5. Juni 2009

Fahrbericht Mazda 3 1.6l MZR Dynamischer Einsteiger

Der Mazda 3
Der Mazda 3 © Foto: Mazda

Einstiegsmodelle stehen bei Autoherstellern meist nur als Theorie in der Liste, um Aufmerksamkeit über den Preis zu erregen. Mehr als nur ein Lockangebot hat Mazda mit der Einstiegsversion des Mazda 3 ins Regal gestellt.




Von Thomas Flehmer

Die Basisversionen diverser Automodelle sind häufig nur Lockangebote, um den Kunden diesen oder jenen Wagen schmackhaft zu machen. Zumeist stehen diese Modelle - häufig nur mit wenig PS ausgestattet - nur in der Liste und sind in der Realität überhaupt nicht verfügbar. Beim einen fehlt die Servolenkung, dem anderen das ESP, alles Dinge, mit denen der moderne Autofahrer von heute gerne herumfährt.


Serienmäßiger Bordcomputer

Dass japanische Autos von vornherein besser ausgestattet sind als deutsche PKW, ist kein Geheimnis. Auch beim neuen Mazda 3 sind mehr als nur das Lenkrad und vier Reifen an Bord, sodass man sich guten Gewissens in den gut konturierten Sitzen platzieren kann. Auch hinten ist genug Beinfreiheit vorhanden - auch wenn es recht beengt wirkt.

Ein wenig Beengtheit zeichnet den Mazda 3 auch im Cockpit aus. Das Lenkrad ist mit Schaltern übersät, an die man sich erst einmal gewöhnen muss, da neben den Bedienungsfunktionen für Radio und Co auch noch die verschiedenen Funktionen des Bordcomputers (serienmäßig!) abgerufen werden können. Pfiffig das nicht serienmäßige Navigationssystem, das Mazda auf Tomtom-Größe geschrumpft hat und neben dem Bordcomputer fest installiert werden kann. Wer mit dem kleineren Schirm Schwierigkeiten hat, sollte auch von Saugnapflösungen die Finger lassen.

Laufruhiger Motor

Das Cockpit ist ein wenig beengt, aber gut ausgestattet
Das Cockpit ist ein wenig beengt, aber gut ausgestattet © Foto: Mazda

Ohne Enge und Zwänge treibt der 1,6 Liter Vierzylinder den Golf-Jäger aus Japan voran. Dank 105 PS und damit gleich 25 Pferden mehr als die Einstiegsversion des Wolfsburger Klassikers zu bieten hat, ist der Mazda flott und zügig und - seit der Einführung des Golf VI im vergangenen Jahr fast ein Muss - sehr leise unterwegs. In der Stadt ist der Motor kaum vernehmbar und auch über Land dringen erste Geräusche erst bei höheren Geschwindigkeiten in den Innenraum.

Dabei heißt leise nicht gleich langweilig. Das Fahrwerk erlaubt schnelle Kurvenfahrten, ohne dass bei den Passagieren in der hinteren Reihe gleich wieder alte Bekannte zum Vorschein treten. Und auch sonst passt sich die dynamische Basisversion dem sportlich stärker konturierten Design an, das sich ansonsten nur dezent von der Vorgänger-Generation unterscheidet, um den gewissen Wiedererkennungswert zu ermöglichen.

Der Wunsch nach Mehr

Schon beim Einstiegsmodell vermisst man nicht die Spritzigkeit
Schon beim Einstiegsmodell vermisst man nicht die Spritzigkeit © Foto: Mazda

Sich selbst erkennt man auch wieder. Sind es doch die vielen kleinen Gimmicks, die dem Fahrzeug noch mehr Freude verleihen und das Fahren angenehmer machen. Und so bleibt auch der japanische Einsteiger für 16.900 Euro auch hier eher theoretischer Natur - bis auf die 105 PS.

Trotzdem sollte schon noch ein wenig Ausstattung sein, auch wenn von vornherein eine Notbrems-Warnautomatik an Bord ist. Mit 20.700 Euro in der Ausstattungsvariante High-Line sollte schon kalkuliert werden, dann ist man aber ausreichend bestückt, wenn man nicht noch wert legt auf das Bose High End-System für 930 Euro, das 730 Euro teure und festinstallierte Navi sowie die Metallic-Lackierung für 480 Euro. Dann stehen 22.830 Euro zu Buche und der Einstieg fällt wieder etwas teurer aus.






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