19. Februar 2007

Fahrbericht Ford Ranger: Pick me up

Der Ford Ranger
Der Ford Ranger © Foto: Werk

Er hat seine treuen Anhänger auch hierzulande unter den Pick-up-Fans: der Ford Ranger. Jetzt kommt er gründlich überarbeitet und mit nur noch einem kräftigen Dieselmotor bestückt zu den Händlern.




Von Jürgen Wolff

In die Neuauflage des Ford Ranger, eine Gemeinschaftsproduktion mit dem BT-50 von Mazda, hat Ford ein deutliches Plus an Komfort und Funktionalität gepackt. Optisch fällt das Facelift vor allem erst einmal durch die höher ansetzende Motorhaube auf, durch einen großen, die gesamte Front beherrschenden Kühlergrill und durch neue Scheinwerfer in Klarglasoptik. In den zweiteiligen Front-Stoßfänger sind die Nebelscheinwerfer integriert, stark ausgeprägte Radhäuser unterstreichen in der Seitenansicht die kraftvolle Optik.


Ein Motor - drei Ausstattungsvarianten.

Mit einem hochglanzpolierten Sportbügel auf der Ladepritsche, verchromten Einstiegsschwellern und einem ebenfalls chromglänzenden Heck-Unterfahrschutz sorgt das «Limited»-Modell für einen kernig-sportlichen Auftritt. Innen gibt's viel Leder. Mit Reifen im Format 245/70R16 bestückte 16-Zoll-Leichtmetallräder runden das sportliche Bild ab und verbessern darüber hinaus Grip und Handling auch abseits der Straße.

Überarbeitet wurde auch der Innenraum. Neue Sitze mit verbreitertem Rücken-Schulterbereich, einer strafferen Polsterung und vergrößerten Kopfstützen verbessern Komfort und Sicherheit. Im «Limited» ist der Mittelteil des Armaturenträgers silbermetallicfarben abgesetzt. Instrumente, Luftdüsen, Schalthebel, Fensterheberschalter und Türgriffe sind mit Chrom-Applikationen versehen.

Deutlich mehr Leistung

Viel Anhängelast erlaubt
Viel Anhängelast erlaubt © Foto: Werk

Off-Road-Informationen wie zum Beispiel die Seitenneigung oder der Steigungswinkel sind nun erstmals auf dem Armaturenträger ablesbar. Angetrieben wird die neue Generation des Ford Ranger durch einen neu entwickelten und geräuschärmeren 2,5-Liter-Duratorq-TDCi-Turbodiesel mit vier Zylindern und moderner Common-Rail-Einspritztechnologie. Mit 105 kW (143 PS) bietet das nach Euro-4 eingestufte Triebwerk jetzt nicht nur deutlich mehr Leistung - es hat auch dank eines reduzierten Kraftstoffverbrauchs in der Wirtschaftlichkeit zugelegt. Ein Abgasturbolader mit variabler Turbinengeometrie sorgt für ein bulliges Drehmoment von 330 Newtonmeter bei 1.800 U/min.

Nicht ganz unwichtig bei einem Pick Up: Eine Tonne Nutzlast sowie drei Tonnen zulässige Anhängelast machen aus dem Ranger auch ein effektives Nutz- und Arbeitsgerät. Dank der um 60 Millimeter höheren Seitenwände der Ladefläche bringt er eine beachtliche Ladekapazität mit. Um Gegenstände möglichst einfach, schnell und vor allem sicher transportieren zu können, wurde die Lage der Sicherungspunkte verändert und ein variables Fixiergestell auf der Ladefläche montiert.

Fahrwerk optimiert

Voll geländetauglich
Voll geländetauglich © Foto: Werk

Auch das Fahrwerk ist noch einmal optimiert worden. Die Vorderachse bekam größer dimensionierte Querlenker und Schraubenfeder-Lagerungen. An der Hinterachse kommen größere Blattfedern und ein Querstabilisator zu Einsatz. Neue Stoßdämpfer, ein überarbeitetes Bremssystem sowie größere Räder in Kombination mit gelände- und straßentauglicher All-Terrain-Bereifung runden das überarbeitete Fahrwerkskonzept ab.

Im Gelände erleichtert eine verbesserte Bodenfreiheit die Fahrt auch in tiefen Spurrillen und ermöglicht das Überqueren von Hindernissen. Die großzügig ausgelegten Böschungswinkel vorne und hinten ermöglichen das Befahren steiler Auf- und Abstiege ohne Bodenkontakt. Der Allradantrieb lässt sich während der Fahrt zu- und abschalten. Beim Fordhändler wird der neue Ranger als Einzelkabine mit zwei Türen und zwei Sitzen ab 23.740 Euro zu haben sein. Die Doppelkabine kostet 3510 Euro Aufpreis. Ansonsten bewegt sich die Ausstattungsliste Paketweise: Die XLT-Version kostet 6069 Euro auf den Grundpreis, die darauf aufbauende Limited-Version noch einmal 2796 Euro.






Mehr zur Marke Ford

Vierte Generation der MittelklasseFord Mondeo: Die Leiden des Dienstwagens

Der Ford Mondeo verfügt über die typischen Dienstwagen-Qualitäten. Doch besonders benutzte Mittelklassemodelle leiden dann auch unter den typischen Dienstwagen-Beanspruchungen.


Neues AusstattungspaketFord schärft Focus RS nach

Ford verstärkt den Fahrspaß beim Focus RS. Der Kompaktsportler erhält mit dem Paket Blue & Black neben einem Sperrdifferenzial zugleich neue Farbtöne.


Hackett kommt für FieldsFord ernennt neuen Vorstandschef

Ford hat seinen Vorstandschef Mark Fields in den vorzeitigen Ruhestand geschickt. Der Nachfolger soll den Autohersteller durch technische Innovationen zu neuen Werten führen.



Mehr aus dem Ressort

Der Renault Kangoo Z.E. 33 schafft bis zu 270 Kilometer mit einer Ladung
Nutzfahrzeug mit 270 Kilometern ReichweiteRenault Kangoo Z.E. 33: Länger durch die City

Renault hat die Batterieleistung des Kangoo Z.E. deutlich erhöht. Mit einer sinnvollen Vernetzung kann das Potenzial des elektrischen Hochdachkombis noch stärker ausgeschöpft werden.


Vierzylinder-Hybrid mit 232 PSLexus IS 300h F-Sport: Möchtegern-Sportler

Mit dem Lexus IS 300h F-Sport bieten die Japaner einen Vollhybriden an, der mit seinem Namen etliche Erwartungen weckt. Doch nach den Testfahrten bleibt festzuhalten: erfüllen kann er sie leider nicht alle.


Nissan hat dem Qashqai ein neues Aussehen verliehen
Facelift für Crossover-PionierNissan Qashqai: Schönheitskur für den Spitzenplatz

Nissan hat den Qashqai vor allem optisch neuen Glanz verliehen. Technische Neuerungen für den unternehmenseigenen Bestseller sind zwar in der Pipeline, aber noch nicht im Crossover.