5. Juli 2010

Fahrbericht VW Sharan 1.4 TSI Bluemotion Technology Im Jagdrevier der Schiebetüren

Der neue Sharan ist mit Schiebetüren ausgestattet
Der neue Sharan ist mit Schiebetüren ausgestattet © Foto: VW

VW hat den Sharan neu konzipiert. Auf neue Motoren wurde bei der neuen Generation verzichtet, dafür aber die Variabilität gesteigert.




Von Thomas Flehmer

Es musste so ja kommen. Während Mazda mit dem 5er oder die Euro-Vans von der Fiat Group und Peugeot und Citroen schon frühzeitig ihre langen Familienkarosserien mit Schiebetüren ausgestattet hatten, dauerte es in den Zimmern der Entscheider aus Wolfsburg etwas länger, ehe diese nun auch auf den Trichter kommen und die Vorzüge dieser speziellen Türen auch für ihr Produkt nutzen. 15 Jahre tuckerte der Sharan bisher mit ganz normalen Türen durch die Gegend, im Sommer ist jetzt Schluss damit. Ab dem 3. September wird auch beim Wolfsburger Schlager geschoben.


22 Zentimeter länger

Die Schiebetüren sind die wichtigste Neuerung des Familien-Vans neben dem selbst für dieses Segment enormen Längenzuwachses. Ganze 22 Zentimeter mehr als beim Vorgänger weist der neue Sharan, der als Fünf-, Sechs- oder Siebensitzer erhältlich ist, nun auf. Die Personen teilen sich ihren Platz nun auf 4,85 Metern Länge.

Die Variabilität wurde ebenso maximiert. Während früher die Sitze ausgebaut werden mussten, um den Sharan zum Transporter umfunktionieren, werden nun die Sitze der zweiten und dritten Sitzreihe mit einem einfach zu bedienenden Mechanismus im Fahrzeugboden untergebracht. Auch der Einstieg zur dritten Sitzreihe funktioniert dank des Easy-Fold-Sitzsystem genannten Features ganz reibungslos.

Maximale Variabilität

Allerdings sollten die Personen, die dort Platz nehmen nicht allzu groß sein. Denn auch wenn die Sitze der zweiten Reihe verschoben werden können, fühlt man sich am Ende der Fahnenstange doch etwas beengt. Zudem minimiert die dritte Sitzreihe den Kofferraum enorm. Dann stehen nur noch 300 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung. Sind alle Sitze umgeklappt sind es gewaltige 2430 Liter mit einem ebenen Ladeboden von mehr als zwei Metern Länge.

Die Variabilität wird durch zahlreiche Ablagemöglichkeiten für alle möglichen Dönnekes gesteigert. Der großen Aufpreisliste sei Dank kann der Sharan in einen multifunktionalen und multimedialien Business-Van umgewandelt werden, wenn das nötige Kleingeld im Portemonnaie übrig ist.

Einstieg bei 28.875 Euro

Zuvor müssen schon 28.875 Euro für das 110 kW/150 PS starke Einstiegsmodell mit dem 1.4 TSI-Motor samt Bluemotion Technology investiert werden. Insgesamt stehen vier bereits aus anderen Modellen bekannte Turbobenziner und Turbodiesel mit einem Spektrum zwischen 103 kW/140 PS und 147 kW/200 PS zur Auswahl.

Dabei reicht die Basismotorisierung schon vollkommen aus, um komfortabel unterwegs zu sein. Der designmäßig dem Golf VI folgenden Sharan lässt sich gut schalten und lenken. Sicher sollten die Kurven nicht allzu rasant genommen werden, doch auch das Fahrwerk ist gut abgestimmt, ohne dass Ängste - besonders in den hinteren Reihen - aufkommen sollten.

30 Kilogramm leichter

Die Einstiegsvariante, trotz des Längenzuwachses 30 Kilogramm leichter als der Vorgänger, soll mit 7,3 Litern Super auskommen. Wird das Gaspedal des Zweitonner nicht iunbedingt nur auf Sparsamkeit traktiert und soll der Sprint zur 100 km/h-Marke auch mal in 10,7 Sekunden absolviert werden, rückt auch dieser Wert weiter höher.

Bis zu einer Geschwindigkeit von 197 km/h hält es der 1.4er aus, doch eine angenehme Fahrt ist auch schon bei Tempo 140 bis 160 km/h gegeben. Denn als Reisemaschine eignet sich der Sharan auch dank der Schiebetüren mehr denn je.






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