19. März 2009

Fahrbericht Kiad Ceed Sporty Wagon Lademeister unter den Kompakten

Kia Ceed Sporty Wagon
Kia Ceed Sporty Wagon © Foto: Kia

Als Lademeister der Kompaktklasse präsentiert sich der Kia Ceed Sporty Wagon. Der 4,47 Meter lange Kombi fasst bis zu 1 664 Liter Gepäck und schlägt damit sogar deutlich größere Wettbewerber.




Von Karin Linke

Als Lademeister der Kompaktklasse präsentiert sich der Kia Ceed Sporty Wagon. Der 4,47 Meter lange Kombi fasst bis zu 1664 Liter Gepäck und schlägt damit sogar deutlich größere Wettbewerber. Ein gefälliges Design, die umfangreiche Ausstattung und die ordentliche Variabilität machen ihn zu einem guten Familienmobil. Die Preisliste startet bei 16.050 Euro, die getestete Version mit dem 85 kW/115 PS starken Dieselmotor gibt es ab 19.255 Euro.


Irreführender Modellname

Der sportliche Modellname ist etwas irreführend, ist der Ceed doch kein enger Lifestyle-Kombi, sondern ein praktischer Raumnutzer. Trotzdem kommt die Karosserie nicht klobig-kastenförmig daher: Von außen präsentiert sich der Fünftürer mit seiner langgestreckten Form und einer im Heckbereich leicht nach unten gezogenen Dachlinie sogar modern und dynamisch. Allerdings schränkt das recht kleine Heckfenster die Sicht nach hinten stark ein; die Parksensoren aus der Optionsliste sind daher empfehlenswert.

Das Cockpit im Kia
Das Cockpit im Kia © Foto: Kia

Der Gepäckraum fasst auch bei voller Bestuhlung großzügige 534 Liter. In einem Ablagefach unter dem Gepäckraumboden stehen noch einmal 55 Liter Stauvolumen zur Verfügung; das Notrad ist darunter untergebracht. Durch das leichtgängige Umklappen der Rücksitze kann der Laderaum auf insgesamt 1.664 Liter erweitert werden. Bemerkenswert: Um einen guten Zugang zum Gepäckraum zu ermöglichen, wurde der Anschlag der Heckklappe weit in den Dachbereich integriert.

Die Klappe braucht somit nur einen kleinen Öffnungsradius und ist in engen Parklücken gut zu öffnen. Das Einladen von schwerem Gepäck wird durch eine ebene Ladekante erleichtert. Eine Dachreling für Fahrradträger oder Dachboxen ist serienmäßig dabei. Angenehm fallen die hochwertigen Materialien im Innenraum auf. Die Bedienelemente im Armaturenbrett sind leicht erreichbar und sinnvoll angebracht.

Spiegelung in Frontscheibe

Bietet ausreichend Platz
Bietet ausreichend Platz © Foto: Kia

Bei eingeschaltetem Abblendlicht spiegeln sich allerdings die Leuchtanzeigen der Mittelkonsole in der Frontscheibe. Das Raumangebot ist für die Klasse ordentlich, sowohl auf den Vorder- als auch auf den Rücksitzen stehen ausreichend Bein- und Kopffreiheit zur Verfügung. Dies trifft auch bei den eingebauten Kindersitzen auf der Rückbank zu; anders als bei vielen vergleichbaren Fahrzeugen wird es für die Kleinen auch bei ganz zurückgefahrenem Fahrersitz nicht zu eng.

Der 85 kW/115-PS starke Dieselmotor verfügt nicht nur über einen angenehmen Motorsound, er bringt den Fünfsitzer auch zügig in Schwung. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h dauert 11,7 Sekunden, in der Spitze fährt der Fronttriebler 188 km/h. Das Fahrwerk ist trotz der bewusst sportlichen Auslegung auch bei längeren Reisen ausreichend komfortabel. Der Verbrauch des mit einer manuellen Fünfgangschaltung gekoppelten Dieseltriebwerks liegt laut Hersteller bei 4,9 Litern Diesel auf 100 Kilometern, im Alltagsbetrieb sind aber knapp sieben Liter realistisch. Die Kfz-Haftpflicht kostet bei der AXA 596 Euro im Jahr. Als Antriebsalternativen stehen zwei Diesel- und drei Benzintriebwerke zur Wahl, die ein Leistungsspektrum von 66 kW/90 PS bis 103 kW/140 PS abdecken.

Das Heck der Sporty Wagon
Das Heck der Sporty Wagon © Foto: Kia

In der Basisversion «LX» verfügt der Ceed Sporty Wagon unter anderem über sechs Airbags, den Schleuderschutz ESP, ein CD-Radio mit sechs Lautsprechern, elektrische Fensterheber vorn, einen höhenverstellbaren Fahrersitz, Isofix-Kindersitzbefestigungen, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und ein Gepäckraumtrennnetz. (mid)






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