20. Februar 2012

Fahrbericht Ab 17. März erhältlich Subaru XV: Neue Käuferschichten in Sicht

Der Subaru XV wird eher auf den Boulevards fahren als im Gelände
Der Subaru XV wird eher auf den Boulevards fahren als im Gelände © Subaru

Subaru fährt mit dem XV ins Segment der Kompakt-SUV. Dank der stylischen Linienführung und dem günstigen Preis sowie einem guten Fahrverhalten ist der kleine Geländewagen auf Basis des Impreza für den Konkurrenzkampf gut gerüstet.




Von Ralf Schütze

Erstaunlich vielseitig erweist sich Subarus Einstieg in den populären Markt der Kompakt-SUVs: Der Subaru XV vereint kernige Offroad-Optik mit stylischer Linienführung. Für den Wettbewerb gegen Konkurrenten wie Nissan Qashqai, Hyundai ix35, Kia Sportage und bald auch Mazda CX-5 hat Subaru seinen neuen Crossover auf Basis der nächsten Impreza-Generation gut gerüstet: Permanenter Allradantrieb und stattliche 22 Zentimeter Bodenfreiheit gehören ebenso zur Grundausstattung aller drei Boxer-Motorisierungen wie Klimaautomatik und CD-Audiosystem. Eine Berganfahrhilfe ist den Handschaltern vorbehalten. Mit erhöhter Sitzposition und ausreichend Platz für fünf Passagiere will Subaru neue Zielgruppen ansprechen, besonders junge Familien, Großstädter aber auch ältere Menschen. Am 17. März kommt der Lifestyle-Offroader zu Preisen von 21.600 bis 33.090 Euro auf den Markt.


Subaru XV sehr dynamisch unterwegs

Glanzpunkt in der Palette ist der Vierzylinder-Boxer: ein äußerst laufruhiger Zweiliter-Diesel mit 108 kW/147 PS. Bis zu 350 Nm Drehmoment sorgen für Durchzugskraft übers gesamte Drehzahlband und ermöglichen eine spritsparende Fahrweise. Der Normverbrauch von 5,6 l/100 km hat sich bei unseren Testfahrten nahezu bestätigt. Der Praxisdurst lag bei 6,2 l/100 km, und zwar ohne Start-Stopp-System und Automatik, die leider beide für den Diesel nicht erhältlich sind.

Weiterer Pluspunkt des XV: sein Fahrverhalten. Unabhängig von der Motorisierung lässt er sich auch durch enge Kurven sehr dynamisch bewegen. ESP ist natürlich Serie, wer es ausschaltet, kann den Allradler durch gezielte Gasimpulse in den Heckdrift bringen, ansonsten gibt er sich bis in den Grenzbereich neutral und berechenbar.

Bekannter Motor aus dem Subaru Forester

Auch auf Schnee bewegt sich der Subaru XV souverän
Auch auf Schnee bewegt sich der Subaru XV souverän © Subaru

Von den beiden Benzinern empfiehlt sich der bereits vom Subaru Forester bekannte, größere 2,0-Liter-Motor mit 110 kW/150 PS, den es ab 23.700 Euro gibt – wahlweise gegen 2000 Euro Aufpreis mit stufenlosem CVT-Getriebe "Lineartronic". Er erledigt seine Aufgabe äußerst drehfreudig, allerdings benötigt er schon offiziell 6,9 l/100 km (mit Automatik: 6,6).

Die Automatik erweist sich besonders im Zusammenspiel mit dem großen Benziner als empfehlenswert. Die minimalen "Denkpausen" bemerkt man nach kurzer Eingewöhnungsphase kaum mehr. In der höchsten von drei Ausstattungslinien (Active, Comfort und Exclusive) lassen sich über Schaltwippen sechs Gangstufen simulieren. Unser Testverbrauch mit dem großen Benziner und CVT lag mit 7,2 l/100 km nur wenig über dem Normverbrauch.

Subaru XV lässt sich mit Automatik stimmiger fahren

Der Subaru XV präsentiert sich sehr vielseitig
Der Subaru XV präsentiert sich sehr vielseitig © Subaru

Beim neu entwickelten Einstiegsbenziner mit 1,6 Liter Hubraum empfiehlt sich die Lineartronic ganz besonders, auch wenn sie den Preis der Basisvariante von 21.600 auf 23.700 Euro hochschraubt. Dafür senkt das CVT-Getriebe den Normverbrauch von 6,5 auf 6,3 l/100 km.

Und: Die Automatik hält den etwas schwachbrüstigen Benziner derart auf Trab, dass sich das Gesamtpaket im Vergleich zum Handschalter deutlich stimmiger fahren lässt. Vorteil des kleinen Benzinmotors: Er erleichtert Abstecher ins unwegsame Terrain zusätzlich mit einer Geländeuntersetzung und steigert so die Vielseitigkeit des Subaru.

Wenig Kofferraumvolumen im Subaru XV dank schräger Heckscheibe

Der Gepäckraum des Subaru XV ist etwas schmaler ausgefallen
Der Gepäckraum des Subaru XV ist etwas schmaler ausgefallen © Subaru

Tribut an die dynamische Linienführung des trendigen Allrounders: Wegen seiner schrägen Heckscheibe schluckt Subarus neuer Crossover lediglich 380 bis maximal 1270 Liter Gepäck. Die großstädtische Kundschaft wird es verschmerzen, da der XV diese praktische Einschränkung mit schickem Design ausgleicht. Besonders die flache Windschutzscheibe, markante Radausschnitte, auffällige 17-Zoll-Felgen und der markentypische Hexagonalgrill springen ins Auge.

Innen überzeugen Verarbeitung und Materialanmutung, etwa geschäumter Kunststoff mit angenehmer Haptik nicht nur am Armaturenbrett, sondern auch an der oberen Innenverkleidung der Türen. Bei den gehobenen Versionen sorgen Details wie nachts rot leuchtende Chromumrandungen für den nötigen Pfiff. Der Zugang zur Hinterbank ist dank großer Türausschnitte übrigens ein Kinderspiel.

Eingeschränkte Sicht beim Subaru XV

Schickes Design hat beim Subaru XV Vorrang
Schickes Design hat beim Subaru XV Vorrang © Subaru

Typisch für Crossover-Modelle: Auch beim Subaru XV ist die Sicht nach hinten eingeschränkt. Immerhin gleicht dies die optionale Rückfahrkamera aus, die für den großen Benziner in Comfort- und Exclusive-Ausstattung zum Serienumfang gehört. Alles in allem macht der XV als höhergelegte Variante des kommenden Impreza einen vielversprechenden Eindruck. Der günstige Einstiegspreis, Allradantrieb und das gelungene Design könnten Subaru neue Käuferschichten erschließen. (SP-X)






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