23. April 2013

Fahrbericht Einstieg mit 156 PS BMW Z4: Günstiger in den Frühling

Der Einstiegspreis für den BMW Z4 sank um 3000 Euro. Fotos ▶
Der Einstiegspreis für den BMW Z4 sank um 3000 Euro. © BMW

BMW hat den Z4 dezent überarbeitet. Dank eines neuen Basisbenziners wird das Roadster-Vergnügen deutlich günstiger.




Hardtop, gewachsene Abmessungen und hohe Preise: Fans des alten Z4 mussten wohl etwas schlucken, als Mitte 2009 die neue Generation des Roadsters auch gleich mit einer ganz neuen Konzeption aufwartete. Aus dem puristischen Kraftsportler war ein Luxus-Cabrio im Stile des Mercedes SLK geworden. Das ändert sich auch mit dem aktuellen Facelift nicht grundlegend, aber zumindest preislich tut sich etwas: Dank eines neuen Basisbenziners sinken die Mindestkosten für den Erwerb des Zweisitzers um 3000 Euro auf nun 33.950 Euro.


BMW Z4-einstieg mit 156 PS

Neues Einstiegs-Triebwerk ist ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit lediglich 115 kW/156 PS Leistung, aber einem strammen Drehmoment von 240 Nm. Dieses steht schon bei 1250 Touren zur Verfügung, was einen kraftvollen Durchzug vom Start weg verspricht. Trotzdem klafft zu den Fahrleistungen der anderen Modelle eine ordentliche Lücke: Mit 7,9 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 benötigt der neue sDrive18i eine Sekunde länger als der nächstgrößere Vierzylinder mit 135 kW/184 PS. Bei der Endgeschwindigkeit ist das Limit bei 221 km/h statt bei 235 km/h erreicht. In der Praxis dürfte das dem Fahrzeug durchaus angemessen sein – auch Audi TT und Mercedes SLK bieten in der Basisversion nicht deutlich bessere Werte. Überprüfen ließ sich das bei ersten Fahrtests in München nicht, dort stand lediglich das bekannte Top-Modell sDrive 35si zur Verfügung.

Schade, aber zumindest zeigt die Spitzenversion des Roadsters doch zumindest prototypisch die optischen Änderungen im Zuge der Modellpflege. So etwa die neue Lackfarbe Valencia-Orange, die im Rahmen des ebenfalls neuen Designpakets "Pure Traction" mit entsprechendem Ledergestühl angeboten wird, das sich durch Zierstreifen in einem ähnlichen Farbton auszeichnet. Der Preis für das Paket beläuft sich auf 3550 Euro.

BMW Z4 sDrive 35si mit Fahrleistungen auf höchstem Niveau

Darüber hinaus gibt es nur kleinere Änderungen, wie etwa neue Materialien im Innenraum, ein erweitertes Felgenprogramm oder ein leicht geändertes Scheinwerferdesign. Der Z4 bleibt also, was er war: ein fahraktiver Roadster mit gutem Raumangebot für die Passagiere, agilem Handling und präziser Lenkung.

In der Top-Version sDrive 35si kommen noch Fahrleistungen auf höchstem Niveau hinzu. Der 250 kW/340 PS starke Sechszylinder-Turbo wuchtet ein Drehmoment von 500 Nm auf die Hinterachse und beschleunigt den Zweisitzer in 4,8 Sekunden auf Tempo 100. Die spielend leicht wirkende Beschleunigung wird aus einem schön orchestrierten Motorsound untermalt. Vom heiseren Kreischen unter Volllast bis zum entspannten Glucksen bei der Gaswegnahme ist alles dabei, was das Offenfahren auch zum akustischen Vergnügen macht. Da lässt sich auch der kaum einhaltbare Normverbrauch von 9,0 Litern verkraften.

BMW Z4 gegenüber Audi und Mercedes im Vorteil

Sportlich straff geht es im Cockpit des BMW Z4 zu
Sportlich straff geht es im Cockpit des BMW Z4 zu © BMW

Die wenigen Kritikpunkte bleiben allerdings genauso bestehen wie die positiven Aspekte. So ist der Kofferraum bei geöffnetem Dach nur sehr umständlich zu beladen. Das eh schon straffe Fahrwerk wird in Verbindung mit den großen Options-Felgen auf schlechten Straßen geradezu ruppig. Wer sich daran nicht stört, findet im Z4 den sportlichsten Vertreter im deutschen Roadster-Trio mit Mercedes SLK und Audi TT. (SP-X)






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