3. Februar 2012

Fahrbericht Ab Mai im Handel VW Up Fünftürer: Mehr Übersicht dank mehr Türen

Der VW Up wird als Fünftürer rund 50 Prozent aller Verkäufe des Kleinstwagens ausmachen
Der VW Up wird als Fünftürer rund 50 Prozent aller Verkäufe des Kleinstwagens ausmachen © VW

VW sorgt beim Up für die erste Produkterweiterung. Der Fünftürer des Kleinstwagens wird wohl zum Volumenmodell der neuesten Baureihe avancieren.




Von Jens Meiners

Schon bei der Vorstellung des Up war klar, dass es bald weitere Derivate geben würde. Dazu zählen natürlich die Markenverwandten von Seat und Skoda. Aber VW sorgt selbst für die erste Produkterweiterung. Für 475 Euro Aufpreis bieten die Wolfsburger den Kleinstwagen Up mit zwei zusätzlichen Türen an. Bestellbar ist das neue Modell ab dem 6. März, im Mai gelangt es zu den Händlern.


VW Up mit fünf Türen praktischer

Die äußerlichen Unterschiede gegenüber dem dreitürigen Einstiegsmodell erschöpfen sich in der Seitenpartie, der nun zwar der kecke Schwung des hinteren Seitenfensters fehlt, die aber mit zwei klar akzentuierten Knicks in der hinteren Tür gleichfalls recht eigenständig wirkt. Der Kofferraum fasst unverändert 251 Liter und lässt sich auf bis zu 951 Liter erweitern.

Die Operation ist nicht nur stilistisch gelungen, sondern auch praktisch: Der Einstieg ist vorn wie hinten großzügig, und auf den hinteren Plätzen ist auch für Erwachsene ausreichend Platz. Wie beim Dreitürer sitzen die Fondpassagiere etwas höher und genießen damit den entsprechenden Blick nach vorn. Erstaunlich bleibt, wie viel Platz beim Up auf wie wenig Grundfläche geschaffen wurde. Der Fünftürer ist nicht nur praktischer, sondern auch etwas übersichtlicher: Die tiefer gezogene Fensterlinie erlaubt bessere Sicht nach hinten.

Dreizylinder des VW Up mit kerniger Manier

Der VW Up ist für einen Kleinstwagen komfortabel abgestimmt
Der VW Up ist für einen Kleinstwagen komfortabel abgestimmt © VW

Abgesehen von der modifizierten Karosserie fährt sich der Fünftürer wie ein dreitüriger Up - und zwar gar nicht schlecht. Unter der kurzen Motorhaube steckt ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 44 kW/60 PS bzw. 55 kW/75 PS. Beide Motoren zeichnen sich durch ausreichenden Nachdruck, jedoch keineswegs durch überschäumendes Temperament aus. Gegen Aufpreis gibt es bei beiden Motorisierungen eine Blue-Motion-Variante, die über ein Start-Stopp-System und eine Bremsenergie-Rückgewinnung verfügt. Der Motorenklang ist nach typischer Dreizylinder-Manier leicht kernig, aber so gedämpft, dass er nicht aufdringlich wird. Geschaltet wird mittels einer Fünfgang-Box.

Das Fahrwerk ist ebenso wenig ambitioniert wie die Motoren; zwar bleibt der Up auch bei höheren Kurvengeschwindigkeiten lange stabil, er macht jedoch mit erheblicher Seitenneigung darauf aufmerksam, dass er an der Übung keineswegs besondere Freude hat. Dafür ist komfortabel abgestimmt - das trägt im Zusammenspiel mit der guten Verarbeitungsqualität und der leisen Akustik dazu bei, dass man sich in eine höhere Fahrzeugklasse versetzt fühlt.

VW Up-Fünftürer gerade von Frauen bevorzugt

Weitere Varianten des VW Up folgen
Weitere Varianten des VW Up folgen © VW

Dort, wo gespart wurde, hat Volkswagen es pfiffig gelöst, etwa bei der Türverkleidung, die den Blick auf nacktes Blech erlaubt - stilistisch eine durchaus gelungene Lösung. Der rechte Fensterheber lässt sich nur von der rechten Tür aus betätigen, und bei der Lenkradverstellung haben die Wolfsburger auf eine axiale Justierung verzichtet.

Der Fünftürer wird in allen kommenden Motorvarianten angeboten - noch dieses Jahr auf die Erdgas-Variante und den rustikalen Cross Up, im kommenden Jahr dann auch auf den vollelektrischen E-Up und den Up GT mit einem 81 kW/110 PS starken Turbomotor. Das dürfte den Anteil dieser gerade von Frauen bevorzugten Karosserievariante auf deutlich über 50 Prozent hochtreiben. (SP-X)






Mehr zur Marke VW

Von 2018 bis 2022VW investiert 34 Milliarden Euro in Elektromobilität

Der VW-Konzern investiert massiv in die Elektromobilität und Mobilitätsdienste. Von 2018 bis 2022 werden es 34 Milliarden Euro sein.


Synergieeffekte über 1,9 Milliarden EuroVW erreicht Ziele des Zukunftspaktes früher

Die Marke Volkswagen hat ein Jahr nach dem Unterzeichnen des Zukunftpaktes ein positives Zwischenfazit gezogen. Dabei wurden die gesetzten Ziele knapp verfehlt oder sehr viel früher erreicht.


Minus auf dem Heimatmarkt und bei AudiVolkswagen profitiert vom Wachstum in China

Volkswagen hat im Oktober seine Auslieferungen deutlich gesteigert. Nach zehn Monaten befinden sich nur noch der Heimatmarkt und die VW-Tochter Audi unterm Strich.



Mehr aus dem Ressort

Der Fiat Fullback Cross fühlt sich abseits der Straßen sehr wohl
Baugleich mit dem Mitsubishi L200Fiat Fullback Cross: Das Problem mit der Verwandtschaft

Das Segment der Pickups bildet noch eine kleine Community in Europa. Der Fiat Fullback Cross trifft dabei auf eine große multikulturelle Verwandtschaft der Lastenträger.


Ssangyong hat den Rexton komplett neu gestaltet
Vierte Generation des FlaggschiffsSsangyong Rexton: Neue Proportionen

Ssangyong fährt den Rexton in die vierte Auflage. Dabei hat das Flaggschiff eine komplette Umwandlung erhalten, bei der nur noch der Name übrig blieb.


Der Opel Insignia Country Tourer mag die rustikale Art
Dritte Variante des FlaggschiffsOpel Insignia Country Tourer: Ein wenig Freiheit und Abenteuer

Trotz des Booms bei den SUV gibt es auch noch Anhänger rustikaler Kombis. Opel schickt erneut die Offroad-Variante Country Tourer in den Schnee und Matsch.