23. Februar 2009

Fahrbericht Suzuki Splash Praktischer Stadtflitzer

Suzuki Splash
Suzuki Splash © Foto: Suzuki

Kleinwagen liegen im Trend. Der Suzuki Splash bietet mit in der Einstiegsversion mit 65 PS alles, was man für den Stadtverkehr braucht - nicht mehr aber auch nicht weniger.




Von Holger Holzer

Mit einem guten Platzangebot bei geringen Abmessungen präsentiert sich der Suzuki Splash als praktisches Stadtauto. Äußerlich setzt sich der Fünftürer mit der schicken rundlichen Front von seinem kastenförmigen Vorgänger Wagon R deutlich ab. Angetrieben vom 48 kW/65 PS starken Basismotor kostet der Fünfsitzer ab 9990 Euro.


Kulleraugen-Scheinwerfer

Große Kulleraugen-Scheinwerfer, eine lächelnde Vorderfront und die schwungvoll nach hinten ansteigende Fensterlinie geben dem Splash einen dynamischen sportiven Touch. Ansehnlich geraten ist auch der Innenraum, der mit vielen runden Elementen und haptisch angenehmen Materialien recht freundlich wirkt. Ein großes Zentralinstrument liegt hinter dem Lenkrad, der optionale Drehzahlmesser sitzt oben über der Mittelkonsole.

Zahlreiche Ablagen nehmen den täglichen Kleinkram auf. Der als Fünfsitzer ausgeschriebene Fronttriebler gewährt vier Erwachsenen ausreichend Sitzplatz, wobei der mittlere Sitz im Fond klassenüblich nur von einem Kind besetzt werden sollte. Erwachsene sitzen auf den beiden äußeren hinteren Sitzen recht kommod, wenn Fahrer und Beifahrer ihre Sessel nicht zu weit nach hinten stellen. Die vorderen Sitze sind sehr bequem, haben aber eine zu kurze Oberschenkelauflage, was die Langstreckentauglichkeit einschränkt.

Probleme für Großgewachsene

Der Innenraum vom Splash
Der Innenraum vom Splash © Foto: Suzuki

Auch haben es Großgewachsene schwer, eine ideale Sitzposition finden, da das Lenkrad klassenüblich nur in der Höhe verstellbar ist. Haupteinsatzgebiet des 3,72 Meter kurzen Splash dürfte aber in den meisten Fällen sowieso die Stadt sein. Mit einem Wendekreis von 9,40 Metern, der ungewöhnlich übersichtlichen Karosserie und in ihren Abmessungen gut zu überblickenden Karosserie sowie der recht hohen Sitzposition macht er das Parken und Rangieren zum Kinderspiel.

Die großen Fondtüren und die serienmäßigen Isofix-Kindersitzbefestigungen erleichtern das Anschnallen des Nachwuchses auf der Rücksitzbank, eine umklappbare Lehne macht gleichzeitig das Verstauen der Einkäufe einfach. Ein Ladewunder ist der Splash jedoch nicht; bei voller Bestuhlung nimmt der Kofferraum gerade einmal 178 Liter Gepäck auf, was dem Inhalt einer größeren Sporttasche entspricht. Mit umgeklappter Rückbank sind es mit 1050 Litern auch nicht gerade ekordwerte. Zudem muss bei jedem Ladevorgang die recht hohe Kofferraumkante überwunden werden, was schon bei entsprechendem Gewicht recht viel Kraftkostet.

Kein Tempramentsbolzen

Der Splash
Der Splash © Foto: Suzuki

Während der Fahrt mit dem 1,0-Liter-Benziner schlägt sich das Basismodell recht ordentlich, ohne gleich ein Ausbund an Temperament zu sein. Er geht bei ausreichender Drehzahl aber freudig zur Sache und ermöglicht dem nur rund eine Tonne schweren Auto ein flottes Mitschwimmen im Verkehr. Dabei stört auch die etwas hakelige manuelle Fünfgang-Schaltung den Fahrspaß kaum. Der Stadtflitzer bietet insgesamt ein unproblematisches Fahrverhalten und ist komfortabel genug, die gröbsten Unebenheiten wegzubügeln.

