS nach

Ford verstärkt den Fahrspaß beim Focus RS. Der Kompaktsportler erhält mit dem Paket Blue & Black neben einem Sperrdifferenzial zugleich neue Farbtöne.



Mehr aus dem Ressort

Porsche Panamera Sport Turismo neu Aufmacher Porsche
Nach Limousine nun auch als KombiPorsche Panamera Sport Turismo: Der schönere Panamera

Braucht man das? Einen Kombi von Porsche? Braucht man nicht, ist die erste Reaktion. Doch wenn man erst einmal im neuen Sport Turismo gesessen hat, ändert man schnell seine Meinung. Auch wegen seines Designs.


Der Suzuki Ignis sticht aus der Menge heraus
Kleinwagen mit AllradantriebSuzuki Ignis: Feuer und Flamme in Kistenformat

Suzuki beweist Mut. Die Neuauflage des Ignis polarisiert durch ihr Erscheinungsbild, erzeugt aber im realen Alltag als praktischer Kleinwagen mit eigenem Outfit eine gewisse Wärme.


Die X-Klasse von Mercedes scheut keine Fahrten ins Gelände
Erster Pickup der MarkeMercedes X-Klasse: Komfortabel durch den Matsch

Mercedes fährt mit der neuen X-Klasse ganz komfortabel ins Gelände. Die Basis bildet der Nissan Navara – die Stuttgarter haben den Pickup aber noch weiter aufbereitet. Die Autogazette fuhr schon mal im Gelände mit.