28. Juni 2009

Fahrbericht Ford Transit Einer für alle Tage

Fahrer im Ford Transit
Fahrer im Ford Transit © Foto: Ford

Wer an einen Kleintransporter denkt, kommt schnell auf den Ford Transit zu sprechen. Das Nutzfahrzeug der Kölner zeichnet sich durch die verschiedenen Umbaumöglichkeiten aus.




Von Silke Koppers

Bei Transportern denken viele Menschen direkt an den Ford Transit. Zu Recht, denn der mittlerweile in der sechsten Generation angelangte Lastesel ist immer noch einer der beliebtesten Transporter in Deutschland. Mittels verschiedener Aufbauten, unterschiedlichen Radständen und Dachhöhen sind über 60 Konfigurationen möglich. Zudem ist der Transit das einzige Nutzfahrzeug, das wahlweise als Fronttriebler oder Hecktriebler oder Allrader bestellt werden kann.


Perfektes Allzweckfahrzeug

Für Handwerksbetriebe unterschiedlichster Art ist die Kastenversion mit einem mittelhohen Dach, langem Radstand von 3,75 Metern und einer Ladelänge von 3,40 Metern das perfekte Allzweckfahrzeug. Vier Europaletten passen hintereinander in den Laderaum, dessen Volumen bis zu 11,6 Kubikmeter beträgt. Die Nutzlast des Hecktrieblers liegt bei 1 573 Kilogramm.

Bis zu 180 Grad lässt sich die Doppelflügelhecktür des Transporters öffnen. Zusammen mit der seitlichen Schiebetür auf der Beifahrerseite und der niedrigen Ladekante ermöglicht das ein problemfreies Be- und Entladen. Mit den Verzurrösen, die auf Wunsch ohne Aufpreis geordert werden können, lässt sich das Ladegut sicher befestigen. Praktisch und dennoch recht komfortabel ist der Arbeitsplatz des Fahrers: Das Cockpit verfügt über ein zentrales Ablagefach auf dem Armaturenträger für ein DIN A4-Ringbuch oder -Klemmbrett, ein offenes Staufach auf der Beifahrerseite sowie ein Handschuhfach mit Hängevorrichtung für DIN-A4-Ordner.

Platz für zwei

Fahrer im Ford Transit
Fahrer im Ford Transit © Foto: Ford

Zudem gibt es einen 12-Volt-Anschluss sowie zwei Zwei-Liter-Flaschenhalter. Die Beifahrerbank bietet Platz für zwei Begleiter. Der 3,2-Liter-Dieselmotor mit fünf Zylindern zeichnet sich mit seiner Leistung von 147 kW/200 PS und einem maximalen Drehmoment von 470 Nm ab 1700 U/min durch Sprintstärke und Zugkraft in nahezu allen Beladungszuständen aus, Laufkultur inklusive. Die kurzen Schaltwege der in die Armaturentafel integrierten Sechsgangschaltung, die leichtgängige Lenkung sowie das straff, aber nicht zu hart abgestimmte Fahrwerk und die schalldämmende Trennwand zum Laderaum machen den Fahrersitz zu einem angenehmen Arbeitsplatz.

Nur die erhöhte Sitzposition, die Länge des Fahrzeugs von 5,68 Metern und der für Pkw-Fahrer typische Blick in den aufgrund des geschlossenen Hecks fehlenden Innenspiegel erinnern daran, dass man ein Nutzfahrzeug bewegt. Der Wendekreis fällt mit 13,30 Metern erstaunlich klein aus.

Preis ab 35.000 Euro

Ford Transit Sport
Ford Transit Sport © Foto: Ford

Der Hecktriebler mit dem starken Dieselfünfzylinder ist ab 34 825 Euro ohne Mehrwertsteuer erhältlich. Der Verbrauch liegt mit durchschnittlich elf Liter Diesel auf 100 Kilometern angesichts der Leistungsdaten in einem vertretbaren Rahmen. An Beiträgen für die Haftpflichtversicherung werden für das Euro 4-Fahrzeug bei der AXA 1.457 Euro fällig. Einen Partikelfilter gibt es gegen 600 Euro Aufpreis. Für die Sicherheit an Bord sorgt serienmäßig ESP samt Berganfahrassistent sowie Tagfahrlicht, aber nur ein Fahrer-Airbag. Den Luftsack für den Beifahrer gibt es optional für 200 Euro. Trotz dieses kleinen Mankos ist der Ford Transit eine gelungene Mischung aus Laderaumvolumen, Funktionalität und Zuverlässigkeit und wohl einer der angenehmsten Arbeitsplätze in der Szene. (mid)






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