Wem es nach etwas mehr Kraft verlangt, hat in einem 63 kW/68 PS starken Benziner eine Alternative. Für Vielfahrer und Flottenkunden ist der 55 kW/75 PS starke Diesel besonders geeignet. In Sachen Ausstattung hält sich die 9 990 Euro teure Basisversion zurück: An Bord sind unter anderem vier Airbags, umlegbare Rücksitze und Fensterheber vorn. Wer rund 2 500 Euro drauflegt, erhält zwei weitere Airbags, den Schleuderschutz ESP, eine Klimaanlage und geteilt umlegbare Rücksitze. Dadurch schrumpft aber der preisliche Abstand auf die stärker motorisierte Version, die die genannten Extras bereits serienmäßig an Bord hat, auf 500 Euro.

Der Splash
Der Splash © Foto: Suzuki

Ein Radio muss aber in jedem Fall noch extra gekauft werden. Die Kfz-Haftpflicht, etwa bei der Axa, kostet aufgrund einer ungünstigen Typklassen-Einstufung mit 548 Euro vergleichsweise viel. Im Vergleich mit dem baugleichen Schwestermodell Opel Agila kommt der Suzuki in der Anschaffung aber auf jeden Fall billiger, bei den Restwerten dürfte der Opel hingegen einen Image-Vorsprung haben.

Unterm Strich ist der serienmäßig mit fünf Türen ausgerüstete Splash ein gutes und vergleichsweise preiswertes Stadtauto. Das gefällige Design dürfte ebenso Zuspruch finden wie das gute Platzangebot für Passagiere.(mid)






Mehr zur Marke Suzuki

Turbo statt SaugerSuzuki Swift macht anders Sport

Suzuki hat auf der IAA den neuen Swift Sport präsentiert. Beim agilen Ableger des Kleinwagen-Bestsellers hat sich nicht nur die Optik optimiert, auch die Leistungskraft ist dank zahlreicher Änderungen angestiegen.


Premiere auf IAANeuer Suzuki Swift kommt als Sportversion

Suzuki wird vom Swift auch wieder eine Sportversion anbieten. Der Kleinwagen der Japaner wird dann wohl 140 PS leisten.


Fragen an den Autopapst im Juli 2017

Probleme mit dem Auto? Der Motor springt nicht an? Sie wissen nicht mehr weiter? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler hilft Ihnen weiter. Heute geht es um einen Suzuki.



Mehr aus dem Ressort

Marktstart im Frühjahr 2018Volvo XC40: Cool sein hat seinen Preis

Volvo will wachsen – und dazu beitragen soll insbesondere das Kompakt-SUV XC40. Er wird im März auf den Markt kommen. Das Auto bringt alles mit, um ein Erfolg zu werden. Wenn da nur nicht der Preis wäre.


Der VW Golf GTI TCR darf nur auf Rennkursen bewegt werden
Bei Seat gebautVW Golf GTI TCR: Nur für die Rennstrecke

65 Prozent aller Bauteile sind identisch mit einem normalen Serienmodell. Trotzdem darf der VW Golf GTI TCR nicht am Alltagsverkehr teilnehmen – und das ist auch gut so.


Porsche hat auch den Panamera Kombi hybridisiert
Turbo S E-Hybrid Sport Turismo mit 680 PSHybrider Porsche Panamera Kombi: Teilzeit-Stromer der Superlative

Porsche hat die Kombivariante des Panamera an den Stecker gepackt. Die hybride Zufuhr dient dem Turbo S E-Hybrid Sport Turismo dabei sowohl der Leistungssteigerung als auch der emissionsfreien Fahrt durch urbane Umweltzonen.