15. Oktober 2007

Fahrbericht Neuer Motor, alte Talente

Suzuki GSF 650
Suzuki GSF 650 © Foto: Suzuki

Suzuki hat der GSF 650 einen neuen Motor spendiert. Nun ist der Vierzylinder mit einer Wasserkühlung ausgestattet.




Von Heiko P. Wacker

Wasser statt Luft sorgt im aktuellen Modelljahr beim Straßenmotorrad Suzuki GSF 600 Bandit für die Kühlung des Reihenvierzylindermotors. Die kultigen Kühlrippen gehören so der Vergangenheit an. Während diese Triebwerksveränderung, das elektronische Motormanagement und der geregelte Katalysator die Neuerungen beim Einsteigermotorrad markieren, bleibt der Rest der Maschine unangetastet. Erhältlich ist die kleine Bandit ab 6690 Euro.


62 Nm maximales Dehmoment

Der 656 ccm große Reihenvierzylinder verfügt über 63 kW/86 PS Leistung bei 10. 500 U/min, während das maximale Drehmoment von 62 Nm bei 8900 Touren erreicht wird. Für Neulinge auf zwei Rädern sind das völlig ausreichende Werte, zumal der Vierzylinder schon bei niedrigen Drehzahlen souverän voran marschiert. Auch den Kaltstart meistert die kleine Suzuki nun problemlos, musste der Fahrer bei der mit Vergaser ausgerüsteten Vorgängerin an kalten Tagen doch noch eine feinfühlige Hand für den Choke besitzen.

Die Halbverkleidung an der Suzuki GSF 650
Die Halbverkleidung an der Suzuki GSF 650 © Foto: Suzuki

Der Verbrauch ist im Vergleich zum früheren Aggregat gesunken und liegt nun bei 4,7 Litern Superbenzin auf 100 Kilometern, was in Verbindung mit dem 19 Liter fassenden Tank Reichweiten von rund 400 Kilometern ermöglicht. Angesichts solcher Werte kann man selbst den Wechsel auf Superbenzin - die Vorgängerin begnügte sich noch mit Normalbenzin - verschmerzen. Akzeptabel fällt auch der jährlich fällige Beitrag zur Haftpflichtversicherung aus, der beispielsweise bei der AXA 94 Euro beträgt.

Gutes Handling

Das Cockpit der Suzuki GSF 650
Das Cockpit der Suzuki GSF 650 © Foto: Suzuki

Ebenfalls erfreulich ist die kurze Eingewöhnungszeit auf der Bandit, denn die Maschine zeichnet sich durch gute Handling-Eigenschaften aus. Nicht nur deswegen ist das serienmäßige ABS ein sinnvolles Ausstattungselement. Zwar reichen die Talente der kleinen Japanerin bei weitem nicht in supersportliche Regionen - langweilig darf man sie deshalb aber keineswegs nennen. Das Fahrwerk ist erfrischend straff abgestimmt. Allerdings erweist sich das Gestühl auf Dauer als ein wenig hart. Dafür sorgen aber die verstellbare Sitz- und Lenkerhöhe für etwas Komfort.

So ist denn die Bandit 650 trotz ihres neuen Motors den alten Tugenden als ideales Einsteiger-Bike treu geblieben. Sie ist solide, absolut alltagstauglich, dank des serienmäßigen ABS sicher und für unter 7000 Euro auch noch erschwinglich. Das tröstet dann doch über den Abschied vom feinrippigen Kultmotor hinweg. (mid)






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