29. Juni 2012

Fahrbericht Durchzugsstarker 3.0 TDI Audi A7: Ein kerniger Typ

Außen aha, innen oho, der Audi A7.
Außen aha, innen oho, der Audi A7. © Audi

Schöne Coupés wie den Audi A7 muss man nicht mögen. Allerdings leicht fällt das nicht. Erst recht, wenn man wie hier im überwältigenden Innenraum dahinschmilzt.




Von Peter Eck

Wer seine Kinder jedoch aus dem Haus hat und ein schickes Fahrzeug auch für die ganz lange Strecke sucht, ist mit dem A7 von Audi gut bedient. Aber warum vier Türen? Natürlich um die Samstags-Einkäufe komfortabel im Fußraum des Fonds unterzubringen. Soviel Luxus muss schon sein, auch wenn der A7 einen riesigen Kofferraum von 535 Litern hat, in dem man die Semmeln womöglich nicht wiederfände.


Kernig und durchzugsstark

Genug Klischees. Unser Testwagen ist ja eigentlich auch ein eher handfester Typ. Der 3,0-Liter-Diesel wirkt kernig und sehr durchzugsstark. Zudem ist der Allradantrieb Quattro mit an Bord. Dieses Coupé gehört nicht in die Warmduscher-Ecke.

Obwohl die Sicht aufs Heck nicht jeden zu überzeugen vermag. Die lange Heckklappe kann serienmäßig immer auf Knopfdruck geschlossen werden, geöffnet sowieso – mündet über die Abrisskante in ein schmales Heck, das dadurch optisch nach unten gedrückt wird und eher schwächlich denn elegant erscheint.

Beeindruckender Innenraum

Schichtholz-Look
Schichtholz-Look © Audi

Sonst überzeugt dieser Audi aus jeder Perspektive. Selbst der häufig kritisierte sogenannte Single-Frame-Kühlergrill gefällt hier. Der Innenraum des Audi ist eine wahre Pracht. In unserem Testwagen war eine Art Schichtholz im aktuell angesagten „Yacht-Look“ verarbeitet.

Die Bedienung des A7, sein großer Monitor und die logischen Menüführungen mitsamt fast perfekt funktionierender Sprachsteuerung macht eine Navi-Eingabe oder die Suche nach dem richtigen Sender zum Vergnügen.

In Bewegung

Der A7 misst 5,35 Meter
Der A7 misst 5,35 Meter © Audi

Hat er sich erst einmal in Bewegung gesetzt, fährt sich der A7 derart unspektakulär, dass man angesichts dieser Perfektion vielleicht sogar enttäuscht sein könnte. Es gibt übrigens auch noch stärkere Diesel, aber 204 PS reichen allemal aus, zumal bei einem Testverbrauch von knapp 8,5 Liter. Der Innenraum ist sehr gut gekapselt – die schnöde Außenwelt darf draußen bleiben.

Was für ein Gerät man da bewegt, merkt man allerdings spätestens im engen Parkhaus. Dann piepst es angesichts sich drohend nähernder Hindernisse ununterbrochen. Und der Wendekreis von fast 12 Metern ist auch keine Hilfe. Mit einem reservierten Parkplatz ist man klar im Vorteil.

Raum für Extras

535 Liter Stauraum im Heck
535 Liter Stauraum im Heck © Audi

Im Grundpreis von 55.150 Euro sind schon durchaus viele Dinge enthalten – Xenon-Licht etwa oder auch Klimaautomatik, ein relativ einfaches Radio, 18-Zoll-Alus oder die erwähnte elektrische Schließung des Kofferraums -, aber es bleibt natürlich Raum für Extras. Ledersitze (ab 1.930 Euro), Metallic-Lack (ab 950), Navigation (ab 2.380) sind ein Muss für den Wiederverkauf, LED-Scheinwerfer (1.800) dürften ebenfalls positiv wirken. Da ist die 70.000- Euro-Marke in nicht allzu weit. (spx)






Mehr zur Marke Audi

Musterknabe beim TÜVAudi TT: Nicht nur schön, auch zuverlässig

Der Audi TT ist nicht nur ein schickes Auto, sondern es ist als Gebrauchter auch ein zuverlässiges. Beim TÜV ist er unauffällig.


Gute GeschäftszahlenAudi geht gestärkt in anstehende Modelloffensive

Audi kommt so langsam wieder in Fahrt. Die VW-Tochter konnte im dritten Quartal bei Umsatz und Gewinn deutlich zulegen.


Weltpremiere in IngolstadtAudi A7: Anders sein als die Geschwister

Audi hat in Ingolstadt den neuen A7 vorgestellt. Im Gegensatz zu früheren Modellen ist er auch wieder deutlich von anderen Modellen der Marke zu unterscheiden.



Mehr aus dem Ressort

Marktstart im Frühjahr 2018Volvo XC40: Cool sein hat seinen Preis

Volvo will wachsen – und dazu beitragen soll insbesondere das Kompakt-SUV XC40. Er wird im März auf den Markt kommen. Das Auto bringt alles mit, um ein Erfolg zu werden. Wenn da nur nicht der Preis wäre.


Der VW Golf GTI TCR darf nur auf Rennkursen bewegt werden
Bei Seat gebautVW Golf GTI TCR: Nur für die Rennstrecke

65 Prozent aller Bauteile sind identisch mit einem normalen Serienmodell. Trotzdem darf der VW Golf GTI TCR nicht am Alltagsverkehr teilnehmen – und das ist auch gut so.


Porsche hat auch den Panamera Kombi hybridisiert
Turbo S E-Hybrid Sport Turismo mit 680 PSHybrider Porsche Panamera Kombi: Teilzeit-Stromer der Superlative

Porsche hat die Kombivariante des Panamera an den Stecker gepackt. Die hybride Zufuhr dient dem Turbo S E-Hybrid Sport Turismo dabei sowohl der Leistungssteigerung als auch der emissionsfreien Fahrt durch urbane Umweltzonen.