13. Juli 2010

Fahrbericht Sparsamer Motor für Europa Diesel für den Nissan Murano

Der Murano fährt jetzt auch mit Dieselpower
Der Murano fährt jetzt auch mit Dieselpower © Foto: Nissan

Nissan macht den Murano für europäische Kunden interessanter. Auf den neuen Selbstzünder kommen sehr hohe Erwartungen zu.




Von Holger Holzer

Ein Dieselmotor soll den Nissan Murano nun für europäische Kunden attraktiver machen. Bislang litt das Oberklasse-SUV in Deutschland darunter, dass einzig ein naturgemäß durstiger Sechszylinder-Benziner nach US-Geschmack im Programm stand. Wie unattraktiv das für viele potenzielle Käufer war, zeigen die Absatzvorstellungen des Herstellers: Der sparsamere Selbstzünder soll vom Start weg 85 Prozent Verkaufsanteil ausmachen.


Laufruhe und Vibrationsarmut

Mit einem Einstiegspreis von 45.590 Euro ist die 140 kW/190 PS starke Dieselversion sogar preiswerter als der Benziner. Ungewöhnlich in dieser Fahrzeugklasse: Statt über sechs verfügt der Murano-Diesel nur über vier Zylinder. Die meisten Wettbewerber wie Mercedes-Benz ML, BMW X5 und Audi Q7 setzen auf prestigeträchtige V6-Aggregate.

Dies muss aber kein Nachteil sein. Der 2,5-Liter-Vierzylinder kann vor allem in Sachen Laufruhe und Vibrationsarmut überzeugen. Das füllige Drehmoment von 450 Nm schiebt den großen Allrader energisch nach vorn. Zwar liegt die volle Kraft erst bei vergleichsweise hohen 2000 U/min an, das wird von der serienmäßigen Sechsgangautomatik mit aufmerksamen Gangwechseln jedoch gut kaschiert.

Acht Liter reichen aus

Auf bergigen Strecken oder bei starkem Beschleunigen gelangt der Vierzylinder-Motor in dem knapp 1,9 Tonnen schweren Allrader jedoch an seine Grenzen. Für ein Fahrzeug mit Luxusanspruch ist das nicht immer souverän genug. Beim Verbrauch gibt sich der Motor laut Hersteller mit 8,0 Litern zufrieden.

Unterm Strich kann das aus anderen Nissan-Modellen bekannte und stark überarbeitete Triebwerk jedoch überzeugen. Vor allem auf Langstrecken und beim komfortablen Cruisen. Der im Konzern vorhandene Sechszylinder, der im Übrigen auch nicht ohne Weiteres unter die Motorhaube gepasst hätte, wäre außerdem deutlich teurer gewesen.

Geänderte Frontpartie

Aber nicht nur der Motor des Diesel-Murano ist neu. Um dem gesteigerten Luft- und Kühlungsbedarf gerecht zu werden, wurde auch die Frontpartie geändert. Der leichte Überbiss des Benziners ist verschwunden, stattdessen wirkt das SUV nun bulliger und robuster. Außerdem wurden die Materialien im Innenraum überarbeitet, eine neue Navi-Generation eingeführt und eine Bremsenergierückgewinnung eingebaut.

Zur Serienausstattung gehören unter anderem 18 Zoll-Felgen, Bi-Xenon-Scheinwerfer und eine Rückfahrkamera. Ansonsten verlässt der Murano sich auf die bekannten Tugenden: großes Raumangebot, komfortable Fahreigenschaften und umfangreiche Ausstattung. Im Handel steht die neue Volumen-Variante ab dem Sommer. (mid)






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